Test: GTX 560, 570, 580 & Radeon HD 7950, 7970

Geschrieben von Michael Freudel am 18.03.2012.

HIS Radeon HD7970 Test Startbild

Einmal mehr ist es an der Zeit, neue Grafikkarten einem Test zu unterziehen. Hierzu haben wir fünf aktuelle Kandidaten von Zotac, ASUS, HIS und Sapphire einmal genauer unter die Lupe genommen. Im folgenden Bericht erfahren Sie mehr über die Karten.






Überblick

Für den aktuellen Test haben wir fünf Kandidaten auf Herz und Nieren geprüft. Zum einen sind darunter zwei Karten mit Chips aus dem Hause AMD – die Sapphire Radeon HD 7950 und die HIS Radeon HD 7970. Zum anderen haben wir drei Karten mit Grafikprozessoren von nVidia getestet. In dieser Kategorie wären die Zotac GeForce GTX 560 TI OC, die ASUS GeForce GTX 570 DirectCU II und die Zotac GeForce GTX 580 amp2! zu nennen. Alle fünf Grafikkarten sind Microsoft DirectX11-kompatibel und versprechen größten Spielspaß. Auf den folgenden Seiten erfahren Sie mehr über die einzelnen Karten und welche Ergebnisse diese in unseren Tests erreicht haben. Im abschließenden Fazit wollen wir dann kurz auf die Ergebnisse eingehen und unseren aktuellen Favoriten bestimmen.

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Sapphire Radeon HD 7950 Zotac GTX560Ti OC

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HIS Radeon HD 7970 ASUS GTX570 DirectCU II

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Zotac GTX580amp2!

Sapphire Radeon HD 7950

Ohne jeglichen Namenszusatz klingt die HD 7950 erst einmal ein wenig durchschnittlich. Nach dem Auspacken sollte jedoch relativ schnell klar werden, dass mehr dahinter steckt. Angetrieben durch die frisch gelaunchten „Southern Island“ Chipsätze mit einem Rasterabstand von nur 28 nm, stehen sie hier zwar etwas außer Konkurrenz, da die gleichwertigen nVidia Kepler STX Chipsätze auf dem Markt noch nicht verfügbar sind. Wir wollen dennoch sowohl die akutellen AMD als auch nVidia Karten mit einbeziehen.

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In diesem Falle handelt es sich um den sogenannten Tahiti PRO Chip aus der Southern Island Serie. Wie auch das nächstgrößere Model HD 7970 verfügt die HD 7950 über 3 GB GDDR5 RAM und steht damit in Sachen Speicherplatz weit vor den aktuellen nVidia Karten. Ebenfalls voraus sind die AMD Grafikkarten in puncto Interface. Sie verfügen im Gegensatz zu den nVidia Karten im Test bereits über die neue PCI-Express 3.0 Schnittstelle. Diese verspricht eine höhere theoretische Datenrate zwischen Mainboard und Grafikkarte.

Die blaue Platine, auf der sämtliche Elektronik Platz findet, wird auf der vollen Länge von einem schwarz verkleideten Kühlkörper verdeckt. Oben auf teilen sich zwei Axiallüfter den Platz. Diese versorgen die darunterliegenden Kühlrippen mit Frischluft. Die von der GPU emittierte Wärme wird von drei 6-mm- und zwei 8-mm-Heatpipes zu den darüber liegenden Kühlrippen übertragen. Die zwei Slots hohe und 275 mm lange HD 7950 benötigt für den Betrieb, trotz der sparsamen 28-nm-Bauweise, zwei 6-polige PCIe Stromanschlüsse.

 

Selbstverständlich ist die Sapphire Radeon HD 7950 voll Stereo-3D kompatibel. Durch die AMD Eyefinity 2.0 Technologie ist es sogar möglich, mehrere 3D-Displys zu einem Cluster zu konfigurieren. Diese Technik verspricht auch zukünftigen Spieleinnovationen vollsten Raum für grafiktechnische Erweiterungen.

Lieferumfang

  • Grafikkarte
  • HDMI Kabel
  • HDMI zu DVI Adapter
  • Mini DP zu DP Adapter
  • 2x 4-pin-Molex zu 6-pin PCIe Stromadapter
  • DVI zu VGA Adapter
  • CrossFireX Bridge
  • Installations-CD
  • Schnellstartanleitung

Technische Daten

  • GPU: AMD Radeon HD 7950
  • Fertigung: 28 nm
  • Speicher: 3GB GDDR5
  • Takt (Kern): 900 MHz
  • Takt (Speicher): 5000 MHz
  • Takt (Shader): 900 Mhz
  • Speicheranbindung: 384 bit
  • Stream-Prozessoren: 1792
  • Interface: PCI-Express 3.0 x16
  • Maße: 115 x 42 x 175 mm (BxHxT)
  • Bauhöhe: 2 Slots
  • Anschlüsse: Dual-Link-DVI, HDMI 1.4a, 2x Mini-DisplayPort
  • Features: DirectX11.1, AMD CrossFireX, Shader Model 5.1, Direct Compute 11.1, OpenCL 1.2, AMD Eyefinity 2.0, Tessellation, HD3D, Enhaced UVD 3.0, APP

 

HIS Radeon HD7970

Als zweites und leistungsstärkstes AMD-Modell in unserem Test haben wir uns für die HIS Radeon HD 7970 entschieden. Das Flaggschiff aus dem Hause HIS punktet schon vor seinem ersten Einsatz mit einer extravaganten Optik.

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Eine schwarze Verkleidung mit roten Akzenten und einem roten Radiallüfter zieht sich über die gesamte braunschwarze Platine hinweg. Unter der Verkleidung befinden sich Kühlrippen, welche die emittierte Wärme der HD7970 GPU auf die hindurchströmende Luft übertragen. Die gesamte Grafikkarte ist sehr hochwertig verarbeitet und hinterlässt durch ihr glänzendes Finish einen bleibenden Eindruck. Die HD 7970 von HIS benötigt einen 8-poligen und einen 6-poligen PCIe-Stromanschluss, um ihre topakutelle 28-nm-Tahiti XT-GPU mit ausreichend Strom zu versorgen. Der Hersteller legt sogar einen Ständer bei, mithilfe dessen die Grafikkarte an ihrem frei schwebenden Punkt mit dem Gehäuse verbunden und somit fixiert werden kann.

Die HIS Radeon HD 7970 ist, wie auch die Schwesterversion HD 7950, voll Stereo-3D kompatibel. Mithilfe der Eyefinity 2.0 Technologie von AMD können an der HD 7970 bis zu vier 3D-Bildschirme zu einem Cluster geschaltet werden. Zwar gibt es noch nicht all zu viele Möglichkeiten diese Funktion im Bereich des Gamings zu nutzen, doch werden entsprechende Lösungen in der nächsten Zeit Einzug halten. Des Weiteren können Displays mit einer Auflösung von bis zu 4096 x 2160 Pixeln über die Mini-DP 1.2 Anschlüsse verwendet werden.

Lieferumfang

  • Grafikkarte
  • HDMI zu DVI Adapter
  • Mini DisplayPort zu DVI Adapter
  • DVI zu VGA Adapter
  • CF Bridge
  • Halterung
  • Installations-CD
  • Schnellstartanleitung

Technische Daten

  • GPU: AMD Radeon HD 7970
  • Fertigung: 28 nm
  • Speicher: 3GB GDDR5
  • Takt (Kern): 925 MHz
  • Takt (Speicher): 5500 MHz
  • Takt (Shader): 925 Mhz
  • Speicheranbindung: 384 bit
  • Stream-Prozessoren: 2048
  • Interface: PCI-Express 3.0 x16
  • Maße: 126 x 42 x 293 mm (BxHxT)
  • Bauhöhe: 2 Slots
  • Anschlüsse: Dual-Link-DVI, HDMI 1.4a, 2x Mini-DisplayPort 1.2
  • Features: DirectX11.1, AMD CrossFireX, Shader Model 5.1, Direct Compute 11.1, OpenCL 1.2, AMD Eyefinity 2.0, Tessellation, HD3D, Enhaced UVD 3.0, APP

 

Zotac GeForce GTX560 Ti OC

Zwar ist die GTX560 Ti CO das kleinste nVidia Modell in unserer Testreihe, sie ist jedoch nicht zu unterschätzen. Schon rein äußerlich beeindruckt der Kandidat.

 

 

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Ein mattschwarzer Käfig aus Metall umschließt die innen auf der Karte liegenden Kühllamellen. Dieser Käfig wird mittig für den Axiallüfter, welcher die Kühlrippen mit Frischluft versorgt, unterbrochen. Um diesen herum finden sich mehrere in das Metall eingelassene goldgelbe Meshgitter. Diese sorgen sowohl für eine auffällige Optik als auch für eine verbesserte Luftzirkulation. Ihr Energie bekommt die GTX560 Ti CO, wie gewöhnlich, über den PCIe-Slot und darüber hinaus von zwei 6-poligen PCIe-Stromanschlüssen. Versorgt wird damit der GF114 Chip unterhalb der Kühlung. Dieser ist mit 40 nm Rasterabstand gefertigt und benötigt damit mehr Platz und Strom bei gleicher Leistung, als eine gleichwertige 28-nm-GPU. Dies macht sich zwar nicht unbedingt in großem Maße bemerkbar, einen gewissen Faktor stellt es jedoch dar.

Ausgestattet mit nVidias PhysX Technologie, verspricht die GTX560 Ti OC fantastische Grafikeffekte und extrem realistische Physik in sämtlichen Spielen. Die 3D Vision Technologie ermöglicht es darüber hinaus 3D-Inhalte verschiedener Spiele und Anwendungen zu realisieren.

Lieferumfang

  • Grafikkarte
  • DVI zu VGA Adapter
  • Mini-HDMI zu HDMI Adapter
  • 2x 4-pin-Molex zu 6-pin-PCIe Stromadapter

Technische Daten

  • GPU: nVidia GeForce GTX560 (GF 114)
  • Fertigung: 40 nm
  • Speicher: 1 GB GDDR5
  • Takt (Kern): 850 MHz
  • Takt (Speicher): 4010 MHz
  • Takt (Shader): 1700 MHz
  • Speicheranbindung: 256 bit
  • Stream-Prozessoren: 384
  • Interface: PCI-Express 2.0 x16
  • Maße: 111 x 42 x 228 mm (BxHxT)
  • Bauhöhe: 2 Slots
  • Anschlüsse: 2x Dual-Link-DVI, Mini-HDMI
  • Features: DirectX11, nVidia Unified Architecture, nVidia 3D Vision Surround, SLI, nVidia PhysX, nVidia CUDA, nVidia PureVideo HD, HDMI 1.4a

Zotac GTX580 amp2!

Das Flagschiff der nVida Karten aus dem Hause Zotac ist die GTX580 amp2!. Eine von Haus aus übertaktete High-Performance-Karte, ebenfalls angetrieben durch einen GF110 Chip.

 

 

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Basierend auf demselben Chip, wie die GTX570, bring die GTX580amp2! frischen Wind ins Gehäuse. Mit 3 GB Grafikspeicher, einem Speichertakt von 4100 MHz und 512 Stream-Prozessoren bestreitet die GTX580amp2! das Feld der Top-Grafikkarten. Mit diesen technischen Werten liegt die GTX580amp2! zwar vor ihren Konkurrenten aus eigenem Hause, allerdings trotzdem ein wenig abgeschlagen hinter den aktuellen AMD Grafikkarten.

Optisch gesehen fällt die GTX580amp2! auch etwas aus dem Raster. Mit ihrem voluminösen Kühler aus dem Hause Zalman belegt diese ganz 3 PCI-Slots. Die zwei orangenen Axiallüfter, welche einen Großteil der Oberseite ausmachen, bringen so einiges an Luft zwischen die darunter liegenden Kühlrippen. Jene sind über kupferne Heatpipes mit dem GF110-Chip verbunden. Für den reibungslosen Betrieb benötigt die Grafikkarte einen 8-poligen und einen 6-poligen Stromanschluss. Quad-SLI fähig ist die GTX580amp2! ebenfalls, man sollte bei SLI-Anwendung jedoch darauf achten, ein äußerst leistungsstarkes Netzteil zu verbauen.

Lieferumfang

  • Grafikkarte
  • DVI zu VGA Adapter
  • Mini-HDMI zu HDMI Adapter
  • 2x 4-pin-Molex zu 6-pin-PCIe Stromadapter
  • 2x 6-pin-PCIe zu 1x 8-pin-PCIe Stromadapter

Technische Daten

  • GPU: nVidia GeForce GTX580 (GF 110)
  • Fertigung: 40 nm
  • Speicher: 1,536 GB GDDR5
  • Takt (Kern): 810 MHz
  • Takt (Speicher): 4100 MHz
  • Takt (Shader): 1630 MHz
  • Speicheranbindung: 384 bit
  • Stream-Prozessoren: 512
  • Interface: PCI-Express 2.1 x16
  • Maße: 111x64x26,7 (BxHxT)
  • Bauhöhe: 3 Slots
  • Anschlüsse: 2x Dual-Link-DVI, MiniHDMI
  • Features: DirectX11, nVidia Unified Architecture, nVidia 3D Vision Surround, SLI, nVidia PhysX, nVidia CUDA, nVidia PureVideo HD, HDMI 1.4a

Benchmarkergebnisse





Fazit

Anhand der Testergebnisse lässt sich relativ klar ausmachen, dass die aktuellen NVIDIA Grafikkarten im Großen und Ganzen den neuen Southern Islands Chips von AMD ziemlich klar unterliegen. In einzelnen Situationen kommen die NVIDIA Karten zwar noch gut mit, wie zum Beispiel im Spiel Crysis 2, bei 3D Mark wird jedoch sehr schnell klar, dass AMD ganze Arbeit geleistet hat.

Ein akzeptabler Energieverbrauch durch die neuen, im 28-nm-Raster gefertigten GPUs, viele zukunftssichere Anschlussmöglichkeiten, wie Displayport und HDMI 1.4a, eine herausragende Leistung und ein gelungener Aufbau machen die Sapphire Radeon HD 7950 zu unserem knappen Testsieger. Sie liegt zwar in den Ergebnissen hinter der HD 7970, ist jedoch im Betrieb wesentlich leiser als diese und legt bei einem niedrigerem Preis eine vergleichbare Leistung an den Tag. Es ist jedoch trotzdem zu beachten, dass in Preis-Leistungsrelation die NVIDIA Karten auch nicht schlecht da stehen. Derzeit ist auf jeden Fall klar, dass die AMD Karten die erste Wahl sind, was Performance betrifft. Inwiefern NVIDIA neue Kepler GTX Chipsätze im Verhältnis zu AMD’s Southern Islands abschneiden, können wir, wie bereits erwähnt, leider noch nicht testen.  Für Enthusiasten, die auf der Jagd nach jedem Bild pro Sekunde sind, geht aktuell jedenfalls kein Weg an der HD 7970 mit Southern Island Chip vorbei.

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