Test: Fossil Q Commuter

Die Smartwatch, die auf dem ersten Blick keine ist
Gadgets  / Lasse Jahn

Smartwatches bieten nützliche Funktionen und informieren beispielsweise über eingehende Nachrichten. Doch nicht jeder möchte einen Touchscreen am Handgelenk tragen. Die Fossil Q Commuter richtet sich an genau diese Personen und bietet die Funktionen einer Smartwatch mit der Optik einer klassischen Armbanduhr.

Übersicht

Die Q Commuter ist eine weitere Hybrid Smartwatch aus dem Hause Fossil. Sie besitzt die meisten Eigenschaften anderer Hybrid-Uhren des Herstellers wie der Fossil Q Activist. Wieder sind drei analoge Knöpfe zu finden, deren Funktion per App festgelegt werden kann. Was die Optik angeht, unterscheidet sich die Uhr klar von der Activist: Fossil setzt nun auf ein schlankeres Design und bietet mehrere Farb- und Materialkombinationen an, acht an der Zahl. Wir haben die smarte Uhr für euch getestet.

Technische daten

Produkt

Kompatibilität

Android 5.0+, iOS 9+

Konnektivität

Bluetooth 4.1

Material

Edelstahl, Metall, Leder

Batterie

CR2430, bis 12 Monate Laufzeit

Abmessungen Gehäuse

42 x 12 mm

Gewicht

81 g

Preis

179,00 Euro

Lieferumfang

  • Fossil Q Commuter Hybrid Smartwatch
  • Kurzanleitung
  • Werkzeug
  • Waranty Card

Design & Verarbeitung

Bei der Fossil Q Commuter (FTW1150P) handelt es sich um eine Hybrid Smartwatch, sie besitzt im Vergleich zu einer herkömmlichen Smartwatch keinen Touchscreen. Daher sieht die Hybrid Smartwatch von außen wie eine analoge Herrenarmbanduhr aus. Doch dieser Eindruck täuscht, denn die Uhr lässt sich, wie schon ihr Vorgänger, mit dem Smartphone verbinden und über die Knöpfe bedienen, doch dazu im Abschnitt „Bedienung“ mehr. Die Fossil Q Commuter unterscheidet sich größtenteils optisch von anderen Hybrid-Uhren wie der Fossil Q Activist. Das Gehäuse hat noch die gleichen Maße, ist aber etwas minimalistischer gehalten. Das Ziffernblatt nimmt nun mehr Platz ein, wodurch die Uhr insgesamt schlanker wirkt. Auch das Armband ist anders befestigt als bei der der Q Activist, was die Uhr ebenfalls schmaler wirken lässt.

 

Fossil setzt auf ein schlankes minimalistisches Design. (Bild: Fossil)

Die analogen Knöpfe sind etwas kleiner und passen sehr gut zum schmalen Design. Das Ziffernblatt selbst wirkt wie das einer modischen Herrenuhr. Insgesamt wurde auf kleine, schwer lesbare Zeichen auf dem Ziffernblatt, die bei der Activist etwas irritieren können, verzichtet. Das Ziffernblatt ist je nach Ausführung der Uhr in unterschiedlichen Farben erhältlich. Die verschiedenen Ausführungen umfassen diverse Materialien, darunter verschiedene Leder- und Edelstahl-Variationen. Von marineblauem Leder bis hin zu goldenem Edelstahl sind viele Ausführungen erhältlich. Wer sich etwas Abwechslung wünscht, kann das Armband jederzeit durch ein anderes Armband austauschen. Unser Testmodel ist mit einem dunkelbraunen Lederarmband und einem silbernen Ziffernblatt versehen.

Fossil Q Commuter

Die Fossil Q Commuter in der von uns getesteten Ausführung. (Bild: Fossil)

Auch die Verarbeitung lässt nichts zu wünschen übrig. Die Uhr wirkt sehr robust, auch das Lederarmband ist gut verarbeitet und stabil an der Uhr befestigt. Wie die Q Activist ist auch die Q Commuter bis zu einem Wasserdruck von fünf Bar wasserdicht, muss also weder beim Duschen, noch beim Händewaschen oder Baden abgenommen werden.

Bedienung

Da die Fossil Q Commuter eine Hybrid Smartwatch ist, lassen sich ihre smarten Funktionen auf den ersten Blick gar nicht genau erkennen. Der smarte Teil der Uhr wird nämlich erst durch das Verbinden mit dem Smartphone aktiviert. Dies geschieht mit Hilfe der Fossil Q App über die Bluetooth-Schnittstelle. Die Verbindung ist stabil und bleibt auch bestehen, wenn man sich einige Meter vom Smartphone entfernt. Sollten Smartphone und Uhr doch einmal getrennt werden, verbinden sie sich automatisch wieder miteinander sobald sie in Reichweite sind. Allerdings sollte jeder, der ein Smartphone mit schwacher Akkuleistung besitzt, sich den Kauf der Uhr zweimal überlegen. Denn durch die Bluetooth-Verbindung schwindet der Akku des Telefons deutlich schneller als sonst.

 Fossil Q Screenshot 1 Fossil Q Screenshot 2

Die Fossil Q App, nachdem sich Uhr und Smartphone gekoppelt haben. 

Ist die Uhr nun mit dem Telefon gekoppelt, muss sich der Benutzer zuerst mit der E-Mail-Adresse, dem Facebook- oder dem Google-Konto registrieren. Außerdem werden persönliche Daten wie der Geburtstag, das Gewicht und die Größe für die Aktivitätsverfolgung erfasst, um genauere Ergebnisse liefern zu können. Ist das geschafft, stellt sich die Uhr automatisch nach der auf dem Smartphone eingestellten Zeit ein. Nun können die drei Tasten der Uhr in der App mit diversen Funktionen belegt werden. Darunter verschiedene Verknüpfungen zur Musikkontrolle oder zum Starten der Stoppuhr. Unsere Lieblingsfunktionen waren jedoch der Kameraauslöser und die Möglichkeit, einen Ton auf dem Handy abzuspielen, sollte man es verlegt haben. Außerdem signalisiert die Uhr, wenn Anrufe oder Benachrichtungen (sowohl von Kontakten als auch Apps) eingehen. Die Kontakte und Apps lassen sich im Vorfeld festlegen, dabei können jeder Ziffer ein oder mehrere Kontakte beziehungsweise Apps zugeteilt werden. Die Zeiger springen dann auf die jeweilige Ziffer, wenn ein Anruf oder eine Benachrichtung von dem entsprechenden Kontakt eingeht.

Fossil Q Screenshot Fossil Q Screenshot

Unsere Lieblingsfunktionen der Fossil Q Commuter

In der App können außerdem die Ergebnisse des Schrittzählers oder der Schlafanalyse ausgelesen werden. Zudem lässt sich die App mit anderen Fitness-Apps, wie dem Health Kit, verbinden. Da die Q Commuter nur ein analoges Display hat, wird die Aktivierung einer Verknüpfung durch eine Vibration signalisiert, manche Funktionen arbeiten auch mit dem analogen Display. So wird dort unter anderem das Datum oder die Stoppuhr angezeigt. Die Vibration der Uhr ist anfangs etwas ungewohnt, allerdings gewöhnt man sich schnell daran. Auch die Integration des analogen Displays ist zu Beginn etwas kompliziert und schwer zu verstehen, wird aber mit der Zeit ebenfalls sehr intuitiv.

Fossil Q Commuter

Die seitlichen Tasten können zahlreiche Funktionen steuern. (Bild: Fossil)

Alles in allem funktioniert die Koppelung zwischen Uhr und Smartphone, trotz Ermangelung eines Displays seitens der Q Commuter, sehr gut. Die Funktionen lassen sich in Sets speichern und werden mit der Zeit immer intuitiver.

Fazit

Die Fossil Q eignet sich für alle, die keinen Touchscreen am Handgelenk tragen, aber trotzdem smarte Funktionen mit ihrer Uhr nutzen möchten. Bereits nach kurzer Eingewöhnungszeit lässt sich die Hybrid Smartwatch intuitiv bedienen. Neben rudimentären Fitness-Tracker-Funktionen (Schrittzähler) ist sie darüber hinaus mit weiteren praktischen Alltagshelfern ausgestattet (Benachrichtigung über eingehende Nachrichten). Mit 179 Euro ist die Uhr zwar kein Schnäppchen, kostet aber nicht viel mehr als rein analoge Konkurrenten.

Pro

Contra

  • schickes, unscheinbares Design
 –
  • sinnvolle Smart-Funktionen

 

  • unkomplizierte, intuitive Bedienung

 

 


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