Test: Fünf Gigahertz Gaming-Power auf dem Prüfstand

Geschrieben von Niklas Ludwig am 15.10.2013.

AMD-Logo neu

Nicht nur im Heimkino-Bereich wird durch die Verbreitung von Ultra HD-Inhalten und dazugehörigen Abspielgeräten die Auflösung immens steigen. Auch bei PC-Systemen werden größere Monitore und somit höhere Auflösungen populär. Bei vielen Gamern sind Full HD-Monitore der aktuelle Standard, doch langsam werden Monitore mit einer Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixeln (WQHD) und 27 Zoll Größe erschwinglich. Wir haben von AMD ein leistungsstarkes Testsystem erhalten, um herauszufinden, ob aktuelle Hardware schon in der Lage ist die Spiele der aktuellen Generation in WQHD-Auflösungen darzustellen und ob so das Spielen der nahen Zukunft aussehen wird.

Das AMD Testsystem

Das von AMD gestellte Testsystem von ATELCO hat es in sich: Als Prozessor setzt AMD auf den hauseigenen FX-9590, dessen acht Kerne mit 4,7 Gigahertz und im Turbomodus sogar mit satten 5 GHz takten. Da bei solchen Taktraten eine Menge Wärme entsteht und abgeführt werden muss, kühlt eine Corsair Hydro H 110 den Prozessor. Zur Zwischenspeicherung von Daten stehen den Komponenten 16 Gigabyte Arbeitsspeicher zur Verfügung.

AMD Testsystem - Ansicht AMD Testsystem - Prozessor

Genug Speicherplatz für das Betriebssystem und Spiele bietet eine 240 GB große Corsair Force GS SSD. Die grafischen Berechnungen übernimmt AMDs aktuelles Grafikkarten-Topmodell, die AMD Radeon HD 7990. In unserem Fall stammt das Modell von Sapphire und wartet mit zweimal drei Gigabyte GDDR5-Speicher auf. Die Grafikkarte setzt gleich auf zwei Tahiti XT2″-Grafikchips. Alle Spiele testeten wir mit maximalen Details und den jeweils höchstverfügbaren Kantenglättungsmodi. Die Auflösung betrug immer 2.560 x 1.140 Pixel. Als Hauptplatine setzt AMD auf das MSI 990FXA-GD80 Mainboard.

AMD FX Chip Piledriver-Aufbau

Komponenten

  • Mainboard: MSI 990FXA-GD80
  • Arbeitsspeicher: 16 GB Corsair Vengeance Pro 2400 C10
  • Prozessor: AMD FX-9590
  • Kühler: Corsair Hydro Series H110
  • Grafikkarte: Sapphire Radeon HD 7990 XT2, 2x 3 GB
  • Festplatte 1: Corsair Force GS 240 GB
  • Festplatte 2: WD Caviar Black 2 TB

Getestete Spiele

  • Bioshock Infinite Benchmark
    • DX 11 Ultra Details, 2.560 x 1.140 Pixel, FXAA deaktiviert
    • DX 11 Ultra Details, 2.560 x 1.140 Pixel, FXAA aktiviert
  • Crysis 3
    • Sehr hohe Details, 2.560 x 1.140 Pixel, MSAA & FXAA deaktiviert
    • Sehr hohe Details, 2.560 x 1.140 Pixel, FXAA aktiviert
    • Sehr hohe Details, 2.560 x 1.140 Pixel, 4xMSAA aktiviert
    • Sehr hohe Details, 2.560 x 1.140 Pixel, 8xMSAA aktiviert
  • Tomb Raider Benchmark
    • Ultra Details, 2.560 x 1.140 Pixel, FXAA
    • Ultra Details, 2.560 x 1.140 Pixel, 4xSSAA
  • Synthetische Benchmarks
    • 3DMark Fire Strike Extreme
    • PCMark 8 Work

Leistung & Eindruck

Die höhere Auflösung macht sich beim Spielen direkt bemerkbar. Das Bild wirkt insgesamt deutlich plastischer und Kanten flimmern weniger als bei geringeren Auflösung. Wer Wert auf ein gutes Bild legt setzt selbstverständlich auf Kantenglättung. Das AMD-Testsystem beweist, dass es unsere Spieleauswahl nicht nur in der hohen Auflösung von 2.560 x 1.440 Bildpunkten wiedergeben kann, es meistert sogar alle Titel mit aktivierter Kantenglättung!

Eine Referenz für aktuelle Ego-Shooter ist neben Battlefield 3 sicherlich Crysis 3. Wir testeten das Spiel mit der maximalen Detailstufe und wie alle anderen Spiele mit der Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixeln. Bei deaktivierter Kantenglättung erreicht das System einen guten Wert von 53,87 Bildern pro Sekunde (fps). Flüssiges Spielen ist somit garantiert. Doch wie sieht es bei aktivierter Bildverbesserung aus? Ist die Fast Approximate Anti-Aliasing-Kantenglättung (FXAA) eingeschaltet, steigt die Anzahl der Bilder pro Sekunde sogar und erreicht einen Wert von 59 fps. FXAA glättet die Kanten zwar recht gut, allerdings ist das Bild insgesamt etwas unschärfer. Qualitativ bessere Ergebnisse erhält man mit Multisampling Antialiasing (MSAA). Mit vierfacher MSAA-Kantenglättung schaffte das Testsystem respektable 42,56 fps. Die achtfache Kantenglättung verlangt dem System dann doch deutlich mehr Leistung ab: 32,86 fps sind zwar noch spielbar, es kommt zwischenzeitlich jedoch zu merklichen Einbrüchen der Framerate.




Im Tomb Raider Benchmark verlangt die Tress-FX-Technologie der Hardware alles ab. Diese ermöglicht eine extrem beeindruckende Darstellung der Haare von Lara Croft, indem sie jedes sichtbare Haar einzeln berechnet.  Dennoch schlägt sich das System wacker und kommt bei aktiviertem FXAA und maximalen Details auf sehr gute 70 Bilder pro Sekunde. Bei vierfachem Supersampling (SSAA) sind es noch gute 45 fps. Einem ungehinderten Spielegenuss steht somit nichts im Wege.




Der Bioshock Infinite Benchmark sieht äußerst schick und anspruchsvoll aus, konnte das AMD-System aber nicht wirklich ins Schwitzen bringen. 92,86 fps belegen, dass es Bioshock Infinite in der maximalen Detailstufe und aktiviertem FXAA locker wiedergeben kann.




Den synthetischen Benchmark-Parcours hat das System ebenfalls mit Bravour absolviert: Satte 5.779 Punkte im Fire Strike Extreme Test des 3DMark sprechen Bände! Die Werte im brandneuen PCMark 8 sind ebenfalls als sehr gut zu bezeichnen. So kommt das System auf 4044 Punkte im Work Test.




Das Testsystem von AMD zeigt, wie Spiele in naher Zukunft gespielt werden sollten – am besten in WQHD-Auflösung und mit aktivierten Bildverbesserungen!

Fazit

Höhere Auflösungen bringen einen deutlichen Vorteil. Mag der Unterschied zwischen 720p und 1080p im Heimkinobereich je nach Größe des Fernsehers und dem dazu eingehalten Sitzabstand teilweise nicht mehr auszumachen sein, so sitzt der Gamer in der Regel doch sehr nah am Bildschirm und kann Auflösungsunterschiede deutlicher wahrnehmen. Und in der Tat wirkt das Bild in WQHD-Auflösung deutlich plastischer und zieht den Spieler noch mehr ins Spielerlebnis hinein. Unser Testsystem von AMD zeigt, dass es mit heutiger Technik möglich ist, aktuelle und zukünftige Spiele in einer solch hohen Auflösung flüssig zu spielen. Da die Next-Gen Konsolen den meisten Spiele PCs jetzt schon unterlegen sind, viele Spiele aber von der Konsole portiert werden, dürften auch zukünftige Titel problemlos auf einem vergleichbaren Setup in WQHD-Auflösung laufen. Den AMD FX-9590 gibt es aktuell in der Boxed-Variante für circa 280 Euro und die Radeon HD 7990 für circa 600 Euro käuflich zu erwerben (Online Preisvergleich Geizhals, Stand 08.10.2013).

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Niklas Ludwig

Niklas Ludwig

...ist stellvertretender Chefredakteur und zeichnet sich insbesondere für die Tests der Hardwarekategorie verantwortlich und füttert den APC-YouTube Kanal mit neuen Videos zu allerlei Produkten. Stehen keine größeren Hardwaretests an, widmet er sich Produkten der Consumer Electronics-Welt und fühlt neuen Lautsprechern, Kopfhörern oder mobilen Geräten auf den Zahn.

Kommentare (4)

  • bluub

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    Die Auflösung betrug immer 2.560 x 1.140 Pixel

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  • bluub

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    1. sind da fehler drin
    2. steht nichts zu OS, ein Win8, Win7, Win8.1 vergleich wäre interessant gewesen
    3. vergleich zu Nutzung von intel cpu 4570 und 4960x

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  • bluub

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    4. welcher treiber wurde verwendet..
    aktueller treiber + beta treiber… +
    treiber von vor nem (halben) jahr

    Antworten

  • Niklas Ludwig

    Niklas Ludwig

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    Da sich der Artikel primär auf das Spieleerlebnis in WQHD konzentriert und dieses in den Mittelpunkt stellt, haben wir auf einen Vergleich mit anderen Prozessoren verzichtet, ebenso auf einen OS-Vergleich.

    Alle Tests fanden unter Windows 8 statt.

    Der Grafiktreiber war der Catalyst 13.9, bei allen anderen Treibern (Chipsatz etc.) war es die zum Zeitpunkt des Tests (Mitte/Ende September) aktuelle Version.

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