Wissen: Windows XP wird eingestellt – alle Informationen für Umsteiger!

Geschrieben von Robert McHardy am 08.04.2014.

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Seit knapp 13 Jahren gibt es nun schon Windows XP von Microsoft. Nach dieser großen Zeitspanne hat sich Microsoft entschieden dem alten System nun ein Ende zu setzen. Ab dem 8. April werden keine neuen Sicherheits-Updates mehr entwickelt und angeboten. Des Weiteren stellt Microsoft den kompletten Support für Windows XP ein, sodass auch bei Fragen zu dem Betriebssystem keine Antworten mehr von Hersteller kommen werden. In diesem Artikel beschäftigen wir uns damit, was das für die Nutzer heißt.

Auf immerhin gut 30 Prozent aller Computer wird das altgebackene Betriebssystem noch genutzt. Dies bietet Anlass die entstehenden Fragen zu klären, wie und ob XP noch genutzt werden kann, welche Nachteile dadurch entstehen und wie der Umstieg auf ein neueres System zu bewältigen ist.

Kann Windows XP noch benutzt werden? Welche Nachteile bringt dies mit sich?

Ein Verfallsdatum für XP gibt es natürlich nicht, das bedeutet, auch wenn der Support eingestellt ist, kann das Betriebssystem trotzdem noch weiter genutzt werden. Microsoft selbst warnt den Nutzer via Pop-Up Meldung im System allerdings vor der weiteren Nutzung von XP. Die Nutzung von XP ist auch nur in bestimmten Fällen wirklich „gefährlich“. Wenn der Computer beispielsweise über keine Internetverbindung verfügt, dann besteht kein Handlungsbedarf. Anders sieht es bei Computern mit aktiver Verbindung in World Wide Web, hier können Angreifer den PC kompromittieren.

Windows XP DesktopDer Desktop unter Windows XP

Mit der Einstellung von Windows XP geht nämlich einher, dass keine neuen Sicherheits-Aktualisierungen von Microsoft angeboten werden. Entdecken Hacker eine neue Lücke im System, ist jeder Windows XP Rechner ihnen schutzlos ausgeliefert. Daran ändern auch Firewall und Virenscanner nichts. Durch den gekaperten PC können andere Systeme, die sich im selben Netzwerk (LAN) befinden, auch angegriffen werden.

Somit sind alle auf dem PC befindlichen Daten als unsicher zu erachten, was bei sensiblen Informationen gefährlich ist. Des Weiteren wird neue Hardware, wie zum Beispiel Drucker oder andere Peripherie, nicht unbedingt von dem alten System unterstützt, da die Hersteller vermutlich keinen Treiber für ein eingestelltes Betriebssystem bereitstellen werden. 

Umsteigen auf ein aktuelles System

Die Lösung ist denkbar einfach: Mit dem Umstieg auf eine aktuelle Windows-Version werden die Schwachstellen von XP beseitigt und zusätzlich stehen neue Features bereit. Vor dem Umstieg gibt es einige Dinge zu beachten. Als erstes sollte jeder Nutzer für sich selbst entscheiden, welches System als Nachfolger von XP auf die heimische Festplatte soll. Nutzer, die die gewohnte Optik mit dem klassischen Desktop bevorzugen, sollten sich für Windows 7 entscheiden.

Windows XP SystemsteuerungDie Systemsteuerung unter Windows XP

Wer auch der neuen Modern UI von Windows 8.1 in Kacheloptik nicht abgeneigt ist, sollte das neuste Microsoft Betriebssystem wählen. Windows 8.1 weist dabei einige Vorteile gegenüber der Version 7 auf, wie zum Beispiel bessere Leistung und das große Angebot an Apps. Als nächstes sollte überprüft werden, ob der eigene Computer überhaupt den Ansprüchen der neuen Betriebssysteme gerecht wird, die einen größeren Hardwarehunger als XP haben. Besonders die Angaben zu RAM, Prozessor und Grafikkarte sind dabei wichtig. Weniger versierte Nutzer können mithilfe der folgenden Befehle überprüfen, welche Hardware verbaut ist.

Windows 7 Systemanforderungen

Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um Windows 7 auf Ihrem PC auszuführen:

  • 1-GHz-Prozessor oder höher mit 32 Bit (x86) oder 64 Bit (x64)

  • 1 GB RAM (32-Bit) oder 2 GB RAM (64-Bit)

  • 16 GB verfügbarer Festplattenspeicher (32-Bit) oder 20 GB (64-Bit)

  • DirectX 9-Grafikgerät mit WDDM 1.0- oder höherem Treiber

Windows 8 Systemanforderungen

Ein PC muss zum Ausführen von Windows 8.1 folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Prozessor: 1 Gigahertz (GHz) oder schneller mit Unterstützung für PAE, NX und SSE2

  • RAM: 1 GB (32-Bit) oder 2 GB (64-Bit)

  • Festplattenspeicher: 16 GB (32-Bit) oder 20 GB (64-Bit)

  • Grafikkarte: Microsoft DirectX 9-Grafikkarte mit WDDM-Treiber

In der Windows Suche „cmd“ eingeben und das Programm öffnen und dort „dxdiag“ eingeben. Nun sollte sich ein Fenster öffnen. In diesem finden ihr unter verschiedenen Reitern die genauen Informationen zu eurer Hardware, die ihr mit mithilfe von Google mit den Anforderungen von Microsoft abgleichen könnt. Außerdem bietet Microsoft eine Webseite (Zur Webseite) an, die direkt ausgibt, ob der eigene Rechner schnell genug für Windows 7 oder Windows 8 ist.

Wenn der eigene Rechner schnell genug für ein neues Betriebssystem ist, stehen nun die Vorbereitungen für dessen Installation an. Zuallererst sollten wichtige Dokumente, Fotos usw. auf eine externe Festplatte oder einen USB Stick gesichert werden. Programme können  nicht gesichert werden. Wenn ihr diese unter dem neuen Betriebssystem weiter nutzen möchten, sollten die Aktivierungscodes separat gesichert werden.

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Danach kann die eigentliche Installation erfolgen. Hierfür müsst ihr euren PC herunterfahren und beim Starten eine (am unteren Bildschirmrand angezeigte) Tastenkombination drücken, um in das Boot-Menü zu gelangen. Hier solltet ihr zwischen verschiedenen Geräten auswählen können (Festplatte, Laufwerk, etc.). Dabei muss das CD-Laufwerk (Mögliche Bezeichnung ODD – Optical Disk Drive) ausgewählt werden, in das ihr vorher die Windows-CD einlegen müsst.

Der Computer startet nun die Installation von Windows, dabei müsst ihr lediglich den Anweisungen des Installations-Assistenten folgen. Wichtig ist, dass der Computer während der Installation nicht heruntergefahren oder die Installation manuell abgebrochen wird. Außerdem sind nach der Formatierung der Festplatte, die vor dem Installieren vorgenommen wird, alle darauf befindlichen Daten gelöscht.

Hier noch einmal eine kurze Checkliste, was ihr alles beachten solltet:

  • Computer auf Tauglichkeit für neues Betriebssystem testen
  • Alle wichtigen Daten sichern
  • Windows Installationsmedium ins Laufwerk einlegen
  • Rechner neu starten und im Bootmenü das Laufwerk auswählen
  • Den Anforderungen des Installationsassistenten folgen

Fazit

Der Umstieg von Windows XP auf ein aktuelles Betriebssystem ist alles andere als ein Hexenwerk und geht in weniger als zwei Stunden von der Hand. Dafür steht am Ende ein schnelles, einfaches und vor allem sicheres Betriebssystem zur Verfügung. Auch eingefleischte XP- und weniger technikaffine Nutzer werden mit einer neuen Windows Version keine Probleme haben. In unseren Augen ist nun der Zeitpunkt gekommen, an dem wirklich jeder Nutzer auf Windows 7 oder 8.1 upgraden sollte, um Windows XP endlich in seinen verdienten Ruhestand schicken.

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Robert McHardy

hat von Juni 2013 bis September 2014 Artikel für Allround-PC verfasst.

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