Der Arctic Alpine 12 und Alpine 12 CO CPU-Kühler sollen eine kostengünstige Alternative zu den Intel Boxed-Kühler darstellen. Wir klären in diesem Test, welche Unterschiede zwischen den beiden Prozessor-Kühlern bestehen.

Übersicht

Die Alpine 12 CPU-Kühler von Arctic sind für Prozessoren mit TDPs von 95 beziehungsweise 100 Watt (Alpine 12 CO) ausgelegt. Beide unterstützen den Sockel 115x-und eignen sich somit ausschließlich für Intel-Prozessoren.

Lieferumfang

  • Alpine 12
  • Wärmeleitpaste (bereits aufgetragen)
  • Alpine 12 CO
  • Wärmeleitpaste (bereits aufgetragen)

Design & Eigenschaften

Optisch gibt es kaum Unterschiede zwischen den CPU-Kühlern der Alpine 12-Serie. Lediglich die Farbe der Lüfter unterscheidet sich: Die Standardversion verfügt über weiße Lüfterblätter, während die CO-Variante auf Anthrazit setzt. Beide Kühler nutzen einen Radialkühlkörper, der mit 95 x 95 x 77 mm äußerst kompakt ist und wenig Platz benötigt. Der Kühlkörper besteht aus zahlreichen Kühlrippen, die Y-förmig aufgefächert sind. Dies vergrößert die Kühloberfläche und soll somit die Kühlleistung verbessern.

Arctic Alpine 12 Luefter

Beide Kühler verfügen über einen lautlosen Passivmodus bei einem PWM-Signal von weniger als fünf Prozent, wodurch ein komplett lautloses Arbeiten ohne Nebengeräusche ermöglicht werden soll. Der neue Lüftermotor der Alpine 12-Serie soll im Vergleich zu der Alpine 11-Serie einen geringeren Stromverbrauch aufweisen. Laut Arctic sinkt der Stromverbrauch von 3,6 Watt auf 0,72 Watt bei 2.000 Umdrehungen pro Minute.

Gut gefällt uns die einfache Montage der CPU-Kühler: Die Push Pins werden einfach in die Vorrichtungen des Mainboards gedrückt, die MX-2 Wärmeleitpaste ist bereits aufgetragen. Im Praxistest konnten wir den Kühler innerhalb von wenigen Minuten installieren.

Arctic Alpine 12 Hoehe

Der große Unterschied zwischen den beiden Modellen liegt aber hauptsächlich im Anwendungsgebiet. Der Arctic Alpine 12 CO ist durch sein japanisches Doppelkugellager für einen Dauerbetrieb ausgelegt. Verunreinigungen und hohe Temperaturen sollen dem Lager weniger ausmachen, als  bei gewöhnlichen Gleit- oder Kugellagern.

Arctic Alpine 12 Unterseite

Laut Hersteller liegt die maximale TDP bei dem Alpine 12 bei 95 Watt und beim Alpine 12 CO bei 100 Watt. Die etwas bessere Kühlleistung erkämpft sich die CO-Variante durch eine höhere Drehzahl von 2.700 Umdrehungen pro Minute gegenüber den maximal 2.000 Umdrehungen pro Minute des Alpine 12.

Leistung

Wir haben beide CPU-Kühler auf einem Intel Core i7-8700K getestet, der eine Verlustleistung von 95 Watt TDP aufweist. Anschließend wurde der Prozessor für mehrere Stunden mit 100 Prozent Auslastung per (CPU-Z Stresstest) betrieben. Der Temperaturverlauf wurde mit der Software Core Temp aufgezeichnet.



Der Arctic Alpine 12 CO profitiert von seiner höheren Drehzahl und kann die CPU-Temperatur auf 86°C begrenzen. Beim Alpine 12 steigt die Temperatur durch die geringere Lüfterdrehzahl auf 89°C an, dafür ist er bedeutend leiser als sein hochdrehender Verwandter. Die gemessenen Temperaturen gehen noch in Ordnung, da sie noch unterhalb der kritischen 100°C-Grenze liegen. Allerdings sollte auf eine gute Gehäusebelüftung geachtet werden, damit es nicht zu höheren Temperaturen kommt. Zugegen, der i7 8700K ist nicht gerade der ideale Kandidat für Kühler dieser Art, doch macht dieser Test deutlich, dass die Kühler trotz ihrer kompakten Maße selbst einen 8700er in Sachen Temperaturen im Zaun halten können. Deutlich bessere Ergebnisse sollten die beiden Kandidaten bei Prozessoren mit einer TDP von 65 Watt erreichen, zum Beispiel mit dem Intel Core i5 8600 mit bis zu 4,3 GHz. Zum Testzeitpunkt stand uns aber leider eine solche CPU nicht zur Verfügung.

Fazit

Mit einem Preis von 12 Euro stellen der Arctic Alpine 12 und Alpine 12 CO eine kostengünstige Alternative zu den Boxed-Kühlern dar. Sie empfehlen sich vor allem in PCs mit wenig Platz, können aufgrund ihrer Größe allerdings auch keine Wunder bewirken. Die Temperaturen liegen bei beiden Kühlern im oberen 80°C-Bereich. Der Arctic Alpine 12 CO kann einen Temperaturvorsprung von 3°C erzielen, muss sich diesen aber auch mit einer deutlich höheren Geräuschentwicklung erkämpfen. Idealerweise empfehlen sich die CPU-Kühler für CPUs mit einer geringeren TDP. Bei einem leistungsstarken Prozessor, wie dem Intel Core i7-8700K machen Low Profile-Kühler bei geringem Platzangebot mehr Sinn.


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