Wissen: Das kleine Einmaleins der Gaming-Mäuse

Geschrieben von Niklas Ludwig am 27.08.2012.

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Gaming-Peripherie Hersteller werben gerne mit den technischen Daten ihrer Nager. Dabei wissen die meisten Spieler gar nicht, was all diese Daten bedeuten und wie diese sich auf das Spielerlebnis auswirken. Daher haben wir für euch einen kleinen Guide geschrieben, der euch die wichtigsten Begriffe genauer erklärt.

Die dpi-Zahl: mehr als eine Marketing-Masche?

Die meisten Peripherie Hersteller werben mit dem dpi-Wert ihrer Mäuse. Doch was bedeutet dpi eigentlich? Ausgeschrieben bedeutet es dots per inch, also Punkte pro Zoll. Sie gibt die Auflösung und somit die Empfindlichkeit des Sensors an. Je höher der dpi-Wert, desto empfindlicher reagiert die Maus. Der Mauszeiger einer Maus mit hoher dpi-Zahl bewegt legt eine größere Strecke zurück als der einer Maus mit niedriger dpi-Zahl – und das bei derselben zurückgelegten Strecke auf dem Mousepad. Letztendlich lässt sich sagen, dass eine hohe dpi-Zahl definitiv eine Verbesserung darstellt. Beim Snipern, beispielsweise empfiehlt sich eine geringere Empfindlichkeit als bei einem Gefecht mit einem Sturmgewehr.

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Frames per Second: ist das nicht eine Messeinheit für Grafikkarten?

Optik- und Lasermäuse senden einen Lichtstrahl aus, der von der Unterlage zurück an den Sensor reflektiert wird. Daraus entsteht ein Bild im Sensor, anhand dessen er die Mausposition- und Geschwindigkeit errechnet. Die frames per second geben an, wie viele Bilder pro Sekunde der Sensor erhält. Aus einem höheren Wert resultiert letztendlich eine verbesserte Präzision.

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Maximale Geschwindigkeit (ips)

Die maximale Geschwindigkeit gibt an, wie schnell die Maus über das Mousepad bewegt werden kann, bevor der Sensor nicht mehr in der Lage ist die Bewegung zu erfassen und der Mauszeiger aussetzen würde. Der Wert wird in inches per second angegeben.

Maximale Beschleunigung

Bei der maximalen Beschleunigung handelt es sich um einen Wert, der angibt, welche Beschleunigung der Sensor aushält, bis er die Bewegung nicht mehr erfassen kann. Würde man eine Maus mit 20G über ein Mousepad bewegen, so würde das Zwanzigfache ihres Gewichts auf ihr lasten. Viele Maussensoren verkraften bereits Werte, die über 20G liegen, wobei natürlich fraglich ist, ob man eine Maus auf der Fläche eines Mousepads, jemals einer solchen Beschleunigung ausliefern kann.

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Polling-Rate

Ist eine Maus an einem Rechner angeschlossen, so fragt der Rechner immer wieder den Status der Maus ab und erfasst so alle Informationen, die von der Maus ausgehen. Die Häufigkeit dieser Abfrage wird über die Polling-Rate bestimmt. Doch ist eine hohe Polling-Rate automatisch besser? Erfolgt die Abfrage häufiger, so können Tastendrücke und Bewegungen der Maus schneller zum Rechner gelangen und dort weiterverarbeitet werden, was sich vor allem bei schnellen Reaktionen positiv auswirkt. Eine zu hohe Polling-Rate kann sich aber auch negativ auswirken, da das häufige Abfragen auch zu einer höheren Last führt. Das kann dazu führen, dass das System noch eine Abfrage abarbeitet obwohl die nächste schon längst anliegt.

Weitere Begriffe in Kurzform erläutert:

Babyskin – Auch Softtouch genannt: So nennt sich eine weiche Kunststoffbeschichtung, die sich oft auf Handballenauflagen der Mäuse befindet.

3D-Mausrad – Hiermit ist ein Mausrad gemeint, welches sich ebenfalls nach rechts und links neigen lässt.

Makro – Als Makro werden Bewegungsabläufe bezeichnet, welche sich beispielsweise mit der Software der Maus aufnehmen und durch das Drücken einer bestimmten taste abspielen lassen.

On-The-Fly-DPI-Change – Als On-The-Fly-DPI-Change wird das Wechseln der dpi-Zahl durch das Drücken einer weiteren Taste bezeichnet. Je höher die dpi, desto höher ist auch die Empfindlichkeit der Maus (siehe oben).

Gewichtsanpassung – Da jeder User andere Anforderungen an die Maus hat, lassen sich manche Mäuse eine kleine Box mit 5-g-Gewichten entnehmen. Somit lässt sich das Gewicht der Maus individuell an den Befdarf des Anwenders anpassen.

Treiber – Damit ist die Software gemeint, die es ermöglicht, die Maus zu individualisieren und konfigurieren. Den Treiber findet der Anwender meist im Lieferumfang oder auf der Homepage des Herstellers.

Doppelbelegung der Tasten – Manche Gaming-Mäuse haben eine Doppelbelegung der Tasten, was bedeutet, dass beim Drücken einer Taste alle weiteren Tasten eine zweite Funktion erhalten. Gerade bei Rollenspielen ist dies besonders nützlich.

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Schlusswort

Wir hoffen dieser kleine Überblick hilft euch beim Kauf eurer nächsten Maus. In vielen Fällen wisst ihr jetzt wahrscheinlich schon mehr als der Verkäufer der Maus. Wie immer gilt: Es lohnt sich nachzufragen und zu recherchieren und nicht immer nur blind irgendwelchen Marketingzahlen hinterher zu laufen.

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Niklas Ludwig

Niklas Ludwig

...ist stellvertretender Chefredakteur und zeichnet sich insbesondere für die Tests der Hardwarekategorie verantwortlich und füttert den APC-YouTube Kanal mit neuen Videos zu allerlei Produkten. Stehen keine größeren Hardwaretests an, widmet er sich Produkten der Consumer Electronics-Welt und fühlt neuen Lautsprechern, Kopfhörern oder mobilen Geräten auf den Zahn.

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