Test: Google Nexus 5

Geschrieben von Niklas Ludwig. Veröffentlicht in Smartphones.

Google Nexus 5 Startbild

Nachdem Google dieses Jahr bereits eine neue Version seines 7-Zoll-Tablets Nexus 7 herausgebracht hat, folgte zum Ende des Jahres das Nexus 5. In Zusammenarbeit mit LG ist ein schickes Smartphone mit starker Hardware entstanden. Als erstes Smartphone wurde es zudem mit der neuen Android Version 4.4 (KitKat) ausgestattet. All das erhält der Kunde zu einem recht geringen Preis von bereits 349 Euro. Lest hier, wie das Smartphone bei uns abgeschnitten hat.

Technische Daten

  • Prozessor: 2,26-GHz-Quad-Core-Chipsatz (Snapdragon 800)
  • Arbeitsspeicher: 2 Gigabyte
  • Speicher: 16 / 32 GB intern (nicht erweiterbar)
  • Displaydiagonale: 4,95 Zoll
  • Auflösung: 1.920 x 1080 Pixel
  • Konnektivität: WLAN (a/b/g/n), LTE, HSPA+, WCDMA, Edge/GSM, Bluetooth 4.0
  • Frequenzbänder: Quadband, W-CDMA
  • Bedienung: kapazitiver Multitouchscreen
  • Kameras: 8-MP-Kamera (rückseitig), 1,3-MP-Kamera (Front)
  • Betriebssystem: Android 4.4
  • Akku: 2.300 mAh
  • Abmessungen: 137,84 x 69,17 x 8,59 mm
  • Gewicht: 130 g
  • Farbvarianten: Schwarz
  • Preis: 349 / 399 Euro (Google Play Store)

Lieferumfang

  • Google Nexus 5 Smartphone
  • Bedienungsanleitung
  • USB-Kabel
  • Netzadapter

Design & Verarbeitung

Beim Auspacken des schwarzen Nexus 5 fällt zuerst das angenehme Gewicht von knapp 130 Gramm auf. Zusammen mit der gummierten Rückseite liegt das Smartphone dadurch sehr angenehm in der Hand. Die Vorderseite wird zum Großteil von dem knapp fünf zoll großem Display eingenommen. Der Bildschirm löst mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten auf und besticht durch seine helle und scharfe Bildwiedergabe. Über dem Display finden sich neben dem Telefonlautsprecher noch Sensoren und die 1,3-Megapixel-Kamera. An der Unterseite des Gehäuses hat Google den Micro-USB-Anschluss sowie zwei Stereo-Lautsprecher untergebracht.

Google Nexus 5 - Schraegansicht Google Nexus 5 - Seitenansicht Links

Die Lautstärke und Telefonprofile können über die Lautstärkewippe auf der linken Seite geregelt werden. Gegenüber auf der rechten Seite des Smartphone sind der Power-Button und der Slot für die SIM-Karte. Dieser wird wie bei Apples iPhone mit einem mitgeliefertem Stift geöffnet. Auf der Rückseite verläuft im Querformat der Nexus-Schriftzug. Im oberen linken Bereich hat LG die Acht-Megapixel-Kamera montiert, die bei dunklen Aufnahmen auf einen LED-Blitz zurückgreifen kann. Einzige Kritikpunkte, die wir beim Design und der Verarbeitung finden können, sind der fest verbaute Akku sowie der nicht erweiterbare Speicher. Davon abgesehen, ist das Nexus 5 ein sauber verarbeitetes Smartphone, das durch seine tolle Haptik und das sehr gute Display zu gefallen weiß.

Leistung & Multimedia

Die Hardware mit der LG das Nexus 5 ausstattet ist auf dem aktuellsten Stand: Ein Snapdragon 800-Prozessor liefert zusammen mit zwei Gigabyte Arbeitsspeicher Top-Ergebnisse in unserem Benchmark-Parcours ab. Je nach Version stehen dem Nutzer 16 oder 32 Gigabyte interner Speicher zur Verfügung.

  • AnTuTu 4.0.4
  • BrowserMark 2.0
  • CF Bench 1.3
  • GeekBench 3
  • GFXBench 2.7
  • Google Octane JavaScript Benchmark v2
  • Mozilla Kraken JavaScript Benchmark 1.1
  • SunSpider JavaScript Benchmark 1.0.2
  • Quadrant 2.1.1







In Kombination mit der neusten Android Version 4.4 (KitKat) sichert sich das Nexus 5 bei den meisten Tests die Spitzenposition. Selbst das erst kürzlich von uns getestete Samsung Galaxy Note 3 verliert in den Benchmarks, obwohl es mit demselben Prozessor ausgestattet ist und mit drei Gigabyte Arbeitsspeicher auftrumpfen kann. Hier zeigt sich, dass ein schlankes Betriebssystem viel ausmachen kann, nicht umsonst wird die TouchWiz-Oberfläche von Samsung als langsam und überladen bezeichnet. Android 4.4 wurde dagegen soweit entschlackt, dass es problemlos auf Geräten mit nur 512 Megabyte Arbeitsspeicher laufen soll. Somit sollte auch die Argumentation einiger Hersteller, dass die Leistung älterer Modelle zu schwach für eine neue Version sei, ad acta gelegt werden können.

Google Nexus 5 - Frontansicht Google Nexus 5 - Seitenansicht

Ansonsten bringt Android 4.4 neben einem neuen Design, das unter anderem eine transparente Statusleiste und überarbeitete Icons beinhält, noch weitere Änderungen mit sich. SMS werden beispielsweise nun über Hangouts verschickt. Wer das nicht möchte, muss eine alternative SMS-App herunterladen, von denen es jedoch einige gute im Play Store gibt.

Google Nexus 5 - RückansichtDie Telefon-App wurde ebenfalls angepasst und unterstützt den Anwender beim Wählen von nicht gespeicherten Nummern. Durch das Durchsuchen von Google Places und Google App-Accounts sucht die Telefon-App die passende Nummer automatisch heraus. Umgekehrt zeigt sie das Unternehmen oder die Privatperson automatisch an, wenn diese anrufen, vorausgesetzt, die Personen haben ihre Nummer hinterlegt und freigegeben. Sogar ein Foto wird über Google+ abgeglichen.

Die Kamera lässt sich einfach und intuitiv bedienen und liefert je nach Lichtverhältnissen gute bis sehr gute Fotos. Verglichen mit Modellen wie dem HTC One oder Galaxy Note 3 zieht die Kamera des Nexus 5 jedoch den Kürzeren. Zudem fällt die doch recht lange Fokussierungsdauer negativ auf. Positiv ist hingegen die Verwendung eines optischen Bildstabilisators zu erwähnen. Videos können in 1080p mit 30 Bildern pro Sekunde aufgezeichnet werden.

Der 2.300-mAh-Akku reicht aus, um knapp einen Arbeitstag mit dem Gerät zu überstehen. Bei intensiver Nutzung kann daraus jedoch auch schnell mal ein halber Tag werden. Hier hätten wir uns doch etwas mehr erhofft.

Fazit

Uns hat das Nexus 5 in vielerlei Hinsicht überzeugt. Angefangen beim tollen Fünf-Zoll-Display, der sehr guten Performance und der überzeugenden Verarbeitung, bis hin zur angenehmen Haptik und dem recht moderatem Preis von 349 Euro. Hinzu kommt, dass das Smartphone über Android 4.4 verfügt und als eines der ersten von neuen Updates profitieren wird. Weniger gut haben uns der fest verbaute Akku und der nicht erweiterbare Speicher gefallen. Zudem könnte die Laufzeit etwas ausdauernder ausfallen. Davon abgesehen, können wir Googles neusten Spross nur empfehlen.

Pro

  • tolles Display
  • leistungsstarke Hardware
  • gute Verarbeitung
  • angenehme Haptik
  • Android 4.4
  • Preis

Contra

  • Akku fest verbaut
  • Akkulaufzeit
  • Fokussierungszeit der Kamera
  • Speicher lässt sich nicht erweitern

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Niklas Ludwig

Niklas Ludwig

...hat seinen Abschluss in Technikjournalismus/PR an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg gemacht und nimmt dort nun den Master in Technik- und Innovationskommunikation in Angriff. Er ist seit zwei Jahren fester Bestandteil von Allround-PC und besetzt derzeit den Posten des stellvertretenden Chefredakteurs.

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