Test: Corsair Hydro Series H110i GT Kompaktwasserkühlung

Geschrieben von Niklas Ludwig am 19.03.2015.

Corsair H110i GT - Startbild

Damit auch der schnellste Prozessors stets einen kühlen Kopf behält, sollen ein 280-mm-Radiator, zwei 140-mm-Lüfter sowie eine leistungsstarke Pumpe der Corsair H110i GT zu einer überragenden Kühlleistung verhelfen. Über einen integrierten USB-Anschluss lassen sich zudem Pumpe sowie Lüfter digital auslesen und steuern. Was sich auf dem Papier gut liest, muss sich in der Praxis erst einmal behaupten. Grund genug für uns, unser Testsystem zu starten und Prozessor sowie Kompaktwasserkühlung zu Höchstleistungen anzutreiben.


Technische Daten

  • Kühlerabmessungen: 140 mm x 322 mm x 27 mm
  • Lüfterabmessungen: 140 mm x 25 mm
  • Lüftergeschwindigkeit: 2100 +/- 10 % RPM
  • Luftdurchsatz: 113 CFM
  • Statischer Druck des Lüfters: 3,99 mm-H2O
  • Geräuschpegel: 43 dB(A)

Lieferumfang

  • Corsair Hydro Series H110i GT
  • Montagekit für alle modernen CPU-Sockel
  • zwei SP140L 140-mm-Lüfter
  • USB-Kabel
  • Montageschrauben
  • Wärmeleitpaste (bereits aufgetragen)
  • Kurzanleitung

Corsair H110i GT - Verpackung Corsair H110i GT - Lieferumfang

Design & Verarbeitung

Am markantesten fällt zuerst der große 280-mm-Radiator auf, dessen Kühlfinnen aus Aluminium bestehen. Der Radiator ist komplett schwarz lackiert, ein auf beiden Seiten eingelassener anthrazitfarbener Zierstreifen sorgt für etwas Kontrast. Die Abmessungen betragen 140 x 322 x 27 Millimeter. Passende Vorrichtungen sorgen dafür, dass der Radiator zwei 140-mm-Lüfter aufnehmen kann. Corsair legt zwei passende Modelle mit ebenfalls anthrazitfarbenen Rotorblätter bei. Vom Radiator führen zwei flexible, ummantelte Kabel zur Pumpe ab, die ebenfalls schwarz gehalten sind und eine Länge von etwa 350 Millimetern aufweisen.

Corsair H110i GT - Unterseite Corsair H110i GT

Das Herzstück der Wasserkühlung ist sicherlich die Pumpe, auf der das Corsair Logo prangt, das im Betrieb weiß leuchtet. Von der Pumpe der Corsair H110i GT geht ein Kabelstrang ab, der die Kabel zum Verbinden der Lüfter, sowie zur Stromversorgung der Pumpe beinhaltet. An einer Seite der Pumpe befindet sich zudem ein USB-Anschluss. Über diesen können Pumpe und Lüfter digital ausgelesen und angepasst werden. Ganze Arbeit hat Corsair hinsichtlich der Verarbeitung geleistet. Die Wasserkühlung weist keinerlei scharfen Kanten auf und die Schläuche wirken äußerst solide. Auch die Übergänge von den Schläuchen zum Radiator und zur Pumpe sind makellos.

Montage

Idealerweise lässt sich eine gute Wasserkühlung ohne großen Aufwand montieren. Wir beschreiben den Vorgang anhand des Intel Sockels LGA 1150. Bei der Corsair H110i GT werden zuerst der Radiator und die Lüfter am Gehäusedeckel mit den beigelegten Schrauben befestigt. Im nächsten Schritt wird die Backplate auf der Rückseite des Mainboards befestigt, indem sie durch die dafür vorgesehenen Bohrungen gesteckt wird. Anschließend wird sie auf der Vorderseite des Mainboards mit den entsprechenden Abstandshaltern befestigt, die auch als Aufnahme für die Pumpe dienen.

corsair-wakue7 Corsair H110i GT - Lüfter

Damit die Pumpe montiert werden kann, muss eine Montagehalterung über die Pumpe gestülpt werden, mit der sie an den Abstandshaltern festgeschraubt wird. Zu guter Letzt werden alle Kabel verbunden. Je nachdem wie geübt der Nutzer ist, geht die Installation sehr schnell von der Hand. Selbst erstmaligen Nutzern einer Kompaktwasserkühlung dürfte das Montageprinzip schnell ins Blut übergehen.

Kühlleistung & Lautstärke

Leichte Montage? Check! Was uns jetzt interessiert ist natürlich die Kühlleistung und Lautstärkeentwicklung der Corsair H110i GT. Um diese zu ermitteln, wurden mit dem Programm CPU Burn-in alle Kerne des von uns verwendeten Intel Core i7-4790K ausgelastet. Die Auslastung des Prozessors lag dadurch für mehrere Stunden konstant bei 100 Prozent. Den Temperaturverlauf haben wir mit dem Programm Core Temp aufgezeichnet und einen Durchschnittswert ermittelt. Unser Testsystem setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

  • Prozessor: Intel Core i7-4790K 3,6 GHz (Haswell), Turbo Boost aktiv, Hyperthreading aktiviert
  • Mainboard: Asus ROG Maximus VII Hero
  • Kühler: Noctua NH-D15
  • Ram: 8 GB G.Skill DDR3 2400 MHz @ 1600 Mhz CL 11-11-11-28
  • Systemlaufwerk: 2x SanDisk Extreme Pro 480 GB Raid-0
  • Grafikkarte: Asus Strix GeForce GTX 970 OC
  • Betriebssystem: Windows 7 Ultimate x64
  • Netzteil: Corsair be quiet! Dark Power Pro 10 1.200W

Über die Corsair Link Software haben wir Pumpe und Lüfter jeweils im Quiet- sowie Performance-Modus laufen lassen. Zum Vergleich haben wir die etwas kleinere Fractal Design Kelvin S24 hinzugezogen, die nur einen 240 mm großen Radiator besitzt. Als Vergleichsmöglichkeit zu klassischen Luftkühlern kam der Noctua NH-D15 zum Einsatz.



Im Quiet-Modus sind Pumpe und Lüfter nahezu unhörbar und liefern trotzdem eine sehr gute Kühlleistung ab. 28 Grad Celsius haben wir im Idle-Modus gemessen, während es unter Volllast noch sehr gute 48 Grad Celsius sind. Wird der Performance-Modus aktiviert, fallen insbesondere die Lüfter unangenehm auf, da diese nahezu am Maximum arbeiten und über 1900 Umdrehungen pro Minute erreichen. Da die Temperaturen mit 27 (Idle) und 46 Grad Celsius (Volllast) unwesentlich besser ausfallen, lohnt sich die Nutzung des Performance-Modus kaum. Als nächstes wollten wir herausfinden, ob der 280-mm-Radiator sich eignet, die Corsair H110i GT passiv zu betreiben. Tatsächlich schaffte es die Wasserkühlung die Temperaturen noch in einem akzeptablen Rahmen zu halten. Kletterte die Temperatur im Quiet-Modus auf 70 Grad Celsius, so stieg sie im Performance-Modus nicht über 68 Grad.

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Fazit

Einfache Montage, leistungsstark, leise und dank digitaler Anbindung bequem per Software auslesbar und anpassbar. All diese Punkte zeichnen die Corsair H110i GT aus. Die starke Pumpe und der große 280-mm-Radiator bieten sogar genug Reserven, um den Prozessor komplett passiv zu kühlen. Hinsichtlich der Verarbeitung gibt es nichts zu beanstanden, hier hat Corsair ganze Arbeit geleistet. Die Corsair H110i GT kostet im Onlinehandel zum Veröffentlichungsdatum des Tests etwa 125 Euro, was angesichts der gebotenen Leistung ein fairer Preis ist.

Corsair H110i GT Award

Pro Contra
  •  gute Kühlleistung
 
  • leise Lüfter & Pumpe
 
  •  einwandfreie Verarbeitung
 
  •  einfache Montage
 
  •  digital auslesbar und steuerbar
 

 

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Niklas Ludwig

Niklas Ludwig

...ist stellvertretender Chefredakteur und zeichnet sich insbesondere für die Tests der Hardwarekategorie verantwortlich und füttert den APC-YouTube Kanal mit neuen Videos zu allerlei Produkten. Stehen keine größeren Hardwaretests an, widmet er sich Produkten der Consumer Electronics-Welt und fühlt neuen Lautsprechern, Kopfhörern oder mobilen Geräten auf den Zahn.

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