Test: Teufel Concept E 450 Digital

5.1-System mit XXL Subwoofer 6 Min. lesen
Audio  / Niklas Ludwig

Das Teufel Concept E 450 Digital ist der Nachfolger des beliebten Teufel Concept E 450 und tritt dessen Nachfolge an. Ob das 5.1-System euer Gaming-Zimmer akustisch abermals in ein Schlachtfeld verwandelt? Der 27 Kilogramm schwere Subwoofer lässt es zumindest erahnen.

Technische Daten

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Design & Verarbeitung

Beginnen wir mit den Satelliten, die vom Concept E Digital übernommen wurden, und optisch nichts mehr mit denen des Vorgängers (zum Testbericht des Concept E 450) gemein haben. Teufel setzt nun auf einen matten Kunststoff und verabschiedet sich von der Hochglanzoptik des Vorgängers. Des Weiteren gibt es keine Lautsprecherabdeckung mehr. Stattdessen hat sich Teufel für ein nicht abnehmbares Lautsprechergitter entschieden. Dieses zieht sich von der Unterseite, über die Vorderseite bis hin zur Oberseite und wird von dem Gehäuserahmen umschlossen.

Concept E 450 Digital - Sateliiten Vorderansicht Concept E 450 Digital - Satelliten Rückseite mit Wandhalterung

Die Satelliten können auch per Wandhalterung montiert werden

Hinter dem Gitter, an dessen unteren Ende das Teufel-Logo platziert ist, lässt sich der 19-mm-Hochtöner sowie der 80-mm-Tiefmitteltöner ausmachen, die beide von einem silbernen Zierring umgeben sind. Auf der Rückseite gibt es eine Vorrichtung zur Wandmontage sowie die zwei Anschlussklemmen für das Lautsprecherkabel.

Concept E 450 Digital - Center Frontansicht Concept E 450 Digital - Center Rückseite mit Wandhalterung

Der Center darf sich über zwei 80-mm-Tiefmitteltöner freuen

Der Center-Lautsprecher ähnelt optisch den Satelliten, fällt aber etwas größer aus, da er nicht nur einen, sondern zwei 80-mm-Tiefmitteltöner vorweisen kann. Diese flankieren den mittig sitzenden 19-mm-Hochtöner. Im Gegensatz zu den anderen Satelliten wird der Center-Lautsprecher längs hingelegt. Durch das nach hinten schmaler werdende Gehäuse ist er leicht angewinkelt. Eine Option zur Wandbefestigung gibt es ebenso wie die Anschlussklemmen.

Wir konnten bereits vor dem Auspacken des Subwoofers erahnen, dass uns ein wahres Monster erwartet. Seine 27 Kilogramm Gewicht konnte er beim Tragen nicht verheimlichen und bescherte uns schnell einige Schweißperlen auf die Stirn. Sobald er seine Verpackung abgelegt hat, werden seine wahren Ausmaße erkennbar: 40 x 40 x 62 mm betragen die Abmessungen des Subwoofers, wodurch die Positionierung erschwert werden kann. Dass der Subwoofer so schwer ist, liegt nicht nur an seiner Größe, sondern dürfte auch der ganzen Elektronik im Inneren geschuldet sein. Dadurch lassen sich alle Quellen direkt an der Rückseite des Subwoofers anschließen – und an Anschlussmöglichkeiten mangelt es dem System beileibe nicht: Eine integrierte 5.1-USB-Soundkarte wertet PCs und Notebooks mit schwachem Onboard-Soundchip auf. Filme und Spiele lassen sich fortan in echtem 5.1-Klang genießen – ganz einfach per USB-Verbindung. Für Besitzer eines PCs mit guter Soundkarte stehen drei Klinkeneingänge zur Verfügung.

Concept E 450 Digital - Subwoofer mit Bedienfeld Concept E 450 Digital - Subwoofer Anschlüsse

Der Subwoofer beherbergt die gesamte Elektronik – ein AV-Receiver wird dadurch überflüssig

Konsolenspieler können hingegen auf den optischen Eingang zurückgreifen. Des Weiteren gibt es noch einen Cinch- sowie einen Koaxial-Eingang. Besonders gut gefällt uns die Möglichkeit, Musik per Bluetooth auf das Concept E 450 Digital zu streamen. So können sich Freunde unkompliziert mit dem System verbinden und ihre Musik vom Handy abspielen. Des Weiteren befinden sich auf der Rückseite des Subwoofers noch die Klemmanschlüsse, mit denen die einzelnen Satelliten verbunden werden. Es muss also kein AV-Receiver angeschafft werden, um das Concept E 450 Digital zu betreiben. Auf der Vorderseite prangt das Bedienfeld, wie wir es schon vom Concept E Digital kennen. Über dieses lässt sich die Gesamtlautstärke oder die Lautstärke der einzelnen Kanäle steuern und eine Quelle auswählen.

Das Bedienfeld ist jedoch nur eine von zwei Bedienmöglichkeiten. Viele Einstellungen lassen sich auch über die mitgelieferte Fernbedienung in Form eines Eishockey-Pucks vornehmen. Der Puck ist anthrazit gehalten und wird seitlich von einem milchigen Kunststoffring umrandet. Teufel Concept E -FernbedienungEine rote LED im Inneren leuchtet auf, sobald eine Eingabe getätigt wird. Durch Drehen des Pucks kann die Lautstärke gesteuert werden. Ein Druck auf das Teufel-Logo in der Mitte der Fernbedienung schaltet das Concept E 450 Digital stumm. Über eine weitere Taste können die Audioquellen durchgeschaltet werden. Leider ist es mit dem Puck nicht möglich, die Lautstärke der einzelnen Kanäle einzustellen. Drängt sich der Subwoofer bei einem Film zu sehr in den Vordergrund, kommt man um einen Gang zum Subwoofer nicht herum. Damit der Puck nicht ausversehen verlegt wird, kann er magnetisch am Bedienfeld befestigt werden. Sowohl die Satelliten als auch der Subwoofer sind einwandfrei verarbeitet und wirken dank ihrer nun matten Lackierung deutlich hochwertiger als der Vorgänger.

Eigenschaften & Klang

Die Satelliten stammen vom Concept E Digital, wo sie bereits gute Arbeit verrichten. Jetzt paart Teufel sie mit dem massiven Subwoofer des Concept E 450 Digital. Das Ergebnis: ein ausgewogenes Klangbild mit starken Tiefgang. Schlägt beim Spielen eine Granate ein, spüren wir die Erschütterung bis ins Mark. Splitterndes Glas und hinter uns einschlagende Schüsse verwandeln das Zimmer in ein Schlachtfeld und ziehen uns noch tiefer ins Spielgeschehen hinein. Dank der fünf Kanäle, können wir Gegner zudem perfekt orten und sie im passenden Augenblick abfangen. Man merkt, dass die Satelliten im Vergleich zum Vorgänger größer ausfallen. Sie stehen weniger stark im Schatten des Subwoofers und sind deutlich präsenter. Im Subwoofer selbst steckt ein 500-Watt-Verstärker, der dem Subwoofer einen maximalen Schalldruck von 113 Dezibel ermöglicht. Zum Vergleich: ein Presslufthammer erreicht etwa 110 dB. Die Satelliten müssen sich mit maximal 103 dB ebenfalls nicht verstecken. Insgesamt ist das Set sehr pegelstark und gibt die Musik selbst bei hoher Lautstärke ohne Verzerrungen wieder.

Concept E 450 Digital - Subwoofer Unterseite

Vom 300-mm-Tieftöner dürften Nachbarn wenig begeistert sein

Die Verbindung über Bluetooth klappt reibungslos und kann auch klanglich mit den kabelgebundenen Varianten mithalten. aptX-Codec lautet das Zauberwort und soll eine verlustfreie Übertragung der Musik in CD-Qualität garantieren. Liegt nur ein Stereo-Signal an, wie beispielsweise bei der Bluetooth-Verbindung, kann dieses dank Dolby Pro Logic II-Technologie wahlweise auf allen Kanälen wiedergegeben werden. Ebenfalls reibungslos funktioniert die Verbindung via USB, wovon insbesondere PCs oder Notebooks mit schwacher Soundkarte profitieren. Der Treiber ist in kürzester Zeit installiert und schon kann sich der Anwender mit vollwertiger Surround-Sound umgeben lassen.

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Fazit

Teufel hat das Concept E 450 Digital einer gelungenen Frischzellenkur unterzogen, die insbesondere den Subwoofer betrifft. Nahezu jedes Gerät, wie beispielsweise eine Spielekonsole oder ein Blu-Ray-Player, kann direkt an das System angeschlossen werden. Ein separater AV-Receiver ist nicht notwendig. Dank der integrierten 5.1-USB-Soundkarte werden Filme und Spiele selbst von klangschwachen Laptops und PCs in echtem 5.1-Surround-Sound wiedergegeben – super! Über das Bedienfeld am Subwoofer lassen sich Lautstärke und Quelle auswählen, was alternativ über die Puck-Fernbedienung vonstattengeht. Leider lässt sich über diese nicht die Lautstärke der einzelnen Kanäle steuern – ein Gang zum Subwoofer ist damit unumgänglich. Klanglich trumpft das System stark auf und verwandelt das Wohnzimmer akustisch in ein Schlachtfeld, was insbesondere dem großen Subwoofer geschuldet ist. Man fühlt die Explosion einer Granate förmlich – die Nachbarn werden sich bedanken! Im Wohnzimmer ist das Concept E 450 Digital unserer Meinung nach auch am besten aufgehoben. Für den Schreibtisch ist es schon zu groß, hier empfiehlt sich das kleinere Concept E Digital, das aber denselben Funktionsumfang bietet. Für Konsoleros, oder Gamer, die ihren PC an ihren Fernseher angeschlossen haben, ist das 5.1-System daher die richtige Wahl. Es bietet genug Reserven, um auch größere Räume mit druckvollem Klang zu versorgen und ist neben Spielen auch perfekt für Filmabende geeignet. Das Teufel Concept E 450 Digital ist für 599,99 Euro im Onlineshop von Lautsprecher Teufel erhältlich.

ProContra
  • sehr guter & druckvoller Klang
  • Subwoofer aufgrund seiner Größe schwer unterzukriegen
  • ordentliche Verarbeitung
  • einzelne Kanäle nur direkt am Subwoofer einstellbar
  • integrierte 5.1-USB-Soundkarte
 
  • viele Anschlussmöglichkeiten direkt am Subwoofer
 
  • Bluetooth mit aptX-Codec
 


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