ASUS Z370 Mainboards – ein Überblick

ASUS ROG Maximus X Hero, ROG Strix Z370-F Gaming & ROG Strix Z370-I Gaming

Geschrieben von Leonardo Ziaja am 01.12.2017.

Mit dem Kaby Lake Refresh hat Intel nun die 8. Generation an „Core i“-Prozessoren auf den Markt gebracht, passend dazu bietet ASUS eine Reihe an spannenden Gaming-Mainboards an. Wir wollen euch drei mögliche Kandidaten vorstellen und kurz auf die besten Features eingehen.

 

Die drei Modelle sind das ASUS ROG Maximus X Hero, das ASUS ROG Strix Z370-F Gaming sowie das ASUS ROG Strix Z370-I Gaming – drei Mainboards für Gamer mit unterschiedlichen Formfaktoren aber vielen Gemeinsamkeiten.

 

ASUS ROG Maximus X Hero

Mit dem Maximus X Hero hat ASUS ein sehr potentes Gaming-Mainboard im Angebot, das über viele Funktionen speziell für Gamer verfügt. Es zeigt sich im ATX Format und ist mit einem 1151 Sockel und dem Z370 Chipsatz für die aktuellsten Prozessoren von Intel ausgestattet. Dazu zählt beispielsweise auch der Intel Core i7-8700K – hierzu hatten wir bereits einen ersten Test mit diesem Duo.

ModellASUS ROG Maximus X Hero
Sockel & ChipsatzIntel 1151 für 8. Generation mit Intel Z370
FormfaktorATX
Arbeitsspeicher4x DIMM, max. 64 GB, bis zu DDR4-4133 (OC)
Erweiterungs-Slots
2x PCIe 3.0 x16 (x16 oder dual-x8) / 1x PCIe 3.0 x16 (x4 modus) / 3x PCIe 3.0/2.0 x1
Multi-GPU
2-Way Nvidia SLI oder 3-Way AMD CrossFireX
I/O-Ports1x DisplayPort / 1x HDMI / 1x LAN RJ45 / 2. USB 3.1 Gen2 TypeA + TypeC / 4x USB 3.1 Gen1 / 2x USB 2.0 / 1x optical S/PDIF out / 1x Clear CMOS Button / 1x USB BIOS Flashback Button / 5x Audio-Anschlüsse
Preis
ca. 190 Euro (Stand 13.11.2017)

Das Design der Platine baut auf einem schwarzen PCB auf. Einige Kunststoffabdeckungen und Kühlkörper aus gebürstetem Metall verfeinern den Gaming-Look, den ASUS bei diesen Boards schon länger verfolgt. Für Grafikkarten stehen drei PCIe-Erweiterungsslots zur Verfügung, zwei davon sind mit Metall verstärkt. Das Board verfügt über vier DIMM-Steckplätze für DDR4-Arbeitsspeicher, der durch Overclocking mit bis zu 4.133 MHz getaktet werden kann.

Für die Verwendung auf einem Benchtable besitzt das Maximus X Hero diverse Onboard-Buttons, dazu gehören beispielsweise der Power-, Reset-, MemOK- oder Clear CMOS-Button. Für den Einsatz von M.2-SSDs stellt ASUS zwei Slots zur Verfügung. Beide sind jeweils mit vier Lanes angebunden, einer der beiden Schnittstellen kann zudem durch eine Metallabdeckung gekühlt werden. Sehr vorteilhaft: Die I/O-Blende ist bereits angebracht, somit kann der Nutzer das Board direkt einbauen. Als Anschlüsse gibt es eine große Auswahl an USB-Ports, darunter auch USB 3.1 Gen2 Typ-C. WLAN ist leider nicht mit an Bord, dafür gibt es eine gesonderte WiFi-Variante des Mainboards.

Natürlich nicht fehlen darf die RGB-Beleuchtung ASUS AuraSync, die das Mainboard in drei Zonen beleuchtet. Weitere LED-Leuchtmittel können an den 4-pin RGB-Header installiert werden. Für HiFi-Liebhaber setzt ASUS in Form des SupremeFX S1220 Codec auf einen ES9023P HD DAC. Zusammen mit Sonic Studio III kann der Nutzer so ein hochwertiges Audio-Erlebnis genießen.

ASUS ROG Strix Z370-F Gaming

Sehr ähnlich, aber doch in etwas abgespeckter Form präsentiert sich das ASUS ROG Strix Z370-F Gaming. Es ist ebenfalls für Intels 8. Generation an Core-Prozessoren geeignet und kommt mit dem ein oder anderen spannenden Feature daher.

ModellASUS ROG Strix Z370-F Gaming
Sockel & ChipsatzIntel 1151 für 8. Generation mit Intel Z370
FormfaktorATX
Arbeitsspeicher4x DIMM, max. 64 GB, bis zu DDR4-4000 (OC)
Erweiterungs-Slots
2x PCIe 3.0 x16 (x16 oder dual-x8) / 1x PCIe 3.0 x16 (x4 modus) / 4x PCIe 3.0/2.0 x1
Multi-GPU
2-Way Nvidia SLI oder 3-Way AMD CrossFireX
I/O-Ports1x DVI-D / 1x DisplayPort / 1x HDMI / 1x LAN RJ45 / 2. USB 3.1 Gen2 TypeA + TypeC / 2x USB 3.1 Gen1 / 2x USB 2.0 / 1x optical S/PDIF out / 5x Audio-Anschlüsse
Preis
ca. 200 Euro (Stand 13.11.2017)

ASUS hat das Board ebenfalls mit einem schwarzen PCB ausgestattet, neben der Platine sind auch die Abdeckungen und Kühlkörper in schwarz gehalten. Etwas Farbe bekommt die Platine durch die bunte RGB-Beleuchtung ASUS AuraSync. Neben den bereits platzierten LEDs kann der Nutzer noch weitere Leuchtmittel über die 4pin-RGB-Header anstecken. ASUS hat hierfür drei weitere Anschlüsse auf der Platine vorgesehen Für Grafikkarten stehen drei PCIe-Steckplätze bereit, auch hier sind zwei davon durch Metall verstärkt. Der Arbeitsspeicher hat auch hier vier DIMM-Slots zur Verfügung, der Nutzer kann dabei auf bis zu 64 GB hochgehen und die Riegel mit bis zu 4000 MHz betreiben.

Für M.2-SSDs stehen zwei Steckplätze zur Verfügung, ASUS hat auch beim Z370-F Gaming einen Slot mit einer Kühlabdeckung platziert. Für Audio-Enthusiasten ist ein gesonderter Audio-Chip in Form des SupremeFX auf dem Board. Zur einfachen Fehlererkennung hat ASUS die sogenannten Q-LEDs verbaut, die den Status der Stromversorgung und Probleme mit CPU, GPU, Speicher oder den Laufwerken anzeigen. Der integrierte Netzwerk-Anschluss ist mit dem neuen Intel I219-V Chip verknüpft, der neben einer niedrigen CPU-Auslastung für einen hohen TCP- und UDP-Durchsatz sorgen soll. 

ASUS ROG Strix Z370-I Gaming

Etwas geschrumpft aber mit nahezu gleicher Ausstattung kommt das ASUS ROG Strix Z370-I Gaming daher. Es ist für Mini-PCs gedacht und somit im Mini-ITX Format gehalten, besitzt allerdings die Voraussetzungen um damit einen vollwertigen Gaming-PC einzurichten. Natürlich werden auch bei diesem Modell wieder die Intel Core Prozessoren der 8. Generation unterstüzt.

ModellASUS ROG Strix Z370-I Gaming
Sockel & ChipsatzIntel 1151 für 8. Generation mit Intel Z370
FormfaktorMini-ITX
Arbeitsspeicher2x DIMM, max. 32 GB, bis zu DDR4-4333 (OC)
Erweiterungs-Slots
1x PCIe 3.0 x16
Multi-GPU
2-Way Nvidia SLI oder 3-Way AMD CrossFireX
I/O-Ports1x DisplayPort / 1x HDMI / 1x LAN RJ45 / 4x USB 3.1 Gen1 / 4x USB 2.0 / 1x optical S/PDIF out / 5x Audio-Anschlüsse / 1x ASUS 2×2 Wi-Fi- & Bluetooth 4.2-Modul
Preis
ca. 200 Euro (Stand 13.11.2017)

Das Z370 Gaming-Mainboard im Mini-Format besitzt, wie schon die beiden vorherigen Modelle, ein schwarzes PCB – allerdings sind die Kühlkörper und Abdeckungen hierbei in Silber gehalten. Durch die kompakten Maße passte nicht dieselbe Konfiguration, wie beispielsweise die des Z370-F Gaming auf das Z370-I Gaming. Dadurch gibt es zum Beispiel nur zwei DIMM-Slots für DDR4-RAM, der Nutzer kann dabei maximal 32 GB einsetzen. Dafür ist allerdings ein Overclocking auf bis zu satte 4.333 MHz möglich. Für Grafikkarten steht ein PCIe-Slot inklusive Metall-Verstärkung zur Verfügung. Für Freunde von bunter Beleuchtung hat ASUS auch bei diesem Modell die RGB-Beleuchtung ASUS AuraSync integriert.

Audio-Enthusiasten werden ihren Gefallen am SupremeFX S1220A finden, der mit Sonic Studio III zusammenarbeitet. Das Anschlussspektrum ist breit gefächert, hervorzuheben ist auch hier der USB 3.1 Gen2 Typ-C Port. Eine schnelle Netzanbindung wird über Intel Gigabit Ethernet (I219-V), LANGuard GameFirst sowie 2×2 802.11ac WLAN mit MU-MIMO realisiert. Für M.2-SSDs stehen zwei Slots (1x Vorderseite inkl. Kühler, 1x Rückseite) zur Verfügung. Ebenfalls bei diesem Modell vorhanden: die Q-LEDs zur schnellen Fehlererkennung, die den Status der Stromversorgung und Probleme mit CPU, GPU, Speicher oder den Laufwerken anzeigen.

Zusatz-Features der Mainboards

ASUS hat bei allen drei Modellen ähnliche oder gleiche Zusatz-Features integriert, dazu zählen beispielsweise die 5-Wege-Optimierung oder ASUS ProClock. Diese sollen das Erlebnis mit dem Mainboard erweitern oder in folgenden Punkten verbessern:

  • Mit der 5-Wege-Optimierung hat ASUS schon seit einiger Zeit ein Tool in der Hand, mit dem der Nutzer durch einen Klick für eine bessere Kühlung und bessere Übertaktung sorgen kann. Das hauseigene Systemtuning optimiert das System in fünf wichtigen Punkten – Leistung, Effizienz, Kühlung, Spannungsregelung und die Pro-Kern-Performance.
  • Das sogenannte „Eiskalte Design“ ist eine umfangreiche Kühlungssteuerung, das über Fan Xpert 4 und das UEFI-Bios gesteuert wird. Je nach Mainboard gibt ist dieses Tool etwas ausführlicher, der Grundbaustein ist aber immer identisch. Die Grundfunktion stellt eine Übersicht mehrerer Temperaturquellen und dedizierte 4-pin PWM/DC-Lüfter-Stecker dar, bei den größeren Modellen kommen noch weitere Funktionen dazu. Das ROG Strix Z370-F und ROG Maximus X Hero haben zusätzlich noch eine mitgelieferte Lüftererweiterungskarte sowie einen Anschluss für eine AIO-Wakü-Pumpe.
  • Das Maximus X Hero besitzt sogar noch dedizierte Anschlüsse für eine Wasserkühlungspumpe, eine Smart-Protection gegen Überhitzung und Überspannung der Lüfteranschlüsse sowie zwei Ports zur Überwachung der Wasserströmung und des Wasser Ein-/Auslasses bei einer Wasserkühlung.

  • Mit DDR4 Overclocking haben die Boards eine Funktion zur Bewahrung der Signalintegrität an Bord. Damit soll die RAM-Performance stabiler und der Spielraum zum Overclocking verbessert werden. Ebenfalls zum OC’en gedacht ist das ASUS PRO Clock Design. Durch einen dedizierten Basistakt-Generator (der speziell für Intel CPUs der 8. Generation entwickelt wurde) soll das Übertakten stabiler verlaufen. ASUS möchte so beispielsweise die Dauer des Systemstarts reduzieren, für weniger Jitter unter extremen Bedingungen sorgen und die Stabilität erhöhen. Der Basistaktgeber (BCLK) arbeitet dabei mit der TPU zusammen – einem optimalen OC steht somit nichts mehr im Wege!

Fazit

ASUS hat mit diesen drei Modellen ein sehr spannendes Lineup an Gaming-Mainboards im Angebot, das für die neue Intel CPU Generation bereitsteht. Die Boards besitzen mit dem schwarzen PCB zwar ein ähnliches Design, allerdings unterscheiden sie sich durchaus durch die integrierten Features. Die wohl breiteste Ausstattung des Trios bietet das ASUS ROG Maximus X Hero, dieses Modell ist für professionellere Gamer oder Enthusiasten gedacht. Etwas abgespeckter aber immer noch gut ausgestattet und bereit für Gaming ist dagegen das ASUS ROG Strix Z370-F Gaming. Für die Gamer, die lieber auf ein kleineres Gehäuse setzen aber dennoch nicht auf die Funktionen der größeren Geschwister verzichten wollen, hat ASUS das ROG Strix Z370-I Gaming im Petto.

Preislich sind die Boards aktuell auf einem fast gleichen Niveau, sie rangieren bei um die 190-200 Euro. Die Platinen sind unter anderem bei Amazon.de verfügbar.

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Leonardo Ziaja

Leonardo Ziaja

.. studiert Wirtschaftsinformatik an der Universität zu Köln und ist bei Allround-PC.com neu im Team. Er ist für die Bereiche Smartphones und Gehäuse zuständig, testet aber auch andere Hardware-Neuheiten, wie z.B.: Tastaturen, Mainboards oder Notebooks.

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