Threadripper mit vier belichteten DIEs

32-Kern Threadripper-CPU möglich

Geschrieben von Niklas Schäfer am 18.09.2017.

Um AMDs Threadripper-Prozessoren für den Mainstream-Markt gab es bereits einige heiße Diskussionen darüber, wie viele DIEs unter dem Heatspreader stecken und wie viele davon angebunden sind. Ein inoffizielles Statement besagt, dass Threadripper nicht auf EPYC-Prozessoren beruht – Roman „der8auer“ Hartung konnte allerdings herausfinden, dass ein Retail-Modell mit vier belichteten DIEs versehen ist.

Vor einiger Zeit konnte Roman Hartung, Profi-Übertakter und Caseking-Mitarbeiter eine Threadripper-CPU köpfen und der Öffentlichkeit zeigen, dass vier DIEs unter dem Kühlkörper versteckt sind. Beim Köpfen des Engineering Samples hat er den Chip leider zerstört und konnte keine Übertaktungsversuche starten. Jetzt hat er eine Retail-CPU, also ein Modell, das im Einzelhandel an Endkunden verkauft wird, erworben und näher untersucht.

Wenn es nach James Prior geht, sind Threadripper-Chips eine eigenständige Entwicklung, da zwei der vier DIEs ledigich Dummy-DIEs sind, die keine Funktion erfüllen. Entgegen der inoffiziellen Stellungnahme von AMD-Mitarbeiter James Prior kommen vier Belichtete DIEs im Video von Roman Hartung zum Vorschein. Also arbeiten die DIEs sehr wohl, sind aber elektronisch oder mechanisch (zum Beispiel durch gekappte Leiterbahnen) deaktiviert. Daher bleibt „der8auer“ bei seiner Aussage und erhofft sich Threadripper-Prozessoren mit 32 Kernen. Nach seiner Aussage sei es möglich, alle Kerne zu verwenden, wenn sie an das Package angebunden wären.

Natürlich ist der Prozessor im Sinne der Wissenschaft leider beschädigt worden, um DIE-Shots zu machen. Auf seinen Fotos sind die einzelnen Rechenkerne sehr gut erkennbar und decken auf, wie die Innereien eines Prozessors aussehen:

Die Fotos von Roman Hartung zeigen die acht Rechenkerne und lassen den Cache an der Seite erahnen. (Bilder: Roman Hartung)



Quelle : PC Games Hardware

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Niklas Schäfer

… ist hauptsächlich für den Bereich „Gaming“ zuständig und widmet sich den neusten Tastaturen, Headsets und Mäusen. Zusätzlich inspiziert er Consumer Electronics wie Audioprodukte, Smartphones und Speicherprodukte. Immer häufiger ist Niklas auch auf dem YouTube-Kanal von Allround-PC zu sehen.

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