Test: Huawei Ascend Mate 7

Geschrieben von Niklas Ludwig am 22.09.2014.

Huawei Ascend Mate 7 Startbild

Mit dem Ascend Mate 7 präsentierte der chinesische Hersteller Huawei auf der IFA 2014 ein Phablet, das uns bereits auf der Messe überzeugen konnte. Seitdem hatten wir etwas Zeit, das Mate 7 ausführlich zu testen und Alltagserfahrungen mit dem Gerät zu sammeln. Ob Huawei der Einstieg im Phablet-Bereich gelungen ist, lest ihr in diesem Artikel.




Technische Daten

  • Prozessor: 1,8-GHz-Octa-Core-Chipsatz (HiSilicon Kirin 925)
  • Arbeitsspeicher: 2 GB
  • Speicher: 16 GB intern, bis zu 32 GB erweiterbar
  • Displaydiagonale: 6 Zoll
  • Auflösung: 1.920 x 1.080 Pixel
  • Konnektivität: WLAN (a/b/g/n), HSPA+, LTE Cat 6, HSUPA, Bluetooth 4.0
  • Frequenzbänder: Quadband, W-CDMA
  • Bedienung: kapazitiver Multitouchscreen
  • Kameras: 13-MP-Rückkamera/5-MP-Frontkamera
  • Betriebssystem: Android 4.4.2
  • Akku: 4.100 mAh
  • Abmessungen: 157 x 81 x 7,9 mm
  • Gewicht: 185 g
  • Farbvarianten: Schwarz, Weiß
  • Preis: 499 Euro UVP

Lieferumfang

  • Huawei Ascend Mate 7
  • USB-Kabel
  • Netzadapter
  • Headset

Design & Verarbeitung

Huawei hat schon beim Ascend P7 gezeigt, dass das Unternehmen schickes Design und eine gute Verarbeitung zu vereinen weiß. Daher fällt auch der Ersteindruck beim Ascend Mate 7 sehr positiv aus: Nahezu die komplette Rückseite und der Rahmen bestehen aus Metall, lediglich im oberen und unteren Bereich geht das Metall in Kunststoff über, damit die Antennen störungsfrei funken können. Der Bildschirm fällt mit sechs Zoll sehr üppig aus und löst mit Full HD-Auflösung auf. Huawei verbaut ein IPS-NEO-Panel, das mit satten Farben, einer hohen Helligkeit und scharfer Darstellung überzeugt. Der Rahmen, der das Panel umgibt, fällt angenehm schmal aus.

Huawei Ascend Mate 7 - Screen Huawei Ascend Mate 7 - Audiojack

Während die Rückseite entsprechend ihres Materials metallisch silbern ist, ist die Vorderseite unseres Testmusters in Weiß gehalten. Über dem Display sind der Telefonlautsprecher, eine Benachrichtigungs-LED und eine Fünf-Megapixel-Kamera auszumachen. Im Metallrahmen selbst hat Huawei auf der linken Seite hinter zwei Abdeckungen, die mit einem Pin herausgedrückt werden, den Slot für eine microSD-Karte und micro-SIM-Karte untergebracht. Während auf der Unterseite der micro-USB-Anschluss sitzt, befindet sich der Klinkenanschluss auf der Oberseite. Gesperrt und Entsperrt wird das Mate 7 über die entsprechende Taste auf der rechten Seite, auf der sich zudem die Lautstärkewippe befindet. Gleich zwei Stärken des Mate 7 befinden sich auf seiner Rückseite: die sehr gute 13-Megapixel-Kamera mit LED-Blitz und der Fingerabdrucksensor, zu dem wir später noch kommen. Unser Fazit zum Design und der Verarbeitung fällt somit sehr gut aus, bei beiden Kriterien ist das Ascend Mate 7 ganz weit vorne dabei.

Huawei Ascend Mate 7 - Seitenansicht Huawei Ascend Mate 7 - Unterseite

Leistung & Bedienung

Huawei verpasst dem Ascend Mate 7 einen Prozessor mit acht Kernen. Vier davon takten mit schnellen 1,8 Gigahertz, während die restlichen vier mit einer Taktfrequenz von 1,3 GHz laufen. Der verbaute Arbeitsspeicher ist zwei Gigabyte groß und der interne Speicher hat eine Größe von 16 GB – der Anwender kann von diesen noch etwas mehr als 11 GB nutzen. Zum Testzeitpunkt lief auf dem Mate 7 Android in der Version 4.4.2 mit der Benutzeroberfläche Emotion UI 3.0.

Die bisher von uns getesteten Huawei-Smartphones versprachen auf dem Papier viel Leistung, doch meistens konnten die hauseigenen Prozessoren nicht mit der Konkurrenz aus dem Hause Qualcomm und Samsung mithalten. Anders sieht es dieses Mal mit dem HiSilicon Kirin 925-SoC aus, der in nahezu allen Benchmarks vor der Konkurrenz landet. Hier hat uns das Phablet wirklich überrascht, da wir mit deutlich schlechteren Ergebnissen gerechnet hatten. Die in den Benchmarks erkennbar gute Leistung, ist so auch im Alltag spürbar, da die Bedienung sehr flüssig von der Hand geht und alle Aufgaben schnell und zügig abgearbeitet werden.

Der fest verbaute Akku ist mit einer Kapazität von 4.100 mAh großzügig bemessen. Drei Energiesparpläne stehen zur Auswahl: Beim normalen Modus wird das Phablet auf Leistung getrimmt. Im intelligenten Modus werden die CPU und Netzwerkauslastung entsprechend angepasst, um längere Laufzeiten zu ermöglichen. Beim Ultra-Stromspar-Modus stehen nur noch grundlegende Telefonfunktionen wie Telefonie und SMS zur Verfügung.

Huawei Ascend Mate 7 - Energiespar-OptionenDie Energiesparpläne Ultra und Intelligent

Lobenswert ist, dass sich Huawei Gedanken zur Einhand-Bedienung gemacht hat. Mit seinen sechs Zoll ist das Mate 7 sehr groß, was die Bedienung mit einer Hand extrem erschwert. Daher lässt sich ein spezieller Einhand-Modus aktivieren. Beim Wählen von Rufnummern oder Schreiben von Nachrichten wird das Tastenfeld bei aktivierten Einhand-Modus kleiner dargestellt.

Huawei Ascend Mate 7 - Einhandbedienung Huawei Ascend Mate 7 - Navigationsleiste

Die Tastatur im Einhand-Modus (l) und die anpassbare Navigationsleiste (r)

Hält man nun einen Daumen auf das Display und bewegt dieses mit einer leichten Drehbewegung nach links oder rechts, wird die Tastatur entsprechend an der linken oder rechten Seite des Displays angedockt. Auch die Softkeys wechseln entsprechend die Seite – ein in unseren Augen sehr praktisches Feature!

Auch bei den Kameras muss sich das Mate 7 nicht vor der Konkurrenz verstecken. Der rückseitige Sensor hat eine Größe von 13-Megapixeln. Die Bilder wirken sehr natürlich und überzeugen mit einer sehr guten Bildqualität. Auch schlechte Lichtverhältnisse meistert das Phablet akzeptabel, wobei es hier wie alle Smartphones bei weitem nicht mit richtigen Digital Kamers mithalten kann.

Huawei Ascend Mate 7 - Fokusverschiebung Vorn Huawei Ascend Mate 7 - Fokusverschiebung Hinten

Die nachträgliche Fokusverschiebung funktioniert nur bei Nahaufnahmen zuverlässig

Das HTC One M8 bietet eine UFocus getaufte Funktion, bei der sich der Fokus nachträglich ändern lässt. Das Mate 7 bietet eine ähnliche Funktion, im Gegensatz zum One M8 funktioniert diese jedoch nur bei Nahaufnahmen wirklich gut. Nimmt man beispielsweise den Büroraum auf, lassen sich kaum Unterschiede beim nachträglichen Verlagern des Fokus ausmachen –bei Nahaufnahmen gelingt der Effekt deutlich besser. Vorderseitig setzt Huawei auf eine Kamera mit fünf Megapixeln, die ebenfalls gute Fotos schießt. Praktisch beim Schießen von Selfies ist die Möglichkeit den Fingerabdrucksensor als Auslöser zu verwenden. Dieser kann auch bei der rückseitig verbauten Kamera genutzt werden, macht dort aber nur im Hochformat Sinn, da die Hand sonst mit ins Motiv gelangt.

Huawei Ascend Mate 7 - RückseiteHuawei Ascend Mate 7 - Fingerabdruck 

Der Fingerabdrucksensor funktioniert beim Mate 7 außerordentlich gut

Wo wir abschließend beim Fingerabdrucksensor angelangt wären: Dieser funktioniert deutlich besser als sein Pendant im Galaxy S5 oder dem HTC One Max. Statt den Finger über den Sensor streichen zu müssen, reicht ein auflegen des Fingers aus, was sehr gut funktioniert und die Einhand-Bedienung erleichtert. So kann das Mate 7 bei eingehenden Nachrichten aus der Hosentasche gezogen und mit einer Hand entsperrt werden.

Fazit

Design? Sehr ansprechend! Verarbeitung? Top! Leistung? Mehr als genug vorhanden! Hinzu kommen ein Akku, der lange Laufzeiten ermöglicht, zwei gute Kameras und ein endlich mal sinnvoll integrierter Fingerabdrucksensor. Wenn wir was bemängeln, dann den fest verbauten Akku und dass das Huawei Ascend Mate 7 keinen integrierten Stylus besitzt. Im Angesicht von sechs Zoll Displaydiagonale ließe es sich bestimmt hervorragend mit eben solchem auf dem Phablet arbeiten. Nun gut, vielleicht dann bei einem Nachfolger. Alles in allem bietet das Mate 7 alles, was ein Phablet bieten sollte und ist zum Testzeitpunkt Amazon Link: für 499 Euro bei Amazon vorbestellbar.

Huawei Ascend Mate 7 Award

Pro

  • sehr gute Leistung
  • schickes Design
  • tolles Display
  • erweiterbarer Speicher
  • gute Kamera
  • recht hohe Laufzeiten
  • sinnvoll eingesetzter Fingerabdrucksensor

Contra

  • Akku fest verbaut
  • kein integrierter Stylus

 

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Niklas Ludwig

Niklas Ludwig

...ist stellvertretender Chefredakteur und zeichnet sich insbesondere für die Tests der Hardwarekategorie verantwortlich und füttert den APC-YouTube Kanal mit neuen Videos zu allerlei Produkten. Stehen keine größeren Hardwaretests an, widmet er sich Produkten der Consumer Electronics-Welt und fühlt neuen Lautsprechern, Kopfhörern oder mobilen Geräten auf den Zahn.

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