Vier aktuelle SSDs im Vergleichstest

Wir haben vier aktuelle Solid State Disks der Hersteller Mushkin, Intel, Patriot und OCZ Technology eingeladen, einmal auf unserem Prüfstand vorbei zu schauen. Dabei ging es neben guten Transferleistungen vor allem darum, welche SSD das beste Preis-Leistungs-Verhältnis aufweisen kann.

Alle vier getesteten Laufwerke sind bereits weiter entwickelte Versionen ihrer Vorgänger. Es wird also spannend zu sehen, ob wirklich alle Kinderkrankheiten kuriert worden sind oder ob sich an der ein oder anderen Stelle immer noch bzw. neue Schwachstellen finden lassen.

ssd-info3

Einleitung

Vorne weg möchten wir erwähnen, dass dieser Test nicht in erster Linie dazu da sein soll, den Leser sofort zum Umstieg auf SSDs zu bewegen. Viel mehr möchten wir die Vor- und Nachteile dieser noch recht jungen Speichertechnologie anhand von aktuell erhältlichen Produkten aufzeigen.
Die folgende Auflistung zeigt alle getesteten Laufwerke.

Diese Modelle wurden geprüft:

Hier gelangen Sie zum ersten Teil unseres SSD Vergleichs, wo wir vier weitere SSDs getestet haben.

Technischer Überblick

Um zu verstehen, was der Unterschied zwischen einer standardmäßigen Festplatte und einem SSD-Laufwerk ist, müssen wir ins Innere beider Laufwerke schauen. Äußerlich fällt zuerst einmal nur der Größenunterschied auf. So sind die meisten Festplatten, die im heimischen Computer Verwendung finden noch im 3,5 Zoll Faktor gebaut, während Solid State Disks eigentlich durchgängig im 2,5 Zoll Formfaktor gefertigt werden und somit auch gleich als Ersatz der Notebook Festplatte dienen können. Gemeinsam haben beide Speicherarten jedoch, dass es sich um nichtflüchtigen Speicher handelt, d.h. Festplatten und SSDs können vom Stromnetz getrennt werden, ohne dass die darauf gespeicherten Daten verloren gehen.

Schon anhand der technischen Daten wird einem aber schnell bewusst, dass beide Massenspeicher auf völlig unterschiedlichen Konzepten setzen: So fehlt bei den SSDs z.B. die Angabe über die Rotationsgeschwindigkeit der verbauten Platten (Magnetscheiben). Dies ist auch kein Wunder, weil eine SSD im Vergleich zur HDD komplett auf mechanische Bauteile verzichtet, die in irgendeiner Weise am Datenspeicher- und Leseprozess teilhaben. Dadurch wird eine SSD extrem beanspruchbar, was äußere Umwelteinflüsse angeht und ist durch ihren rein elektronischen Aufbau gegen schwere Stöße und extreme Temperaturen resistent. Zudem ist eine SSD komplett lautlos und ermöglicht so den Aufbau von lautlosen Computern. Durch den Wegfall der beweglichen Komponenten (Scheiben, Lesekopf) soll ebenfalls eine höhere Lebenszeit des Massenspeichers möglich werden, da der mechanische Verschleiß infolgedessen wegfällt.

Mit den beweglichen Teilen verzichtet eine Solid State Disk also auch auf die magnetische Speichertechnologie, bei der ein Lesekopf über die magnetische Speicherscheibe (kurz Plattern) läuft und mithilfe eines Lese- und Schreibkopfes die darauf befindlichen Daten liest oder verändert. Stattdessen kommen im Inneren einer solchen SSD Flashspeicherbausteine zum Einsatz, wie wir sie seit Jahren in Speicherkarten für Kamera und MP3-Player verwenden. Die in den SSD eingesetzten Chips sind in der Regel nur um einiges leistungsfähiger, was den Datendurchsatz anbelangt.
Wie auch eine Speicherkarte verfügt eine SSD über einen Controller, der alle Datenzugriffe steuert und koordiniert und so wundert es nicht, dass die Leistung des Controllers maßgeblich über die Geschwindigkeit einer SSD entscheidet. Ein wichtiges Kaufkriterium ist also ein guter Chipsatz, gepaart mit schnellen Speicherzellen – dazu kommen wir jetzt.

Your rating: Keine Average: 4.3 (6 votes)