Test: SanDisk Extreme microSDXC Speicherkarte mit 256 GB

microSDXC-Karten mit A1 Spezifikation

Geschrieben von Niklas Ludwig am 17.07.2017.

SanDisk Extreme microSD A1 256 GB Startbild

Die SanDisk Extreme microSD UHS-I-Karte gehört zu den ersten Speicherkarten, die die neue A1-Spezifikation unterstützt. Dadurch sollen die Ladezeiten von Apps drastisch reduziert werden, wenn die Karte in einem Smartphone oder Tablet verwendet wird. Wir haben getestet, ob die Karte wirklich schneller als herkömmliche microSD-Karten ist.

Übersicht

Häufig stehen viele Smartphone-Nutzer nach längerer Nutzung vor dem Problem, dass der Speicherplatz zuneige geht. Besitzer eines Smartphones mit microSD-Kartenleser können das Problem einfach umgehen und den Speicherplatz mit einer microSD-Speicherkarte erweitern. Es lassen sich jedoch nicht nur Fotos, Videos und Musik auf die Speicherkarte auslagern, sondern auch Apps. Bisher bringt das Auslagern von Apps jedoch einen unerwünschten Nebeneffekt mit sich: Das Starten der Apps dauert meist deutlich länger, da microSD-Karten häufig langsamer sind als der interne Speicher des Smartphones.

Technische Daten

Modell

SanDisk Extreme microSDXC-Karten mit A1 Spezifikation

Formfaktor

microSDXC-Karte

microSDXC-Karte

microSDXC-Karte

microSDXC-Karte

Kapazität

32 GB

64 GB

128 GB

256 GB

Geschwindigkeit (Lesen / Schreiben)

90 / 60 MB/s

90 / 60 MB/s

90 / 60 MB/s

100 / 90 MB/s

Geschwindigkeitsklasse

C10, U3, V30

C10, U3, V30

C10, U3, V30

C10, U3

Unterstützte Standards

SD High Speed, UHS-I

SD High Speed, UHS-I

SD High Speed, UHS-I

SD High Speed, UHS-I

Gewicht

0,5 g

0,5 g

0,5 g

0,5 g

Preis

18,99 €

34,90 €

69,00 €

kA

Die A1-Spezifikation soll hingegen schnellere Start- und Ladevorgänge beim Öffnen von Apps, die sich auf der microSD-Karte befinden, ermöglichen. Erreicht wird dies unter anderem, indem die SanDisk Extreme microSD-Karte mehr Ein- und Ausgabeoperationen pro Sekunde (IOPS) bewältigen kann. Die Karte erreicht laut SanDisk 1.500 IOPS beim Lesen und 500 IOPS beim Schreiben. SanDisk bietet die schnelle Speicherkarte in Kapazitäten von 32 bis 256 Gigabyte an.

SanDisk Extreme microSD A1 256 GB

Allerdings erreicht, den technischen Spezifikationen nach, nur das Modell mit 256 GB bis zu 100 MB/s bei Lese- und 90 MB/s bei Schreibvorgängen. Unabhängig davon weisen alle Extreme-Speicherkarten die U3-Geschwindigkeitsklasse (zum Artikel: SD-Karten-Bezeichnungen) vor, die voraussetzt, dass die Karte schnell genug für 4K-Videoaufnahmen ist.

Leistungstest

Um die Transferraten der SanDisk Extreme microSD-Karte zu ermitteln, haben wir verschiedene Benchmarks am PC durchgeführt. Zudem haben wir sie in das Samsung Galaxy S8 eingesetzt und mit dem A1 SD Bench getestet.

Testsystem

  • Prozessor: Intel Core i7-7700K 4,2 GHz (Kaby Lake), Turbo Boost aktiv, Hyperthreading aktiviert
  • Mainboard: Asus ROG Maximus IX Hero
  • Kühler: Noctua NH-D15
  • Ram: 16 GB G.Skill Ripjaws V DDR4 2.400 MHz CL 15-15-15-35
  • Systemlaufwerk: Intel SSD 750 420 GB
  • Grafikkarte: KFA2 GTX 1070 HOF
  • Betriebssystem: Windows 10 Professional x64
  • Netzteil: be quiet Straight Power 1.000 Watt

Verwendete Tools

  • ATTO Disk Benchmark
  • Crystal Disk Mark

Die SanDisk Extreme microSD-Karte erreicht im Kartenlesegerät an unserem Testsystem nahezu die versprochenen Herstellerangaben von 100 MB/s lesen und 90 MB/s schreiben. Lediglich im AS SSD-Benchmark fallen die Ergebnisse minimal schlechter aus, liegen aber nach wie vor auf einem hohen Niveau. Wird die Speicherkarte in ein Smartphone eingelegt, fallen die Transferraten etwas schlechter aus.

Selbiges Phänomen konnten wir schon beim Test der Samsung EVO Plus microSD-Karte beobachten. Mit 62 MB/s (lesen) und 57 MB/s (schreiben) erreicht sie dennoch hohe Transferraten und führt bei den Schreibvorgängen das Testfeld an.

Viel interessanter ist natürlich die Beantwortung der Frage, ob die Speicherkarte die Ladezeiten von Apps verkürzen kann. Hierzu haben wir Asphalt 8 und Clash Royale auf einem Galaxy S8 installiert und die Ladezeit vom Starten bis zum Erreichen des Hauptmenüs gemessen. Tatsächlich fallen die Ladezeiten mit der SanDisk Extreme microSD-Karte kürzer aus als mit einer SanDisk Ultra microSD-Karte. Asphalt 8 benötigt zum Laden auf der A1-Speicherkarte nur rund vier Sekunden anstatt von beinahe 7 Sekunden. Bei Clash Royale fällt der Unterschied hingegen mit etwas weniger als einer Sekunde deutlich geringer aus. Der Geschwindigkeitsvorteil hängt somit auch von der App ab, die auf die microSD-Karte ausgelagert wird.

Fazit

Die SanDisk Extreme microSD-Karte mit A1-Spezifikation eignet sich gut, um den knappen Speicherplatz des Smartphones zu erweitern. Sie bietet flotte Transferraten und ist schnell genug für 4K-Videoaufnahmen. Werden Apps vom internen Speicher des Smartphones auf die Speicherkarte verschoben, fallen die Ladezeiten dank der A1-Spezifikation angenehm gering aus. Der Vorsprung gegenüber herkömmlichen Speicherkarten variiert allerdings und ist von der verwendeten App abhängig. Die SanDisk Extreme kostet in der Variante mit 128 GB Speicherplatz 69 Euro. Das von uns getestete Modell wurde zum Testzeitpunkt noch nicht gelistet.

SanDisk-Extreme-microSD-A1

ProContra
  • Apps laden schneller als auf herkömmlichen Speicherkarten
  •  -
  • schnelle sequenzielle Transferraten
 
  • SD-Adapter im Lieferumfang enthalten
 

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Niklas Ludwig

Niklas Ludwig

...ist stellvertretender Chefredakteur und zeichnet sich insbesondere für die Tests der Hardwarekategorie verantwortlich und füttert den APC-YouTube Kanal mit neuen Videos zu allerlei Produkten. Stehen keine größeren Hardwaretests an, widmet er sich Produkten der Consumer Electronics-Welt und fühlt neuen Lautsprechern, Kopfhörern oder mobilen Geräten auf den Zahn.

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