Digittrade Security Festplatte im Test - Datensicherheit mit RFID und AES auf 2,5"

Mit der Security Festplatte hat Digittrade eine externe Festplatte auf den Markt gebracht, die Daten automatisch verschlüsseln kann - der Zugriff ist per AES gesichert. Freigegeben wird berührungslos mit einem RFID-Schlüssel. Ob die Daten sicher sind und worin die Vor- und Nachteile bestehen, klärt dieser Testbericht.

 

AES und RFID, diese beiden Akronyme versprechen der Security Festplatte von Digittrade ein hohes Maß an Sicherheit (wir berichteten). Um zu sehen, ob auf der Festplatte gespeicherte Daten wirklich sicher sind, sehen wir uns die Funktionen geanuer an. Anschließend folgt der Praxistest.

Unter AES (Advanced Encryption Standard) versteht man ein Verschlüsselungssystem, das zur Ver- und Entschlüsselung den gleichen Code verwendet. Es handelt sich dabei um ein symmetrisches Kryptosystem. Der Verschlüsselungsvorgang läuft in mehreren Phasen ab, diese sind u.a. bei Wikipedia genauer erläutert.
Da es sich bei AES um eine Blockverschlüsselung handelt, werden die zu sichernden Daten erst in Blöcke unterteilt. Jeder dieser Blöcke wird einzeln verschlüsselt.

Der zur Entschlüsselung notwendige Schlüssel (im Fall der Festplatte ein beiliegender Chip) hat eine Länge von 128 Bit. Dass heißt, es gibt 2128 mögliche Schlüssel, daraus resultiert eine neununddreißig-stellige Zahl möglicher Schlüssel.
Anwendungsgebiete von AES sind die Verschlüsselung von Dateiarchiven (z.B. RAR und 7-zip) sowie die bekannte WPA2-Verschlüsselung bei Wi-Fi.

Um die Daten auf der Festplatte nach einer Verschlüsselung wieder freizugeben befindet sich ein RFID-Chip im Lieferumfang. Dieser dient als Freigabeschlüssel (Transponder) und ohne ihn bleiben die Daten gesperrt. RFID steht für Radio Frequenzy Identification, also Identifizierung durch elektromagnetische Wellen - also drahtlos, über geringe Entfernungen.

Diese Technik wird beispielsweise auch im Logistikbereich zur Identifizierung von Containern verwendet oder zur Diebstahlsicherung von Waren.

Ohne einen RFID-Schlüssel an die Security Festplatte zu halten kommt man nicht an die gespeicherten Daten heran. Selbst wenn die Festplatte aus ihrem Gehäuse entfernt wird, bleiben die Daten verschlüsselt. Die RFID- Schlüssel sind ausschließlich an die Festplatte gebunden, nicht an das Gehäuse.

Soviel nun also zu den Technologien der Security Festplatte, auf der nächsten Seite sehen wir uns die Festplatte selbst genauer an.
Average: 3.9 (39 votes)