Test: Arctic Freezer i32 CPU-Kühler

Bewahrt Intel-Prozessoren vorm Hitzeschlag

Geschrieben von Niklas Ludwig am 18.06.2016.

Arctic Freezer i32

Mit dem Arctic Freezer i32 haben wir einen luftgekühlten CPU-Kühler im Test, der für Intels Sockel 2011(-3), 1150, 1151, 1155, 1156 konzipiert ist. Unser Test klärt, wie es um die Kühlleistung und Lautstärkeentwicklung des CPU-Kühlers bestellt ist.






Technische Daten

  • Lüfterdurchmesser: 120 mm
  • Lüftergeschwindigkeit: 0 – 1.350 RPM (PWM)
  • Luftdurchsatz: 74 CFM
  • Geräuschpegel: 0,3 Sone
  • Max. Kühlkapazität: 320 Watt
  • Kompatibilität:
    • Intel Sockel: 2011(-3), 1150, 1151, 1155, 1156
    • AMD Socket: nicht unterstützt
  • Preis:~26 Euro

Lieferumfang

  • Arctic Freezer i32
  • Montagekit für verschiedene Intel Sockel
  • ein 120-mm-Lüfter
  • Wärmeleitpaste
  • Anleitung

Design & Verarbeitung

Der Kühlkörper des Arctic Freezer i32 besteht aus feinen Aluminium-Lamellen und vier Kupfer-Heatpipes, die die Lamellen von zwei Seiten von unten nach oben hin durchziehen. Die Heatpipes sind am unteren Ende gebogen und abgeschliffen, sodass sie eine gerade Kontaktfläche zur CPU bilden. Der Kühlkörper misst mit Lüfter 123 x 150 x 95 Millimeter und bringt es auf ein Gewicht von 641 Gramm.

Arctic Freezer i32 - Kühler Frontansicht Arctic Freezer i32 - Unterseite

Die Lamellen des Kühlkörpers werden von Heatpipes durchzogen, die auf der Unterseite die Kontaktfläche zur CPU darstellen.

Beim Lüfter setzt Arctic auf ein 120-mm-Modell mit schwarzen Rahmen und weißen Rotortblättern. In der Mitte des Lüfters prangt das Arctic-Logo. Mittels zweier Metallklammern wird er an den Kühlkörper festgeklemmt. Der Lüfter dreht bis zu einer Drehzahl von maximal 1.350 Umdrehungen pro Minute. Sowohl der Lüfter als auch der Kühler sind einwandfrei verarbeitet und hinterlassen einen hochwertigen Eindruck.

Montage

Vor der eigentlichen Montage müssen die Montagevorrichtungen an den dafür vorgesehenen Positionen an der Unterseite des CPU-Kühlers verschraubt werden, was mittels zweier Schrauben geschieht. Anschließen müssen noch die zwei Metallklammern zur Befestigung des Lüfters in dafür vorgesehene Löcher gesteckt werden. Auf den Lüfter selbst müssen noch vier runde Abstandshalter aufgeklebt werden, die den Lüfter zudem entkoppeln. Im Gegensatz zu anderen CPU-Kühler, erfolgt das Auftragen der Wärmeleitpaste direkt auf dem Kühler und nicht auf der CPU.

Arctic Freezer i32 - Kühler Frontansicht Der 120-mm-Lüfter ist auch unter Last sehr ruhig und lässt sich kaum wahrnehmen.

Die mitgelieferte Backplate besitzt vier kleine, runde Klebestellen, die dafür sorgen sollen, dass sich die Backplate bei der Montage nicht direkt wieder von der Rückseite löst. Leider lösten sich die Klebepunkte beim Ablösen der Schutzfolie zum Teil mit ab, weshalb wir nicht drum herumgekommen sind, diese bei der Montage mit einer Hand zu fixieren. Anschließend wird der Kühler mit vier Schrauben mit der Backplate verschraubt und anschließend der Lüfter mit den Metallklammern festgeklemmt und an das Mainboard angeschlossen. Die Montage gestaltet sich dank der bebilderten Anleitung einfach und unkompliziert.

Kühlleistung & Lautsstärke

Artic gibt die maximale Kühlkapazität des Freezer i32 mit maximal 320 Watt an. Empfohlen wird der Lüfter für Prozessoren mit einer TDP von bis zu 150 Watt. Die Kühlleistung des CPU-Kühlers haben wir mit einem Intel Core i7-6700K getestet, dessen Kerne wir für mehrere Stunden zu 100 Prozent mit dem Tool CPU Burn-in ausgelastet haben. Der Temperaturverlauf wurde mit dem Programm Core Temp aufgezeichnet. Folgendes Testsystem kam zum Einsatz:

  • Prozessor: Intel Core i7-6700K 4,0 GHz (Skylake), Turbo Boost aktiv, Hyperthreading aktiviert
  • Mainboard: Asus Maximus VIII Extreme (ASMedia USB 3.1 Controller)
  • Kühler: Arctic Freezer i32
  • Ram: 16 GB G.Skill Ripjaws V DDR4 2.400 MHz CL 15-15-15-35
  • Systemlaufwerke: Intel SSD 750 420 GB & SanDisk Extreme Pro 480 GB
  • Grafikkarte: MSI Radeon R9 390X
  • Betriebssystem: Windows 10 Professional x64
  • Netzteil: be quiet Straight Power 1.000 Watt



Für einen Luftkühler kann sich die Kühlleistung des Arctic Freezer i32 sehen lassen. Im Leerlauf kühlt er den Prozessor auf 32 Grad Celsius herunter und ist fast unhörbar. Unter Last erwärmt sich die CPU dann auf maximal 58 °C, was ebenfalls ein sehr guter Wert für einen Luftkühler ist. Dabei fällt auf, dass der Lüfter auch unter Last angenehm leise ist.

Fazit

Der Arctic Freezer i32 ist ein sehr guter CPU-Kühler für Intel-Prozessoren. Die Verarbeitungsqualität sowie die einfache Montage haben uns im Test überzeugt. Lediglich die fragilen Klebestellen der Backplate würden wir in diesen Zusammenhang negativ werten. Des Weiteren zeichnet sich der Kühler durch seine sehr gute Kühlleistung bei angenehm leiser Lautstärkeentwicklung aus. Aktuell kostet der Arctic Freezer i32 rund 26 Euro, weshalb wir ihm unseren Preis-Leistungs-Awards verleihen.

Arctic Freezer i32 Award

Pro Contra
  • gute Kühlleistung
  • unpraktische Klebevorrichtung an der Backplate
  • sehr leiser Betrieb
 
  • sehr gute Verarbeitung
 
  • einfache Montage
 
  • Preis-Leistungsverhältnis
 

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Niklas Ludwig

Niklas Ludwig

...ist stellvertretender Chefredakteur und zeichnet sich insbesondere für die Tests der Hardwarekategorie verantwortlich und füttert den APC-YouTube Kanal mit neuen Videos zu allerlei Produkten. Stehen keine größeren Hardwaretests an, widmet er sich Produkten der Consumer Electronics-Welt und fühlt neuen Lautsprechern, Kopfhörern oder mobilen Geräten auf den Zahn.

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