Wissen: Cloud Computing – Was ist das und welche Anbieter gibt es?

Geschrieben von Jan Koch am 26.01.2014.

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Viele Dienstleistungen im Internet lassen sich über kurz oder lang mit Cloud Computing in Verbindung bringen und viele von uns nutzen täglich Cloud-Dienste ohne noch darüber nachzudenken. Ob eigener Server, eine eigene Webseite im Internet oder aber das Speichern von Daten in der Dropbox – alle genannten Aktivitäten stehen beispielhaft für Cloud-Computing. Daher wollen wir euch in diesem Artikel erklären, was man unter Cloud Computing versteht und Beispiele für Cloud-Dienstleistungen nennen.

 

Was ist Cloud Computing?

Beim sogenannten Cloud-Computing wird versucht die auf Nutzerseite vorhandene Hard- und Software auf globale Systeme im Internet oder Intranet auszulagern. Somit befinden sich die Anwendungen nicht mehr auf der Seite des Benutzers, sondern auf irgendeinem Server (lokal oder im Internet). Der eigentliche Begriff Cloud Computing lässt sich aus mehreren Quellen ableiten, aber die gängigste ist das Netzwerkdiagramm. In einem Netzwerkdiagramm wird eine Wolke verwendet, um einen nicht näher spezifizierten Teil eines Netzwerks darzustellen.

Es gibt sowohl private Cloud-Computing Systeme, die innerhalb eines Intranets genutzt werden um gemeinsame Ressourcen für alle Mitarbeiter zur Verfügung zu stellen, als auch öffentliche Systeme, auf die wir uns im folgendem konzentrieren wollen:

Unterschiedliche Arten von Cloud-Computing

 Cloud Computing

(By Sam Johnston [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons)

Infrastructure as a Service (IAAS):

Bei dieser Art wird Computerhardware als virtualisierte Ressource angeboten. Dabei sind die Nutzer aber weiterhin für diese Computerhardware verantwortlich, d.h. diese müssen selbst für das Funktionieren der Hardware und der entsprechenden Software sorgen.

Beispiel

Die Webseite von allround-pc.com wird auf einem eigenen Rootserver in einem Rechenzentrum betrieben, das über eine sehr gute Anbindung zum Internet verfügt. In diesem Fall ist das Rechenzentrum für die Erreichbarkeit und Verbindung des Rootservers verantwortlich, aber nicht für dessen Funktion selbst. Das Austauschen von Hardware, Einspielen von Updates oder Installieren von neuer Software muss durch das APC-Team übernommen werden.

Platform as a Service (PAAS):

Diese Art von Cloud-Computing unterstützt das Nutzen von Programmierungs- und Laufzeitumgebungen. Auf diesen Umgebungen können Nutzer ihre eigenen Software-Anwendungen selbst ausführen oder ausführen lassen. Der Provider stellt die notwendige Hardware und Software zur Verfügung und gewährleistet den reibungslosen Betrieb.

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Beispiel:

Viele Anbieter im Internet bieten euch die Möglichkeit eine eigene Webseite im Internet zu veröffentlichen, auch wenn ihr keinen eigenen Server besitzt. Diese Anbieter versorgen euch mit einer eigenen Domain und Speicherplatz, den ihr für eure eigene Webseite nutzen könnt. Weiterhin sorgen diese dafür, dass der Server auf dem eure Webseite gespeichert wird, dass der Server immer erreichbar ist.

Software as a Service (SAAS):

Hierbei wird dem Nutzer die Möglichkeit geboten verschiedene Software-Sammlungen oder Anwendungsprogramme zu nutzen. Diese Art von Cloud-Computing wird auch als „Software bei Bedarf“ bezeichnet, weil hierbei in der Regel nicht das ganze Produkt erworben werden muss, sondern nur bei der Benutzung Gebühren anfallen können.

Beispiel:

Unter anderem gibt es hier Office 365 von Microsoft, welches viele der bekannten Office-Funktionalitäten online zur Verfügung stellt. Hiermit können Nutzer ihre Dokumente bequem von überall auf der Welt abrufen und bearbeiten.

Kostenlose Cloud-Speicherdienste

Nachdem wir zuvor die unterschiedlichen Arten von Cloud-Computing vorgestellt haben, wollen wir euch noch zwei kostenlose Cloud-Speicherdienste (Dropbox und Google Drive) vorstellen, mit denen ihr eure Daten kostenlos im Internet speichern könnt.

Dropbox LogoDropbox

Bei Dropbox kann man seine Daten von überall mit verschiedenen mobilen Geräten, über die eigene Webseite oder aber mit dem eigenen Computer abrufen, bearbeiten und speichern. Nach der Registrierung spendiert Dropbox euch 2GB Speicherplatz, der aber durch verschiedene kostenlose Aktionen erweitert werden kann. Alternativ gibt es einen kostenpflichtigen Account mit unterschiedlichen Tarifstufen. Die niedrigste Tarifstufe kostet 9,99 US-Dollar im Monat und enthält 100 GB Speicherplatz für die eigenen Daten.

 

 

Google Drive LogoGoogle Drive

Google stellt ebenfalls einen eigenen Cloud-Speicherdienst zur Verfügung, welcher ohne zusätzliche Registrierung mit dem eigenen Google-Konto aufgerufen werden kann. Insgesamt stehen 15 GB kostenloser Cloud-Speicherplatz zur Verfügung, allerdings muss dieser mit anderen Google-Diensten (GoogleMail und Google+) geteilt werden. Neben der Speicherung von Daten bietet Google einfache Programme zur Textverarbeitung, Tabellenkalkulation oder Präsentation kostenlos an. Wie bei Dropbox kann man seine eigenen Daten von überall mit seinen eigenen Geräten auch mobil erreichen. Wem der kostenlose Speicherplatz nicht ausreicht, kann zusätzlichen Speicherplatz bei Google erwerben. Die günstigste Tarifstufe kostet 4,99 -Dollar im Monat und enthält wie bei Dropbox ebenfalls 100 GB Speicherplatz für die eigenen Daten.

 

 

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Jan Koch

Jan Koch

... ist zur Zeit Azubi im Bereich Fachinformatik für Anwendungsentwicklung und bloggt in der Freizeit als neuster Redakteur bei Allround-PC.com. Neben dem Bloggen unternimmt er viel mit Freunden, macht Fotos und spielt auch gerne am Computer oder der Konsole.

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