Test: Toshiba FlashAir Wireless SD-Karte

Geschrieben von Niklas Ludwig am 30.01.2014.

Toshiba FLashAir Startbild

Die Bilder von seiner Digitalkamera direkt am PC betrachten zu können birgt einige Vorteile: So lässt sich beispielsweise viel besser erkennen, ob das Motiv scharf geworden ist. Doch in der Regel muss dazu erst die SD-Karte aus der Kamera entfernt und über einen Kartenleser am PC eingelesen werden. Die Toshibas FlashAir SD-Karte verfügt hingegen über einen kleinen WLAN-Chip und macht so jede Digitalkamera WLAN-tauglich. Wir haben die Karte auf ihre Funktionalität und Geschwindigkeit getestet.





Überblick

Mit der Toshiba FlashAir SD-Karte kann jeder Anwender seine Kamera WLAN-fähig machen. Bilder lassen sich so direkt am PC, Tablet oder Smartphone betrachten. Die SD-Karte kann derweil in der Kamera verweilen und muss nicht jedes Mal herausgenommen werden. Das von uns getestete Modell verfügt über eine Kapazität von 32 Gigabyte und ist der Geschwindigkeitsklasse 10 zugeordnet. Dadurch ist eine Mindestgeschwindigkeit von 10 MB/s garantiert. Im nächsten Abschnitt gehen wir auf die Einrichtung der Karte ein.

Toshiba FlashAir - Verpackung Toshiba FlashAir - Speicherkarte

Technische Daten

  • Kapazität: 32 GB
  • Geschwindigkeitsklasse: 10
  • Bauform: SD
  • SD-Standard: SD Memory Standard Version 4.00
  • Wireless LAN Standard: IEEE 802.11 b/g/n
  • WLAN-Sicherheit: WEP, TKIP, AES (WPA, WPA2)
  • Gewicht: Circa 2 Gramm
  • Preis: 52 Euro

Lieferumfang

  • Toshiba FlashAir SD-Karte
  • Bedienungsanleitung

Installation & Bedienung

Sobald die FlashAir in einen SD-Karten-Slot gesteckt wird und das Gerät (in der Regel eine Kamera) aktiv ist, aktiviert sie automatisch ihr WLAN. Fortan kann beispielsweise über einen PC auf die Karte und ihren Inhalt zugegriffen werden. Unter den WLAN-Verbindungen am PC taucht ein Gerät mit dem Namen flashair und einer Kombination aus Buchstaben und Ziffern auf. Bei der Verbindung mit der Karte wird ein Passwort abgefragt. Dieses lautet beim ersten Zugriff „12345678“, kann jedoch geändert werden. Der Zugriff erfolgt über den Internetbrowser, der in unserem Test automatisch geöffnet wurde, sobald die Verbindung erfolgreich hergestellt war. Beim ersten Zugriff wird verlangt, der SD-Karte eine neue SSID und ein neues Passwort zuzuweisen. Danach kann im Browser zwischen den verschiedenen Ordnern hin- und hergewechselt werden und Bilder und Videos können betrachtet oder auf dem Rechner gespeichert werden. Für mobile Geräte gibt es entsprechende Apps oder der Anwender greift ebenfalls über den Browser auf die FlashAir zu. Aktuell werden Apps für Android- und iOS-Geräte angeboten. Die Android-App zeigte bei uns jedoch keine Bildvorschau an. Wir hoffen, dass Toshiba hier noch nachbessert.

Toshiba FlashAir EinstellungenMit dem kostenlosen FlashAirTool lassen sich diverse Einstellungen vornehmen und die Firmware updaten. In den Netzwerkeinstellungen legen wir die SSID und das Passwort fest. Möchten wir nach dem Formatieren der Karte die Netzwerkeinstellungen beibehalten, können wir das in den Netzwerkeinstellungen ebenfalls festlegen. Mit dem „Internet Pass Thru Mode“ lässt sich die Karte ins heimische Netzwerk einbinden, damit wir am PC weiterhin das Internet über WLAN nutzen können und gleichzeitig Zugriff auf die FlashAir haben.

Toshiba FlashAir NetzwerkeinstellungenDer WLAN-Startmodus legt fest, wie das WLAN aktiviert werden soll. In der Regel schaltet es sich automatisch ein, sobald das Gerät, in dem die FlashAir steckt, eingeschaltet wird. Damit der Akku geschont wird, schaltet sich das WLAN nach fünf Minuten automatisch ab. In den Einstellungen können wir die Zeit auch auf eine, drei, zehn oder 30 Minuten festlegen. Alternativ lässt sich im manuellen Modus ein Bild festlegen, welches wir auf der Kamera entsperren müssen, damit das WLAN aktiviert wird. Sperren wir das Foto erneut, wird das WLAN deaktiviert. So lässt sich der Akku weiter schonen und das WLAN funkt nur, wenn es wirklich benötigt wird.

Toshiba FlashAir WLAN ModusLeistungstest

Wir haben die Geschwindigkeit der Karte mit einem 500 Megabyte großem Video und einer RAW-Datei, die eine Größe von 20 MB hatte, getestet. Die Toshiba FlashAir war in einer Canon EOS 550D eingesetzt. Als Rechner kam ein Ultrabook der Samsung Serie 9 zum Einsatz. Um das Video zu übertragen, brauchte die Karte 4,18 Minuten. Das Foto wurde in 5 Sekunden übertragen.

Mit dem ATTO Disk-Benchmark ermittelten wir die Schreib- und Lesegeschwindigkeiten. Hier erreichte die FlashAir 12,7 MB/s beim Lesen und 16,4 MB/s beim Schreiben. Zum Vergleich zogen wir eine microSD-Karte von Kingston heran. Letztendlich, erfüllt die FlashAir die Mindestvoraussetzungen, die die Geschwindigkeitsklasse 10 voraussetzt und arbeitet alle Aufgaben wacker ab.

Fazit

Die Toshiba FlashAir leistet genau das, was man von einer WLAN-fähigen SD-Karte erwartet. Die Einrichtung geht einfach und ohne Probleme vonstatten. Dank der Apps für Android- und iOS-Geräte ist der Zugriff über Smartphones oder Tablets ebenfalls kein Problem. Bei uns wurden in der Android-App allerdings keine Vorschaubilder angezeigt. Bilder werden über das WLAN zügig übertragen und auch die Lese- und Schreibgeschwindigkeiten über einen Kartenleser sind für diese Preisklasse als gut zu bezeichnen.  

Pro

  • zügige Übertragung über WLAN
  • einfache Einrichtung

Contra

  • keine Bildvorschau in der Android-App

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Niklas Ludwig

Niklas Ludwig

...ist stellvertretender Chefredakteur und zeichnet sich insbesondere für die Tests der Hardwarekategorie verantwortlich und füttert den APC-YouTube Kanal mit neuen Videos zu allerlei Produkten. Stehen keine größeren Hardwaretests an, widmet er sich Produkten der Consumer Electronics-Welt und fühlt neuen Lautsprechern, Kopfhörern oder mobilen Geräten auf den Zahn.

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