Apple Event: iPhone 6s, iPad Pro und Apple TV

Ganz Neues und neugemachtes aus dem Hause Apple

Geschrieben von Eva L. López am 09.09.2015.

Apple Logo

Tim Cook versprach zu Beginn des Apple-Events in San Francisco Neues für eine Reihe an Produkte – und hielt dieses ein. Besonders viel Zeit nahm sich das Unternehmen aus Cupertino, um das iPad Pro vorzustellen, der heimliche Star des Abends neben dem iPhone 6s. Auch Apple Watch und insbesondere Apple TV haben einen Neuanstrich bekommen.

Während es zur Existenz des iPad Pro und neuen Apple TV zwar Gerüchte gab, konnte man sich sicher sein, dass Apple das iPhone 6s vorstellt. Spekuliert wurde auch, dass Apple das iPhone 6s mit der bereits aus Apple Watch bekannten Force Touch-Technologie ausstattet. Dies ist in der Tat der Fall, die Technologie wird allerdings 3D Touch genannt. Dahinter steckt die Idee, dass das Retina-Display den Eingabedruck erkennt und je nach Druckstärke verschiedene Aktionen ausführt. Konkret bedeutet dies, dass beispielsweise das Anzeigen aller offenen Apps nicht mehr allein durch das doppelte Drücken des Homebuttons aufgerufen wird, sondern alternativ durch 3D Touch. Zudem soll der Nutzer während dem Benutzen einer App, Einsicht in eine andere App bekommen, ohne diese öffnen zu müssen. So kann man sich beispielsweise die Adresse aus einer Email auf der Karten-App anzeigen lassen, ohne die Email-App zu verlassen.

 Apple iPhone 6s 3D Touch

Scheinbar App in der App: 3d Touch macht es möglich

Das iPhone 6s besitzt einen 5,2-Zoll-Bildschirm, das iPhone 6s Plus bekommt ein 5,5 Zoll großes Display spendiert. Beide Smartphones greifen auf den neuen Prozessor A9 zurück, der auf eine 64-Bit-Architektur basiert und bis zu 80 Prozent mehr Leistung im Vergleich zum Vorgängermodell haben soll – wie immer sind solche hauseigenen Zahlen mit Vorsicht zu genießen.

Apple iPhone 6s und iPhone 6s Plus

Das Design gleicht den direktem Vorgängermodel. Das iPhone 6s gibt es allerdings auch in Rosé-Gold

Was wäre ein Smartphone ohne Kamera? Auch hier hat Apple aufgerüstet: Statt zuletzt acht Megapixeln haben die beiden neuen Modelle eine 12-Megapixel-Kamera spendiert bekommen. Die sogenannte Selfie-Kameras wurden zudem auf 5 Megapixel aufgestockt – vorher waren es „nur“ 1.2. Interessant sind besonders zwei Features: Zum einen bekommt die Frontkamera eine Blitzfunktion, die mit der Helligkeit des Retina-Displays arbeitet. Zudem wurde die Funktion Live Photos eingeführt. In der Kamera-App lässt sich diese einfach ein- und ausschalten, eingeschaltet schießt sie von dem Motiv wenige Sekunden vor und nach dem eigentlichen Auslösen Fotos, sodass ein Video entsteht, das selbst mit Sound funktioniert. Beim Antippen des eigentlichen Fotos wird der mini-Film abgespielt. Apropos Film: Die neuen 6s-Modelle erlauben das Aufnehmen von Videos in 4k. Das iPhone 6s und iPhone 6s Plus können ab kommenden Samstag vorbestellt und sollen ab dem 25. September ausgeliefert werden. Der Preis für Deutschland ist noch nicht bekannt.

Photoshop App iPad Pro Apple iPad Pro Pencil

 Optisch gleicht das iPad Pro seinen Vorgängern, ist mit 12,9 Zoll allerdings deutlich größer 

Ein wenig ungläubig reagierten die Zuschauer, als ein Microsoft-Mitarbeiter während des Apple-Events auf die Bühne gebeten wurde. Anlass dafür war das iPad Pro. Wie Office darauf aussieht und funktioniert ist allerdings nur eines von vielen Features, die das Tablet bietet. Das iPad Pro besitzt einen 12,9-Zoll großen Retina-Bildschirm, der 2.732 x 2.048 Bildpunkte besitzt. Allein von der Größe her, kann es somit locker mit den kleinsten MacBook-Modellen aufnehmen. Auch hier gilt, dass die Performance zum direkten Vorgängermodell, dem iPad Air 2, deutlich um das 1,2-fache Prozent gestiegen sein soll. Auch hier sei das vor allem dem neuen Prozessor A9X geschuldet. Das iPad Pro besitzt an jeder Ecke einen Lautsprecher, es lassen sich 4K Videos darauf schneiden und es kann um einen Stylus, genannt Apple Pencil, ergänzt werden. Neben Microsoft hat auch Adobe die umfangreiche Nutzung des Tablets gezeigt. Dafür hat der Konzern unter anderem eine App entwickelt, die auf die Funktion Face Detection zurückgreifen kann, sodass aus einem traurig aussehenden Mund ein Lächeln gezaubert wird. Apple spricht mit dem iPad Pro ganz klar den Bereich Business an, unterstreicht aber auch die künstlerischen Funktionen. Das iPad Pro kostet je nach Modell zwischen 800 und 1.080 US-Dollar.

Apple TV Siri Apple TV mit Fernbedienung

Apple TV bekommt eine neue Fernbedienung. Ansonsten stehen alle Zeichen auf Siri und Apps

Einen kompletten Neuanstrich hat Apple TV bekommen, angefangen mit tvOS. Mit dem neuen Betriebssystem kommt auch eine für Apple TV neue Designsprache daher. Apple TV konnte zuletzt mit seinen direkten Konkurrenten, wie dem Amazon Fire TV, nicht mithalten. Mit dem Update könnte sich das ändern. Das Design wirkt auf den ersten Blick benutzerfreundlich und sollte vor allem für iOS-Nutzer intuitiv zu bedienen sein. Das Unternehmen aus Cupertino setzt auf volle Integration von Apps, wozu zum einen kostenpflichtige Dienste wie Netflix und HBO zählen, sowie die hauseigenen Photo- und Musik-Apps. Zudem bekommt der Nutzer Zugriff auf einen App-Store, wo gerade für Gaming-Interessierte ein großes Angebot herrschen soll. Apple hat zudem an einen neuen Controller gearbeitet. Dieser besitzt ein Touchpad, was für die Steuerung und fürs Gaming ausgelegt ist, und besitzt zudem physische Knöpfe mit denen unter anderen Siri aufrufbar ist. Bei der Integration des Sprachassistenten schien Apple sich besonders viel Mühe gemacht zu haben. Der neue Apple TV wird noch im Oktober dieses Jahres auf den Markt kommen.

Zwar hat Tom Cook auf dem Apple Event keine neue Apple Watch vorgestellt, trotzdem rückt die Smartwatch zu Anfang in den Fokus. Die Uhr bekommt mit OS2 ein neues Betriebssystem spendiert, was vor allem das Benutzen von Apps ohne Zuhilfenahme des iPhones erlaubt. Erwähnt sei hier vor allem die Facebook-Messenger App für OS 2, welche die direkte Kommunikationsfähigkeit der Apple Watch zur Außenwelt sicherlich aufwerten kann. Zudem wird es die Smartwatch mit noch mehr (austauschbaren) Bänder und ebenfalls in Rosé Gold geben.

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Eva L. López

Eva L. López

ist Technikjournalistin und die erste weibliche Redakteurin bei Allround-PC. Derzeit macht sie ihren Master in Datenjournalismus in den Niederlanden. Überhaupt, sie sucht immer wieder das Abenteuer im Ausland. Ihre Neugierde verdankt sie auch den großen Ansporn, als Journalistin zu arbeiten. Dabei beschäftigen sie nicht nur Technik, sondern auch die Auswirkungen auf Politik und Gesellschaft.

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