Test: Acer Switch Alpha 12

2-in-1-Tablet mit Intel Core i und lüfterfreien Kühllösung

Geschrieben von Robin Cromberg am 15.08.2016.

Acer Switch Alpha 12 Beitragsbild

Das 2-in-1 Acer Switch Alpha 12 erinnert optisch stark an die Geräte der Surface-Reihe und läuft wie diese unter Windows 10. Ein klares Alleinstellungsmerkmal soll Acers „Liquid Loop“-Lösung bieten, die sich dem verbauten Prozessor vom Typ Intel Core i ganz ohne Lüfter entgegenstellen soll. In unserem Test haben wir uns diesem und anderen Features angenommen und verraten euch, ob das Switch Alpha 12 mit der Konkurrenz von Microsoft mithalten kann.

 

Technische Daten

ProzessorIntel Core i5-6200U
GPUIntel HD-Graphics
Arbeitsspeicher4 GB LPDDR3
Interner Speicher, erweiterbar?
128 GB SSD
Display
12 Zoll, IPS
AuflösungQHD, 2.160 x 1.440 Bildpunkte
KonnektivitätWi-Fi 802.11ac, Bluetooth 4.0
Karten-SlotsmicroSD-Karte
KamerasHaupt: 5 MP
Front: 2 MP
Akku (austauschbar?)
4.870 mAh, fest verbaut
Betriebssystem
Windows 10 Home
Abmessungen292,1 x 201,4 x 9,5 mm
Gewicht922 g
Besonderheitenmitgeliefertes Tastaturdock, microSD-Kartenleser
FringerprintsensorNein
Quick-/Wireless-Charging
Nein
Anschlüsse1x USB 3.0, 1x USB 3.1 Typ-C, 1x 3,5-mm-Klinke
FarbenSilber
Preis
~800 Euro

Lieferumfang

  • Acer Switch Alpha 12
  • Tastaturdock
  • Netzteil

Acer Switch Alpha 12 Überblick

Design & Verarbeitung

Das 2-in-1-Gerät Acer Switch Alpha 12 bietet ein 12 Zoll messendes QHD-Display (2.160 x 1.440 Pixel), welches von einem besonders dünnen Gehäuserahmen, dafür jedoch etwas breiteren Bildschirmrahmen eingefasst wird. Die Rückseite nimmt eine große Platte aus gebürstetem Aluminium ein, die sich zwar im Gesamtgewicht niederschlägt, dem Gerät aber einen äußert hochwertigen Eindruck verleiht. Am unteren Ende der Rückseite ist ein stabiler Aluminium-Standfuß eingelassen, der sich stufenlos bis zu 165 Grad zurückklappen lässt und per Magnetverschluss fest an das Gehäuse schnappt, wenn wir ihn einmal nicht brauchen. Durch eine lange Gummiummantelung verrutscht dieser Metallständer zudem nicht so leicht und vermeidet Kratzer auf der Unterlage. Trotz Metallgehäuse liegt das Gewicht mit 922 Gramm noch im erträglichen Rahmen, bei angeschlossener Tastatur bringt das 2-in-1-Tablet rund 1.250 g auf die Waage und fällt uns auch unterwegs im Rucksack oder unterm Arm im wahrsten Sinne des Wortes nicht zur Last.

Acer Switch Alpha 12 StandfußAcer Switch Alpha 12 Anschlüsse

Der gummierte und magnetische Standfuß erlaubt vielfältige, stufenlose Ausrichtungsmöglichkeiten; In den rechten Gehäuserand sind die einzigen Anschlüsse, darunter ein USB-3.0- und ein USB-3.1-Typ-C-Slot eingelassen (re)

Acer hat die Bedienelemente, darunter eine Lautstärkewippe, ein Power-Button sowie eine Windows-Taste, auf dem linken Gehäuserand verteilt, während sich die Anschlüsse auf der gegenüberliegenden Seite befinden. Wie die Surface-Geräte von Microsoft besitzt das Acer Switch Alpha 12 einen vollwertigen USB-Anschluss (3.0) für Maus, Tastatur oder ähnliche Peripheriegeräte sowie USB-Speicherlösungen. Hinzu kommt ein USB 3.1 Typ C Anschluss, durch den sich das Alpha 12 auch mit aktuellen Typ-C-Geräten wie etwa dem LeEco Le Max 2 verbinden kann. Beim klassischen 3,5-mm-Kopfhöreranschluss stören wir uns ein wenig daran, dass dieser verhältnismäßig hoch gelegen ist und das Kopfhörerkabel so dazu tendiert, über der Tastatur zu hängen. Neben diesen frei liegenden Anschlüssen verbirgt sich unter dem ausklappbaren Standfuß zudem ein microSD-Kartenleser.  Das Acer Switch Alpha 12 ist sehr gut verarbeitet und vermittelt – nicht zuletzt wegen des schick umgesetzten Standfußes – einen äußerst hochwertigen Eindruck. Trotz des vollwertigen USB-Anschlusses wirkt das Gerät zudem keinesfalls zu wuchtig, das akzeptable Gewicht unterstützt diesen Eindruck.

Leistung & Bedienung

Obwohl das Acer Switch Alpha 12 keine von außen sichtbaren Lüfter aufweist, arbeitet im Inneren kein Core M Prozessor, sondern ein Intel Core i5-6200U, der deutlich mehr Leistung zu bieten hat. Dieser sorgt für flüssige Darstellungen im Alltagsbetrieb, dank Acers „Liquid Loop“-Flüssigkühllösung werden wir dabei zudem nicht vom Summen der Lüfter gestört. Bei Alltagsanwendungen, wie der Wiedergabe von YouTube-Videos, konnten wir nur eine geringfügige Wärmeentwicklung auf der Aluminium-Rückseite vermerken, die gemessene Höchsttemperatur von 46°C trat erst bei starker CPU-Auslastung unter diversen Benchmarks auf. Da das 2-in-1-Gerät bei aufwendigeren Rechenprozessen wohl ohnehin vorwiegend in Kombination von Standfuß und Tastatur genutzt wird, sollte diese Wärme für den Durchschnittsnutzer allerdings kaum ins Gewicht fallen. Die Akkulaufzeiten entsprechen dem Branchenstandard, unter leistungsintensiven Benchmarks und ähnlichem hält das Switch Alpha 12 etwa zwei bis drei Stunden durch, beim gemächlichen Surfen verdreifacht sich diese Laufzeit in etwa. In der Praxis zeigt sich die Rechenleistung des Core i5 in den gemessenen Benchmark-Ergebnissen: In fast allen Tests schlägt das Acer Switch Alpha 12 die Konkurrenz von Microsoft, Huawei und Samsung, teilweise um Längen. Einzig beim SSD-Test des CrystalDiskMark muss sich das Acer-Gerät geschlagen geben. Obwohl die Lesegeschwindigkeit mit durchschnittlich 492 MB/s noch vorne liegt, bricht die Leistung beim Schreiben mit rund 199 MB/s stark ein.

Das 12“-IPS-Display garantiert eine sehr hohe Blickwinkelstabilität und scharfe Darstellung dank QHD-Auflösung (2.160 x 1.440p). Wie für Touch-Geräte üblich, spiegelt das Display jedoch besonders stark. Hinzu kommt eine mäßig befriedigende maximale Helligkeit von rund 291 cd/m², wodurch wir uns im Freien schwertun, mehr als unser eigenes Spiegelbild zu erkennen. 

Acer Switch Alpha 12 Display Acer Switch Alpha 12 Kamera

Das Display bietet weite Betrachtungswinkel und eine hohe Auflösung, spiegelt jedoch stark (li); Die Kameraqualität entspricht dem Tablet-Standard (re)

Tolle Kameraqualität sollte man im Tablet-Bereich ohnehin nicht erwarten, auch das Acer Switch Alpha 12 stellt hier mit 2- und 5-Megapixel-Kameras keine Ausnahme dar. Die Bedienung des Acer Switch Alpha 12 geht angenehm von der Hand, da wir das Display in nahezu jedem erdenklichen Winkel aufstellen können und darüber hinaus die Tastatur wahlweise flach auf der Unterlage ausrichten oder per Magnet leicht angewinkelt aufrichten können. Die Tastatur selbst ist gut verarbeitet und robust, es gibt keine wackeligen Tasten und ein großes Touchpad für die Maus-Bedienung. Unser Testmodell kam ohne Tastenbeleuchtung aus, ebenso wie den optionalen Acer Active Pen, für den die Tastatur bereits eine Schlaufe als Halterung bietet. Bestimmte Modelle werden allerdings auch mit einer hintergrundbeleuchteten Tastatur ausgeliefert.

Fazit

Acer gelingt mit dem Switch Alpha 12 die elegante Kombination aus einer starken Intel Core i-CPU und einer lüfterlosen Flüssigkühlung. Die erreichte Leistung macht die geringfügige Wärmeentwicklung auf der Rückseite mehr als wett, zumal das 2-in-1-Gerät auch unter Volllast ohne röhrende Lüfter auskommt. Ein weiteres Plus sind die hochwertige Verarbeitung und das schicke Design, hierzu zählt auch die ansprechende wie praktische Lösung des gummierten Standfußes. Die Tastatur ist gelungen, allerdings wurde bei unserem Testmodell auf die beleuchtete Variante verzichtet, ebenso wie auf den optionalen Stylus. Der Preis für dieses Modell liegt bei rund 800 Euro, was bei der gebotenen Leistung und Qualität durchaus im akzeptablen Rahmen liegt.

Acer Switch Alpha 12 Award

ProContra
  • schickes Design und hochwertige Verarbeitung…
  • …Tastatur bei diesem Modell unbeleuchtet
  • IPS-Panel mit hoher Blickwinkelstabilität…
  • …könnte heller ausfallen und spiegelt stark
  • enorme Leistung…
  • … SSD schwächelt bei der Schreibgeschwindigkeit
  • lautlose „Liquid Loop“-Kühlung trotz Core i-Prozessor
 
  • gelungener Standfuß
 

 

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Robin Cromberg

Robin Cromberg

... studiert Asienwissenschaften an der Universität Bonn und ist als Redakteur hauptsächlich für das Ressort der Gaming-Peripherie von Allround-PC.com zuständig. Zwischen Roundup-Tests zu neuesten Gaming-Tastaturen und Co. testet er für APC außerdem Smartphones, Notebooks oder Gadgets wie Bluetooth-Speaker.

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