Test: Asus Padfone 2

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Mobile  / Niklas Ludwig

Das Asus Padfone wusste zu seinem Erscheinen mit der cleveren Kombination aus Smartphone und Tablet zu ĂŒberzeugen. Zwar besitzt die Dockingstation keine eigene Hardware und besteht nur aus Display und Akku, doch sobald das Padfone in die Dockingstation eingesetzt wird, lĂ€sst sich diese wie ein Tablet nutzen. In unserem Test verraten wir euch, wie nĂŒtzlich dieses Feature ist und ob das Padfone 2 auch als reines Smartphone zu ĂŒberzeugen weiß.

Lieferumfang

  • Smartphone
  • USB-Kabel
  • Netzadapter
  • Headset
  • Kurzanleitung

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Technische Daten

  • Prozessor: 1.5-GHz-Quad-Core-Chipsatz (Qualcomm Snapdragon S4)
  • Arbeitsspeicher: 2 Gigabyte
  • Speicher: 16/32/64 GB intern, nicht erweiterbar
  • Displaydiagonale: 4,7 Zoll / 11,9 Zentimeter & 10,1 Zoll / 25,66 Zentimeter
  • Displaytechnologie: Super IPS+ (Smartphone) / IPS (Dockingstation)
  • Auflösung: 1280 x 720 Pixel (Smartphone) / 1280 x 800 Pixel (Dockingstation)
  • KonnektivitĂ€t: WLAN (a/b/g/n), HSPA+, HSUPA, LTE, Bluetooth 4.0, NFC
  • FrequenzbĂ€nder: Quadband, W-CDMA
  • Bedienung: kapazitiver Multitouchscreen
  • Kameras: 13-MP-RĂŒckkamera (1080p-Video), 1,2-MP-Frontkamera
  • Akku: 2.140 mAh (Smartphone) / 5.000 mAh (Dockingstation)
  • Abmessungen: 151.1 x 80.5 x 9.4 mm (Smartphone) / 263 x 180.8 x 10.4 mm (Dock)
  • Gewicht: 135 g / 515 g
  • Farbvarianten: Schwarz, Weiß
  • Preis: 799 Euro

Design & Verarbeitung

Betrachten wir zuerst das Smartphone: Der Bildschirm hat eine Diagonale von 4,7 Zoll und setzt auf ein Super IPS+-Panel mit einer Auflösung von 1280 x 720 Pixeln. Unter dem Display befinden sich die ZurĂŒck, Home und App-Taste. Die OberflĂ€che ist zum Ende hin abgeflacht, wodurch sich das Padfone vom Design her angenehm von der Konkurrenz abhebt. Umgeben ist das GehĂ€use von einem Aluminiumrahmen, der dem Smartphone ein edlen Look beschert und etwas an das iPhone 5 erinnert. Auf der rechten Seite wurden der Powerbutton und die LautstĂ€rkewippe angebracht. Oben befindet sich neben dem 3,5-mm-Klinken-Anschluss noch der Slot fĂŒr die Simkarte, welcher wie beim iPhone mit einem kleinen Stift geöffnet wird. Der USB-Anschluss ist an der Unterseite montiert.

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Die RĂŒckseite ist aus einem grauen, geriffelten Kunststoff gefertigt und beherbergt neben der 13-Megapixel-Kamera inklusive LED-Blitz, den Lautsprecher, der direkt rechts von der Kamera sitzt. Ein eingelassener silberner Padfone-Schriftzug am unteren Ende der RĂŒckseite rundet das Designkonzept ab. Negativ zu bewerten ist, dass sich die RĂŒckseite nicht entfernen lĂ€sst, wodurch der Akku nicht austauschbar ist. Zudem hat Asus auf eine Erweiterung des Speichers per microSD-Karte verzichtet. Qualitativ und haptisch hinterlĂ€sst das Padfone 2 hingegen einen hervorragenden Eindruck. Wir konnten keine unregelmĂ€ĂŸigen Spaltmaße entdecken und es liegt fĂŒr seine GrĂ¶ĂŸe sehr angenehm in der Hand, was unter anderem dem moderaten Gewicht von 135 Gramm geschuldet ist.

Das Padfone 2 wĂ€re kein Padfone, wĂŒrde es nicht eine Dockingstation beinhalten, die das Smartphone in Windeseile in ein Tablet verwandelt. Die Dockingstation besitzt einen 10.1 Zoll großen Bildschirm, der mit 1280 x 800 Pixeln auflöst. In Anbetracht der hohen Auflösung eines iPad 4 oder Nexus 10 hĂ€tten wir uns hier eine höhere Auflösung gewĂŒnscht. Die RĂŒckseite besteht ebenfalls aus einem grauen Kunststoff, dessen OberflĂ€che aber nicht geriffelt, sondern gummiert ist.

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Oben links ist die Sperrtaste und auf der linken Seite sitzt ganz oben die LautstĂ€rkewippe. Die Mitte der Dockingstation wird von dem Einschub fĂŒr das Smartphone beansprucht. In diesen Einschub lĂ€sst sich das Padfone spielend leicht hineinschieben und wieder herausziehen. Sobald der Kontakt hergestellt ist, lĂ€sst sich das Padfone bequem wie ein Tablet nutzen. Bis auf die Auflösung, gibt es an der Dockingstation nichts zu bemĂ€ngeln.

Leistung & Bedienung

Der im Asus Padfone 2 verbaute Qualcomm Snapdragon S4 Quad-Core-Prozessor taktet mit 1,5 Gigahertz, dem zwei Gigabyte Arbeitsspeicher zur Seite stehen. Sowohl mit Android 4.0.4 (Ice Cream Sandwich) als auch mit der Version 4.1 (Jelly Bean) lief das Padfone 2 sehr schnell. Dank der Verbesserungen von Jelly Bean, ging die Bedienung noch einen Tick schneller vonstatten. WĂ€hrend des gesamten Testzeitraums waren bei der Bedienung keine HĂ€nger oder Ruckler zu spĂŒren. Auch das Surfen per WLAN oder wahlweise LTE funktioniert reibungslos und sehr schnell.

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Um die Leistung besser einstufen zu können, haben wir das Padfone 2 gegen das Nexus 7 und Amazon Kindle Fire HD – die wir beide bereits getestet haben – antreten lassen. Folgende Programme kamen zum Einsatz:

  • Mozilla Kraken JavaScript Benchmark 1.1
  • SunSpider JavaScript Benchmark 0.9.1
  • Google Octane JavaScript Benchmark v1
  • BrowserMark 2.0
  • GLBenchmark 2.5

Multimedia

Die 13-Megapixel-Kamera macht bei guten LichtverhÀltnissen sehr gute Fotos und zÀhlt sicherlich zu den besten Kameras im Smartphone-Segment. Bei schlechteren LichtverhÀltnissen geht die BildqualitÀt noch in Ordnung. Videos lassen sich in 1080p mit 25 Bildern die Sekunde aufnehmen. Am besten hat uns jedoch der 720p-Modus mit 60 FPS gefallen.

Die Aufnahmen sind trotz der geringeren Auflösung gegenĂŒber Full HD sehr scharf und dank der hohen Aufnahmegeschwindigkeit wirkt das Video sehr flĂŒssig. Etwas unverstĂ€ndlich ist uns hingegen, warum die QualitĂ€t der Fotos im Tablet-Modus auf 5-Megapixel und die der Videos auf 720p herabgestuft wird, zumal weiterhin die Kamera des Smartphones zum Einsatz kommt.

Fazit

Das Asus Padfone 2 ist ein wirklich sehr gutes Smartphone. Hier stimmen das Display, die Leistung und die Verarbeitung. Auch die Kamera gehört zu den besten Smartphone-Kameras, die wir persönlich testen konnten – vorausgesetzt, die LichtverhĂ€ltnisse stimmen. Hinzu kommt die Dockingstation, mit der sich das Smartphone spielend leicht in ein Tablet transformieren lĂ€sst. Dank LTE-UnterstĂŒtzung des Smartphones, haben Benutzer im Tablet-Modus sogar eines der wenigen LTE-fĂ€higen Tablets in Deutschland. Doch wo Licht ist, da ist auch Schatten: So bemĂ€ngeln wir die nicht abnehmbare RĂŒckseite, wodurch ein Austausch des Akkus unmöglich ist, und, dass sich der interne Speicher nicht erweitern lĂ€sst. UnverstĂ€ndlich ist uns auch, weshalb die Kamera im Tablet-Modus nur mit einer geringeren QualitĂ€t arbeitet. Wer mit diesen kleinen MĂ€ngeln leben kann, erhĂ€lt ab 799,99 Euro eine tolle Smartphone/Tablet-Kombi.

Pro

  • Verarbeitung
  • Smartphone-Display
  • Leistung
  • Kamera
  • Android 4.1

Contra

  • Kamera im Tablet-Modus
  • Auflösung der Dockingstation
  • Akku nicht austauschbar
  • Interner Speicher lĂ€sst sich nicht erweitern

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