Test: Corsair H-Series Wasserkühlungen

Geschrieben von Niklas Ludwig am 27.03.2013.

Corsair Logo

Heutige High-End-Kühler erreichen zwar gute Temperaturwerte bei vergleichsweise leiser Geräuschentstehung. Eine gute Wasserkühlung kann die Kühlleistung konventioneller Kühler jedoch oft überbieten. Die Corsair H55, H60 und H80i Wasserkühlungen sollen durch ihre einfache Montage und ihr geschlossenes Kühlsystem, das niemals neu gefüllt werden muss, punkten. In unserem Test gehen wir etwas genauer auf die H80i ein. Da ihre zwei kleineren Schwestern sehr ähnlich vom Aufbau sind, werden diese nur beim Temperaturvergleich auftauchen.

 

Technische Daten Corsair H80i

  • Abmessungen des Kühlers: 120 x 152 x 38 mm
  • Abmessungen des Lüfters: 120 x 120 x 25 mm
  • Lüfterdrehzahl: 2.700 RPM
  • Luftstrom: 131 m³/h
  • Lärmpegel des Lüfters: 37,68 dBA
  • Statischer Druck des Lüfters: 4 mm/H20


Lieferumfang Corsair H80i

  • Corsair Hydro Series H80i Hochleistungs-Prozessorkühler mit Kühlmittel
  • Magnetische Montagehalterungen für eine Vielzahl von Plattformen und alle modernen Prozessorsockel
  • Zwei SP120L High Performance-Lüfter
  • USB-Kabel für Kompatibilität mit Corsair Link
  • Befestigungsschrauben für Lüfter und Kühler
  • Wärmeleitpaste (aufgetragen)
  • Schnellstartanleitung

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Design & Verarbeitung

Die Corsair H80i-Wasserkühlung ist eine geschlossene Wasserkühlung. Das bedeutet, dass ihre Kühlflüssigkeit nie ausgetauscht werden muss, wodurch sie, vom Abstauben des Lüfters abgesehen, wartungsfrei ist. Die Wasserkühlung ist komplett schwarz lackiert. Lediglich auf der Wasserpumpe sticht das weiße Corsair Logo hervor. Auch die Lüfter wurden weiß lackiert. Unterstützt werden die Sockel Intel LGA 1155, 1156, 1366 und 2011 sowie AMD AM2, AM3, FM1 und FM2. Zur Montage wird lediglich eine 120-mm-Lüfterbefestigung an der Rückseite des Gehäuses benötigt. Dort wird der Aluminium-Radiator mit den beiden 120-mm-Lüftern (bei den kleineren Modellen nur ein Lüfter) verschraubt, welche die warme Luft aus dem Gehäuse herausleiten.

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Der Kühlkörper aus Kupfer wird mit der bereits aufgetragenen Wärmeleitpaste auf der CPU montiert. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, das Corsair Link-Kabel mit einem USB-Header des Mainboards zu verbinden. In Kombination mit der Corsair Link Dashboard-Software lässt sich so die Kühlmitteltemperatur überwachen und die Kühlleistung regeln. Bei den Modellen H60 und H55 besteht diese Möglichkeit leider nicht. Insgesamt macht die H80i einen gut verarbeiteten Eindruck. Die Schläuche waren allesamt dicht, lassen sich aber dennoch relativ flexibel biegen und somit gut im Gehäuse verlegen. Von der Verarbeitung her gibt es absolut nichts zu bemängeln.

Kühlleistung

Wir haben die Kühlleistung mit unserem Sandy Bridge E Testsystem getestet. Details gibt es in unserer Testsystemübersicht. Dazu verwendeten wir das Programm CPU Burn. Mit diesem wurden alle Kerne des Prozessors ausgelastet, sodass die Prozessorauslastung bei 100 Prozent lag. Mit der Software Core-Temp wurde nach zehn Minuten die Temperatur ausgelesen. Als Referenzkühler ziehen wir den Noctua NH-C14 zum Vergleich heran.

Alle Kühler der H-Series konnten die Temperatur unter 65 Grad halten, was ein guter Wert ist. Die H80i kühlte die CPU im Idle auf 35 Grad Celsius herunter und unter Volllast betrug die Temperatur 55°C. Leider drehten die beiden Lüfter unter Volllast auf ganze 2100 rpm auf. Mit der mitgelieferten Software ließen sich die Lüfter in einen leiseren Modus versetzen. Die Temperatur stieg dann im Idle sowie unter Volllast um je 2 °C an, dafür gingen die Lüfter mit 1300 rpm deutlich ruhiger zur Sache, waren aber immer noch deutlich wahrzunehmen. Die Pumpe war hingegen kaum zu hören und ließ sich nur ausmachen, wenn das Ohr ans Testsystem gehalten wurde. Bei der Corsair H60 arbeiten sowohl Lüfter als auch Pumpe angenehm leise. Die Kühlleistung ist bei der H60 ebenfalls gut und liegt mit 42 und 61°C nur sieben bzw. sechs Grad über der, der H80i. Abschließend kam die H55 zum Einsatz. Ihre Kühlleistung liegt mit 44 Grad im Idle nur zwei Grad unter der, der H60, und wurde mit 64 Grad unter Volllast nur drei Grad wärmer als ihre größere Schwester. Insgesamt bewegt sie sich auf einem Niveau mit dem Noctua-Kühler. Der Lüfter arbeitete sehr leise, jedoch war die Pumpe deutlich wahrnehmbar. Insgesamt wusste die Kühlleistung aller Wasserkühlungen zu überzeugen. Leider erkauft sich die Corsair H80i ihre gute Kühlleistung durch laute Lüfter.

Fazit

Corsair liefert gute Wasserkühlungen zu einem fairen Preis ab, die selbst High-End-Systeme unter Volllast ausreichend kühlen. Besonders lobenswert sind die einfache und schnelle Montage sowie die gute Verarbeitungsqualität. Gefallen hat uns auch die Möglichkeit, die Kühlleistung per Software anpassen zu können (nur H80i). Das keine Wartungen anfallen ist ebenfalls positiv hervorzuheben. Etwas negativ fiel hingegen die H80i auf, da ihre zwei Lüfter in den Standardeinstellungen doch relativ laut sind. Die Corsair H80i ist aktuell (Stand 05.02.2013, 13:26 Uhr) zu einem Preis von circa 81 Euro beim Preisvergleich Geizhals erhältlich. Die H60 schlägt mit etwa 60 Euro zu Buche und die H55 kostet um die 54 Euro. Kundenfreundlich sind außerdem die fünf Jahre Garantie, die Corsair auf die Wasserkühlungen gibt.

Pro

  • schnelle und einfache Montage
  • Verarbeitungsqualität
  • Kühlleistung
  • fünf Jahre Garantie

Contra

  • Lüfter der H80i deutlich hörbar
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Niklas Ludwig

Niklas Ludwig

...ist stellvertretender Chefredakteur und zeichnet sich insbesondere für die Tests der Hardwarekategorie verantwortlich und füttert den APC-YouTube Kanal mit neuen Videos zu allerlei Produkten. Stehen keine größeren Hardwaretests an, widmet er sich Produkten der Consumer Electronics-Welt und fühlt neuen Lautsprechern, Kopfhörern oder mobilen Geräten auf den Zahn.

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