Test: Intel Core i7 920 mit X58 Chipsatz

Geschrieben von Redaktion am 18.01.2009.

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Mit dem neuen Chipsatz X58 möchte Intel einen neuen Meilenstein setzen. Die Highlights, wie z.B. der Triple Channel-Support für DDR3-Speicher, das QuickPath Interface (QPI) und der Crossfire- bzw. SLI-Support sollen für noch mehr Performance sorgen. In diesem Test wollen wir Ihnen den Chipsatz, den neuen Intel Core i7 920 Prozessor und das ASUS P6T Deluxe auf X58-Basis vorstellen.

 

 

Um einen besseren Überblick zu gewährleisten, finden Sie in diesem Artikel Informationen über den Chipsatz sowie den Prozessor, inkl. Benchmarks und Ergebnisse zum Thema Overclocking. Des Weiteren gibt es einen Artikel über die Grafikleistung von CrossFire- und SLI-Verbünden auf der X58 Platine an dieser Stelle: CrossFire und SLI Power auf dem X58 Chipsatz

Unser Dank geht an Intel, ASUS, Zotac, Palit und Patriot Memory, die diesen Test erst ermöglicht haben!

CPU

Intel Core i7 920 – 2,67 GHz

MainboardASUS P6T Deluxe
RAMPatriot Memory Viper Series DDR3 PC3 – 12800 (1600 MHz) 6 GB (3x2GB)
NetzteilASUS Radeon HD 4870 GDDR 5 mit 512 MB
HDDSamsung 160 GB SATA 7200U/min (HD160JJ)
NetzteilSilverstone Strider ST85F

 

Installierte Software

  • Windows Vista Business 64 Bit
  • Catalyst 8.11

Durchgeführte Benchmarks

  • WinRAR: 449 MB Datei packen
  • Cinebench R10 64bit
  • Super PI / mod1.5 XC
  • SiSoft Sandra 2009
  • DivX Converter: Video konvertieren
  • 3DMark Vantage

Die Grafikkarte (ASUS HD 4870) wurde mit Standardtakt und aktivierter Kantenglättung ins Rennen geschickt. (Anti-Aliasing 4x; Anisotropic Filtering 16x).

 

X58 und Core i7

Der X58 Chipsatz ist der Nachfolger des X48 Chipsatzes (X48 Mainboard Roundup), der wiederum den X38 Chipsatz ablöst. Bei der X-Serie handelt es sich um leistungsstarke Chipsätze, die für Gamer und Overclocker gedacht sind. Sie alle werden in Verbindung mit hochwertigen Bausteinen, wie z.B. Kondensatoren und schnellen Anbindungen der verschiedenen Schnittstellen auf den Mainboards ausgeliefert. Der X38 ist einer der ersten Chipsätze, der CrossFire mit PCIe x16- Anbindung unterstützt. Bei anderen Chipsätzen wird teilweise die Bandbreite im Dualbetrieb von zwei Grafikkarten auf PCIe x8 gesenkt. Der X58 Chipsatz unterstützt bis zu drei Grafikkarten im gleichzeitigen Betrieb. Mit bis zu 36 Lanes werden sie mit dem Chipsatz verbunden. Jede einzelne Grafikkarte benötigt u.a. für eine maximale Performance 16 Lanes, deswegen spricht man auch von PCIe x16 (für 16 Lanes). Die Kombinationen von drei eingesetzten Grafikkarten sind wie folgt möglich: x16, x16, x1 oder x16, x8, x8. Im Dualbetrieb können beide Grafikkarten die jeweiligen 16 Lanes selbst ausnutzen.

X58_blockdiagram

Bildquelle: Intel.de

Als Southbridge kommt der Intel ICH10(R) Chip zum Einsatz, der USB 2.0-Schnittstellen mit bis zu 480 MBit/s, Gigabit-LAN, HD-Audio und S-ATA Festplatten (3 Gb/s) unterstützt. Die ICH10R Southbridge bietet noch die Möglichkeit, die Festplatten im RAID 0/1/5/10 Verbund arbeiten zu lassen.

Mit der neuen Struktur des Core i7 Prozessors befindet sich der Speichercontroller direkt auf der CPU und wird somit mit bis zu drei Kanälen, die jeweils mit bis zu 8,5 Gigabyte pro Sekunde Daten übertragen können, direkt angesprochen. Deshalb macht es Sinn auf einem solchen System ein Triple-Channel-DDR3-Speicherkit einzusetzen.

Die neue Prozessorserie Core i7 setzt auf den größeren Sockel 1366, der den Sockel 775 ablöst. Aufgrund der integrierten Speicheranbindung werden nun mehr Pins benötigt. Mit dem „Bloomfield “ Prozessor wird auch der bisherige Front-Side-Bus in seiner bisherigen Form in Rente geschickt. Ab sofort kommunizieren der Prozessor und die Northbridge X58 über das QuickPath Interface (QPI). Dabei handelt es sich um eine serielle Punkt-zu-Punkt-Verbindung, die in Sachten Datenraten fast doppelt so schnell ist, wie der der alte FSB. Dieses Interface stammt aus Intels Server-Abteilung und schafft eine Übertragung von bis zu 25,6 GB/s.

Zudem hat Intel mit der HyperThreading-Technologie, die bereits zu Zeiten des Intel Pentium 4 Prozessors bekannt war, bei der i7-Serie wieder aufleben lassen. Diese Technik (bei Intel i7 920: Simultaneos Multithreading) simuliert einen weiteren Kern (auch Core genannt). Da der Core i7 vier Kerne besitzt, simuliert HyperThreading also vier weitere Cores. In unseren Benchmarks werden präsentieren wie die Ergebnisse, wie viel HyperThreading auf dem Core i7 920 wirklich bringt und welche Auswirkungen es hat, den Prozessor mit nur einem, zwei oder allen vier Kernen arbeiten zu lassen. Die einzelnen Cores können nämlich im BIOS aktiviert bzw. deaktiviert werden, was bei der Q6000er oder Q9000er Serie auf Sockel 775 Basis noch nicht möglich ist.

Im Verlauf dieses Jahres ist mit weiteren Prozessoren, u.a. auch der Core i5-Serie zu rechnen.

Mainboard: ASUS P6T Deluxe

Lieferumfang

ASUS legt dem Mainboard ein großes Sortiment an Kabeln bei. Um S-ATA Festplatten mit der Hauptplatine zu verbinden, liefert man sechs rote S-ATA-Kabel und zwei SAS-Kabel für SAS kompatible Festplatten mit. Eine Slotblende bietet zwei weitere USB-Anschlüsse sowie einen Firewire-Port. Für den ein oder anderen Overclocker kann die Platine nie kühl genug sein und so liefert ASUS einen zusätzlichen Radiallüfter mit, der auf die Heatpipe gesteckt werden kann. Ferner befinden sich zwei Abstandshalter in der Verpackung um einen Lüfter auf dem Northbridge-Kühler montieren zu können. Für ein einfaches Belegen der Start- und Reset-Buttons sowie der Status-LEDs kann der weiße Kunststoffhelfer mit seinen Pins genutzt werden. Weitere Kabel, die ich im Lieferumfang befinden, sind die SLI-Brücke und ein IDE-Kabel. Die Slotblende für die Anschlüsse im ATX-Shield hat ASUS überarbeitet und erleichtert somit die Installation des Mainboards im Gehäuse. Des Weiteren liegen dem Board eine ausführliche Anleitung und eine Treiber-CD bei.

Das Layout

Die schwarze Platine des ASUS P6T Deluxe wirkt klar strukturiert und gleichzeitig, aufgrund seiner großen Kühlkörper, sehr mächtig. Die Heatpipe-Kühllösung, die sich von der Southbridge, über Northbridge, bis hin zu den Spannungswandlern rund um den Sockel erstreckt, besitzt u.a. große Passivkühlblöcke, die wiederum mit zahlreichen Lamellen ausgestattet sind. Der schwarz-silberne Kühler auf der Northbridge besitzt ein geschwungenes Design um somit den Luftstrom des Prozessorkühlers nutzen zu können. Dazu muss z.B. der Boxed-Kühler von Intel genutzt werden. Bei anderen Kühlern, die einen anders verlaufenden Luftstrom aufweisen, kann dieser Effekt nicht mehr genutzt werden.

Die Stromanschlüsse liegen praktischerweise direkt am Rand des Mainboards, so dass die Kabel nicht quer durch das System verlegt werden müssen.
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Farblich abgehoben wurden die sechs Speichersteckplätze. Um die Triple-Channel- Technologie nutzen zu können, müssen drei Speicherriegel in die orangen Ports gesteckt werden. In den Schwarzen wird kein Triple-Channel unterstützt. Der IDE-Anschluss ist rot und angewinkelt, was die Installation des Kabels erleichtert. Zudem gibt es dann auch kein Problem mehr mit langen Grafikkarten, die über dem IDE-Anschluss hinausragen. Das gleiche gilt für die vier roten SATA-Anschlüsse und die beiden orangen SAS-Ports, die ein kleines Highlight auf der ASUS Platine darstellen. Der SAS-Controller 88SE6320 stammt aus dem Hause Marvell und unterstützt zwei SAS-Festplatten mit einer maximalen Übertragungsrate von 300 MB/s. Zudem ist auch ein Raid-Verbund 0 oder 1 mit diesem Controller möglich. Im Gegensatz zu herkömmlichen SATA-Festplatten arbeiten SAS-Laufwerke mit bis zu 15.000 Umdrehungen pro Minute und besitzen dadurch mit ca. 3 – 4 ms eine deutlich geringere Zugriffszeit.

In der unteren rechten Ecke befinden sich neben den SATA-Anschlüssen noch die Schnittstellen für den Power-/Reset-Knopf sowie für die Status LEDs. Für das leichte Einschalten und Neustarten sind zwei beleuchtete Knöpfe direkt auf der Platine vorzufinden. Folgt man diesen weiter nach links, trifft man auf drei USB-, einen Audio-, einen Firewire-Header, dem Floppy-Anschluss und einer Schnittstelle von Audiosignalen von optischen Laufwerken (DVD/CD-Laufwerke).

Oberhalb der angesprochenen Anschlüsse befinden sich drei PCIe x16, zwei PCI und ein PCIe x4 Slot. Zwischen dem weißen PCIe und dem PCI Slot befindet sich die Express Gate Platine. Auf Ihr befindet sich das „Mini-Linux“, welches in fünf Sekunden startbereit ist. Auf der nächsten Seite erfahren Sie mehr zu dieser Funktion.

Das Backpanel bietet folgende Anschlüsse:

  • 8x USB 2.0
  • 1x PS/2
  • Koax und optischer Audio Ausgang
  • 2x Gigabit LAN
  • 7.1 Sound
  • Firewire IEEE1394a
  • eSATA

 

Auf der Unterseite besitzt das ASUS Board die patentierte Stack Cool 2-Technik. Diese Kühltechnologie verteilt die Wärme auf die komplette Platine um z.B. einer Überhitzung im Bereich des Prozessors entgegenzuwirken.

 

Speicher: Patriot Viper 6GB PC3-12800U

CAS Latency9-9-9-24
Voltage1,65V
SpeedPC3-12800 / 1600 MHz
Type240-pin DDR III
Error CheckingNon-ECC
Heat-SpreaderJa (blau)
Preis~ 245,-€

 

 

 

 

 

Der Arbeitsspeicher von Patriot Memory ist mit Heatspreadern zur optimierten Wärmeverteilung versehen. Dabei trägt der blaue Kühler den Namen des Herstellers in Silber. Der 3×2 GB große Speicher besitzt ein XMP Profil, das im BIOS aktiviert werden kann. Danach arbeitet der RAM mit seinen besten Spezifikationen und den Timings von 9-9-9-24 bei 800 MHz. Wird dieses Profil nicht ausgewählt, wird die benötigte Versorgungsspannung von 1,65 Volt nicht geliefert. Außerdem taktet der Speicher dann nur mit 457 MHz und den Timings von 6-6-6-18 oder mit 533 MHz und den Timingsvon 7-7-7-20. Diese JEDEC-Profile arbeiten mit der Standardspannung von 1,5 Volt.


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BIOS & Express Gate

Das BIOS

Das BIOS ist mit sechs Kategorien logisch und klar gegliedert. Dabei werden in der ersten Kategorie „Hauptmenü“ Einstellungen zu den angeschlossenen Laufwerken sowie der Uhrzeit getroffen. Mit dem Ai Tweaker lassen sich Speicher und Prozessor unabhängig voneinander übertakten. Aber auch der richtige Speichertakt, wie bei unserem Patriot Speicher, lässt sich dank des Ai Overclock Tuner Profiles „X.M.P.“ perfekt einstellen. Neben den richtigen Timings, der optimalen Speicherfrequenz wird auch die Spannung auf 1,65 Volt angehoben. Diese Spannung für den Speicher sollte nicht mehr als 1,65 Volt betragen, da sonst die CPU in Mitleidenschaft gezogen werden könnte. Man kann neben zwei Profilen (X.M.P./D.O.C.P.) auch selbst Hand anlegen und alles manuell einstellen und der Overlclocker hat die freie Wahl.
Unter dem Menüpunkt Tools kann das Express Gate aktiviert werden. Dazu gibt es etwas weiter unten mehr Infos.

 

Express Gate

Bei dem Express Gate-Feature handelt es sich um ein kleines Linux Betriebssystem, das bereits auf der Platine installiert ist. Dafür sorgt ein kleiner Chip, der auf Seite 3 zu sehen ist. Das Linux arbeitet ohne Festplatte und erkennt z.B. eingesteckte USB-Sticks. Wenn die Platine mit einem Router verbunden ist, kann auch ohne weiteres im Internet gesurfet oder Skype als Instant Messenger genutzt werden. Express Gate startet innerhalb von nur fünf Sekunden und benötigt keine weitere Installation. Somit können z.B. neue Hardwarekomponenten auf Funktionsfähigkeit geprüft werden. Aus unserer Sicht ist dies ein nützliches Feature, wenn man nur mal kurz im Netz etwas nachsehen oder über Skype mit seinen Freunden kommunizieren möchte.

Benchmarks

Bei den durchgeführten Benchmarks haben wir den Prozessor mit dem Standardtakt von 2,6 GHz betrieben. Im BIOS kann wahlweise HyperThreading, sowie nur einen, zwei oder alle vier Kerne aktiviert werden. Daraus können bis zu acht Kerne dank HyperThreading simuliert werden. Die Bezeichnung 4/4 bedeutet, dass alle vier reale Kerne und HyperThreading aktiviert wurden, während bei 4/0 HyperThreading deaktiviert wurde.

Mit Winrar wurde eine 449 MB große Datei gepackt. Die Ergebnisse werden in Sekunden angegeben. Mit dem DivX Converter wurde eine ca. 20 Sekunden Filmsequenz konvertiert. Hier werden ebenso die Sekunden als Ergebnis angezeigt.

Intel Core i7 x58 Chipsatz auf Asus P6T Deluxe Diagramm 1.0

 

Bis auf den DivX Converter profitieren alle Benchmarks von den simulierten Prozessorkernen. Deutlich merkbar ist der Unterschied zwischen zwei aktiven Kernen mit und ohne HyperThreading. Der Unterschied beträgt beachtliche 57 Sekunden.

Benchmarks – SiSoft Sandra 2009

          SiSoft Sandra Arithmetik (Drystone):

Intel Core i7 x58 Chipsatz auf Asus P6T Deluxe Diagramm 2.0

Intel Core i7 x58 Chipsatz auf Asus P6T Deluxe Diagramm 2.1

Das aktivierte HyperThreading bringt der CPU ein Leistungsplus von bis zu 60 Prozent. Der minimale Zuwachs liegt bei zehn Prozent bei vier Kernen.
Die Speicherbandbreite erfährt keinen Leistungszuwachs, durch die Hinzuschaltung der HyperThreading-Technologie.

 

Stromverbrauch

        Stromverbrauch IDLE:

Intel Core i7 x58 Chipsatz auf Asus P6T Deluxe Diagramm 3.0

Um den Stromverbrauch zu bestimmen, wurde ein Brennenstuhl Messgerät zu Hilfe genommen und der Gesamtverbrauch gemessen. Während man fast keinen Unterschied bei einem oder zwei Prozessorkernen feststellen kann, beträgt der Unterschied zwischen vier realen und vier realen inkl. virtueller Kerne 29 Watt. Bei Videoanwendungen, wie z.B. dem Cinebench R10 64bit, macht das aktivierte HyperThreading sehr viel Sinn.

Overclocking

Um den Intel Prozessor zu übertakten, wurde im BIOS der Multiplikator von Auto auf 16 gestellt. Die Frequenz des Speichers wurde von 200 auf 210 MHz angehoben. Die ursprüngliche Geschwindigkeit von 2,6 GHz setzt sich aus einem Multiplikator von 20 und 133 MHz Speichertakt oder aus einem Multiplikator von 13 und einem Takt von 200 MHz zusammen. Die Anhebung des Speichertaktes führt nicht nur zur Geschwindigkeitserhöhung der CPU sondern auch die des Speichers. Anstatt mit seinen regulären 800 MHz arbeitet der Speicher in unserem Übertaktungstest mit 840 MHz. Um die Stabilität des Prozessors zu gewährleisten, wurde die Versorgungsspannung leicht angehoben. Der Patriot Speicher wird mit 1,65 Volt versorgt.

Um das Leistungsverhalten herauszufinden, haben wir nach der Anhebung des Prozessortaktes einige Benchmarks durchgeführt. Mit diesen sollen alltägliche Gebräuche widergespiegelt werden. Erneut verwenden wir die Benchmarks SiSoft Sandra 2009 Lite, Cinebench R10, den DivX Converter, Winrar zum Packen einer 449 MB großen Datei und zusätzlich den 3DMark Vantage (in der Einstellung „HIGH“) von Futuremark um die Spiele-Performance zu messen. Ebenfalls kommt Super PI zum Einsatz. Dieser Benchmark zeigt keinen Unterschied, egal wie viele virtuelle oder reale Kerne genutzt werden, deshalb kam er bisher nicht in der Benchmark-Serie vor.

Intel Core i7 x58 Chipsatz auf Asus P6T Deluxe Diagramm 4.0

 

Die Leistungszuwächse im Arithmetik und Multimedia Benchmark sind klar erkennbar. Der Zuwachs liegt bei 25 bis 26 Prozent. Diese Tests belasten nur die CPU. Beim Speicherbandbreiten Benchmark liegt der Zuwachs nur bei drei Prozent. Dies bedeutet, dass die Übertaktung der CPU auch für die Speichergeschwindigkeit zuständig ist.

Intel Core i7 x58 Chipsatz auf Asus P6T Deluxe Diagramm 5.0

Stromverbrauch im Overclocking Modus

Der Prozessor läuft nicht einfach nur schneller, wenn man Ihn übertaktet, nein er benötigt auch mehr Strom. Wie hoch dieser Wert ausfällt, haben wir mit einem Brennenstuhl Messgerät herausgefunden. Dabei messen wir den maximalen Gesamtstromverbrauch während des Rendern des Bildes bei Cinebench R10.

Intel Core i7 x58 Chipsatz auf Asus P6T Deluxe Diagramm 6.0

Mit nur knapp drei Watt Mehrverbrauch, ist das System im übertakteten Zustand im ruhigen Zustand unterwegs. Allerdings steigt die Differenz auf 19 Watt an, wenn man z.B. den Cinebench startet. In unseren Augen ist dieser Mehrverbrauch noch vertretbar.

Bei den Benchmarks mit höherem Takt ist uns aufgefallen, dass die CPU sehr heiß wird. Deswegen wurden weitere, höhere Versuche in die Zukunft verschoben, wenn deutlich stärkere CPU-Kühler zur Verfügung stehen.

 

Fazit

Der neue X58 Chipsatz von Intel kann mit mehr Leistung gegenüber einem X38 Mainboard überzeugen. Die Ergebnisse sind aber nicht direkt miteinander vergleichbar, da die neuen Core i7 Prozessoren nicht nur über vier einzelne Kerne verfügen, sondern auch über die so genannte HyperThreading-Technik verfügen. Durch diese altbekannte Technologie wird die gleiche Anzahl der Prozessorkerne simuliert. Dadurch besitzt die Core i7 900er Serie acht Kerne, die sich durch ein gut aufgebautes BIOS auch abschalten lassen. Wird kaum Rechenleistung benötigt, schalten sich entsprechende Kerne automatisch ab um Energie zu sparen. Dazu muss die Stromsparfunktion „Speed Step-Technologie“ unter anderem im BIOS aktiviert werden.

Vergleicht man den 3DMark Vantage Benchmark der HD 4870 von ASUS auf dem X38 Mainboard und dem jetzigen P6T Deluxe Mainboard, welches die dreifache Speichergröße besitzt und auf ein 64 Bit-System zurückgreifen kann, steigt die Leistung um 11 Prozent. Die Leistung des X38 Chipsatzes wird schon mit zwei realen Kernen, ohne HyperThreading erreicht. In fast allen Benchmarks können die entsprechenden Programme von HyperThreading profitieren. Nur der DivX Converter zieht keinen Nutzen aus der Technologie, die bereits seitdem Pentium 4 Prozessor bekannt ist.

Die Mehrleistung des neuen „Bloomfield“ Prozessors hat aber auch Nachteil. So benötigt unser Testsystem deutlich mehr Energie. Die Thermal Design Power (TDP) des Core i7 920 liegt bei ca. 130 Watt. Der Q9450 (Sockel 775), gefertigt in 45 nm, besitzt eine TDP von ca. 65 Watt. Diesen Unterschied kann man anhand unserer Stromverbrauchswerte komplett nachvollziehen. Das neue System verbraucht im Leerlauf 79 Watt mehr als die X38 Plattform mit dem Foxconn Mainboard. Der hohe Stromverbrauch spiegelt sich auch in der Temperatur des Prozessors wieder. Dieser wird bei Belastung sehr warm, wodurch die Übertaktungsmöglichkeiten eingeschränkt werden.

Übertaktungsmöglichkeiten bietet das P6T Deluxe von ASUS aber zu genüge. Der Fokus liegt bei diesem Review auf dem Prozessor, weshalb nur dieser übertaktet wurde. Von 2,67 GHz wurde die CPU auf 3,35 GHz übertaktet. Der QPI Link Takt wurde ebenfalls erhöht, von 3207 MHz auf 3775 MHz. SiSoft Sandra 2009 erfuhr durch das Overclocking eine Steigerung von 25 bis 26 Prozent. Die anderen Benchmarks erreichten ebenfalls einen Performanceschub.

Alles in allem kann sich der neue Chipsatz mit den neuen CPUs sehen lassen. Einen großen Nachteil mit dem hohen Stromverbrauch hat das System allerdings noch. Ebenfalls ist der Preis für ein Mainboard mit über 200 Euro nicht gerade günstig. Auch der Core i7 920 schlägt mit über 240,- Euro zu Buche. Aus unserer Sicht lohnt sich dieses System bisher nur für Gamer und Overclocker, die auf dem neusten Stand der Technik sein möchten.

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