Wissen: Was ist ein Convertible?

Wir erklären euch, was Convertible Computer (2-in-1) von normalen Notebooks und Tablets unterscheidet

Geschrieben von Nils Waldmann am 24.06.2015.

Acer Aspire Switch 12 Startbild

Wer heute in den Elektronikfachmarkt geht, um sich nach einem neuen Notebook umzusehen, läuft ihr über den Weg: Der neue Geräteklasse der Convertibles. Wir zeigen euch, was sich hinter diesem Sammelbegriff versteckt und wie ein Convertible auch euern Alltag bereichern kann.

Überblick

Convertible ist der englische Begriff für „verwandelbar“. Unter einem Convertible-Computer versteht man einen Hybriden aus Laptop und Tablet, der meist durch einen Klappmechanismus von dem einen in den anderen Gerätetyp umgewandelt werden kann. Genau solche Alleskönner erfreuen sich gerade immer größerer Beliebtheit. Dabei ist die Idee gar nicht so neu, wurde aber aufgrund der leistungsfähigen und immer kleiner werdenden Hardware von der Industrie neu entdeckt. Als Urgestein der Geräteklasse Convertible könnte man wohl die Tablet-Versionen der Thinkpads von IBM/Lenovo bezeichnen, die vor allem Anwendern im geschäftlichen Umfeld seit vielen Jahren die Möglichkeit geben, Eingaben über die Tastatur und Maus oder über einen digitalen Stift (Digitzer) zu tätigen.

Begrifflichkeiten

Die Geräteklasse der Convertibles (auch in einigen Fällen 2-in-1 genannt) wird dabei oft als Sammelbegriff für eigentlich verschiedene Arten von mobilen Computern genutzt, um sie von reinen Laptops und reinen Tablets abzugrenzen. Konkreter kann man die praktischen Hybrid-Computer noch in die Unterkategorien der der Netvertibles und Detachables unterteilen. Erstere Subkategorie umfasst alle Geräte, die über einen Umwandlungsmechanismus verfügen und von der Größe her den Netbooks- oder Subnotebooks zuzuordnen sind. Unter dem Begriff Detachable versteht man einen mobilen Computer, bei dem sich Bildschirm (zusammen mit der Hardware) vollständig von der Tastatur trennen lassen. Die Haupteinheit kann dann ganz einfach als Tablet-Computer genutzt werden. Ein prominentes Beispiel für ein Detachable ist die Surface Serie von Microsoft.Surface 3 Stylus

Das Microsoft Surface 3 Detachable mit Touch und Stifteingabe.

Allen Convertibles gemein ist zumeist die Tatsache, dass anstatt von relativ schwacher Hardware aus Tablet-Computern vollständige und meist deutlich leistungsfähigere Notebook-Hardware zum Einsatz kommt. In Sachen Betriebssystem ist dies nicht ganz so klar. Setzen viele der größeren Geräte weiterhin auf eine Windows-Umgebung, sind vor allem Detachables nicht selten mit Android Betriebssystem ausgestattet. Aber auch hier gibt es verschiedensten Mischformen.

Bedienung eines Convertible

Der große Vorteil eines Convertible-Computers ist seine Vielseitigkeit. Kann ein normales Notebook zumeist nur über Maus und Tastatur, teilweise auch über Touch-Eingaben gesteuert werden, bieten Convertibles den extra Komfort, den Bildschirm vollständig umzuklappen und das Gerät so in ein Tablet zu verwandeln. Als Eingabemethode stehen dann Multi-Touch direkt auf dem Display und in einigen Fällen auch die Eingabe über Digitizer-Stifte zur Verfügung. Während Touch eine tolle Methode darstellt, schnell durch das Betriebssystem zu navigieren und Apps zu bedienen, spielen Digitizer ihre Stärken immer dann aus, wenn das Convertible zum Erstellen von handschriftlichen Notizen oder Zeichnungen verwendet werden soll.

Da das Display bei einem Convertible im Tablet-Modus zumeist umgeklappt oder umgedreht wird, steht die Eingabe per Tastatur oder Touch-Pad in den meisten Fällen in dieser Situation nicht zur Verfügung.

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Die Verwandlung

Die Hersteller von Convertibles lassen sich dabei immer neue Kniffe einfallen. Wurde bei den ersten Convertibles das Display einfach vollständig umgeklappt und um 180 Grad gedreht, so lässt sich der Monitor bei aktuellen Geräten in verschiedensten Positionen positionieren, um für jede Lebenslage eine angenehme Arbeitsposition zu finden. Man spricht in diesem Fall oft von sogenannten X-in-1-Convertibles. Diese Geräte lassen sich also auf verschiedenste Arten verwandeln. Ein gutes Beispiel hierfür ist das Acer Aspire Switch 12, welches genau genommen ein sehr flexibles Convertible darstellt, bei dem zusätzlich das Tastaturmodul, wie bei einem Detachable abgenommen werden kann.

Acer Switch 12 - Notebook-Modus Acer Switch 12 - Rückseite

 

Das Acer Aspire Switch 12 lässt sich in alle mögliche Formen verwandeln – auch die Tastatur kann abgenommen werden.

Folgendes Video zeigt das Acer Aspire Switch 12 im Detail

Wann lohnt die Anschaffung eines Convertibles?

Die Formwandler-Computer ersetzen herkömmliche Notebooks vor allem in den Bereichen, in denen die herkömmliche Art der Bedienung mit Maus und Tastatur auf Dauer unkomfortabel wird. Hat man beispielsweise vor, mit einem neuen Notebook hauptsächlich im Internet zu surfen und erwischt sich dabei oft auf der Couch oder im Bett, so macht die Anschaffung eines Hybridgerätes durchaus Sinn. Die Bedienung über Touch im Tablet-Modus ist vor allem in relaxter Position auf dem heimischen Sofa oft deutlich angenehmer, als auf einen dauerhaft angewinkelten Monitor mit Tastatur- und Mauseingabe angewiesen zu sein.

Liegt der Fokus hingegen eher auf Gaming und das Gerät wird nur selten von seiner festen Position bewegt, so ist man aktuell aufgrund der immer noch leistungsfähigeren Hardware im Bereich der mobilen Grafikkarten mit einem Gaming-Notebook im klassischen Laptop-Design besser beraten.MSI GT72-2Q Dominator Pro offen

Das MSI GT72 2QE Dominator Pro lässt sich durchseine eher wuchtige Baumform schnell als Gaming-Notebook ohne Convertible-Funktion identifizieren.

In Sachen Konnektivität stehen Convertibles normalen Geräten hingegen in nichts nach, ganz im Gegenteil. Durch die Tablet-Gene sind nicht selten Modelle mit SIM-Karten-Slot und LTE-Modem anzutreffen, was die Convertibles auch unterwegs zu einem soliden Begleiter macht. Natürlich kann man auch Notebooks finden, die diese Funktion aufweisen, ist dann aber preislich oftmals schon in der oberen Preisklasse unterwegs.

Anbei eine kleine Übersicht an Convertibles bzw 2-in-1-Geräten, die wir bereits für Euch getestet haben:

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Nils Waldmann

Nils Waldmann

...ist seit über 10 Jahren bei Allround-PC.com und als Redakteur und technischer Leiter tätig. In seiner Freizeit bastelt und konstruiert Nils gerne flugfähige Modelle oder fotografiert und filmt auf Motorsportevents. Im "echten Leben" studierter Wirtschaftsingenieur und Qualitätsmanager.

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