Test: Philips Hue White & Color Ambiance Starter Set

Philips smarte Lampen sind keine Neuheit mehr, doch wie alltagstauglich ist das System wirklich?
Smart Home philips 13.03.2018 / Leonardo Ziaja
Philips Hue Startbild

Das Internet der Dinge wird auch 2018 in immer mehr Haushalten Einzug erhalten, beispielsweise durch smarte Türschlösser, smarte Videokameras oder WLAN-Lampen. Philips war dabei einer der ersten Hersteller, der smarte Lampen mit einer Internet-Steuerung angeboten hat. In diesem Test wollen wir uns das Philips Hue White & Color Ambiance Starter Set näher ansehen.

Übersicht

Philips bietet die Lampen der Hue-Serie in verschiedenen Varianten an. Neben standardmäßigem weißen Licht gibt es auch Leuchten, die RGB-Farben wiedergeben können. Gesteuert wird dabei alles über die sogenannte Hue-Bridge, die es mittlerweile in der dritten Generation gibt. Das hier getestete Set besteht aus 1x Hue-Bridge und drei „White & Color“-Leuchten. Als Zubehör packt Philips neben einer Bedienungsanleitung auch noch ein Netzteil und ein RJ45-LAN-Kabel zur Verbindung der Bridge mit.

Philips Hue Bridge

Philips verpackt die Hardware der Hue-Bridge in ein kompaktes, weißes Gehäuse, das besonders durch den blau beleuchteten Ring auf der Oberseite hervorsticht. Dieser ist zugleich ein Button und wird in der App beispielsweise als Bestätigung zur Einrichtung neuer Leuchten genutzt.

Unter dem Ring sitzen drei Status-LEDs, die über die Verbindung zum Internet sowie die Verbindung zu den Lampen informieren. Auf der Rückseite befinden sich zwei Anschlüsse für das Netzteil und das Netzwerkkabel. Alternativ kann die Hue-Bridge auch über WLAN genutzt werden, eine Kabelverbindung ist aber dennoch zu empfehlen.

Durch das kompakte Design und die weiße Farbe, fällt die Hue Bridge nicht sonderlich auf und kann gut verstaut werden. Aufgrund des kurzen LAN-Kabels ist ein Platz in der Nähe des Internet-Routers oft am sinnvollsten. Da bei der Einrichtung ab und an das Betätigen des Buttons benötigt wird, sollte die Bridge gut erreichbar sein.

Philips Hue Leuchten

Die Leuchten haben kein ungewöhnlich anderes Design als bisherige Glühbirnen, der einzige Unterschied liegt in der Art des Leuchtmittels und der verborgenen Technik darunter. Dadurch ist der weiße Schaft etwas länger und zieht die Birne leicht ins längliche. Da die Philips Hue Lampen auf LEDs setzen, ist das Glas über dem Leuchtmittel „milchig“, so kann das Licht sanfter abgestrahlt werden und ist nicht zu punktuell ausgerichtet.

Unter den LEDs sitzt die weitere Technik, die für die Anbindung an die Hue Bridge sorgt. Insgesamt kann die Hue Bridge bis zu 50 Lampen verwalten bzw. diese steuern. Die Leuchten unseres Sets besitzen den E27-Sockel und haben eine Leistung von 10W. Philips gibt eine Lebensdauer von ca. 25.000 Stunden an, wodurch die Leuchten einige Jahre aushalten dürften. Die Lichtleistung liegt bei 806 Lumen bei einer Farbtemperatur von 4000K. Diese ist übrigens variabel, zwischen 2000K und 6500K sind möglich. Dazu kommen dann noch 16 Millionen Farben über die bunte RGB-Beleuchtung.

Eine Besonderheit ist die sofortige Lichtleistung von 100%, die Leuchten erhellen den Raum also direkt beim Anschalten. Im Standby soll der Stromverbrauch dann bei max. 0,2W liegen. Die Lampen sind also immer im Standby, um beispielsweise über die App oder einen Sprachassistenten aktiviert werden zu können.

Einrichtung & Benutzung über die App

Die Philips Hue App lässt sich im Apple App Store oder Google Play Store herunterladen und bietet eine praktische Steuerung des Hue-Systems über das Smartphone oder Tablet an. Neben der Steuerung ist besonders die Einrichtung über die App möglich.

Der Nutzer kann mehrere Räume erstellen und diesen dann Lampen zuweisen. Wir haben das beispielsweise mal mit einem Wohnzimmer simuliert und dort zwei Lampen hinzugefügt. Neben einer raumübergreifenden Kontrolle kann der Nutzer auch bis auf die einzelne Lampe eingehen und dort Einstellungen vornehmen.

Die Anpassung der Farbe funktioniert über ein großes Farbspektrum, die Farbe wird dabei ganz simpel mit dem runden Cursor ausgewählt. Da die Lampen über WLAN angebunden sind, zeigt sich die Änderung auch direkt live! Das gleiche funktioniert mit der weißen Beleuchtung, Philips bietet hier verschiedene Töne für kaltes aber auch warmes Weiß-Licht.

Neben der Einstellung der Leuchten, gibt es in der App auch vorgefertigte Szenen. Neben einem Sonnenuntergang, der Tropendämmerung oder Nordlichtern können auch eigene Szenen-Einstellungen erstellt werden. Szenen sind dabei einfach gesagt das Wiedergeben einer Licht-Konstellation. Beim Sonnenuntergang werden die Lampen orange, rot, gelb – die Nordlichter lassen den Raum in blauen und grünen Tönen leuchten.

Darüber hinaus hat die App noch Routinen anzubieten, beispielsweise eine automatische Beleuchtung bei Abwesenheit. Auch Routinen zum natürlicheren Aufwachen oder Schlafengehen mit Hilfe von Licht gibt es. Für Gamer ganz praktisch: der Entertainment-Bereich. Hier kann ein Bereich von Lampen und Lichterleisten erstellt werden, der dann passend zum Spektakel auf dem Bildschirm mitleuchtet. Etwas Ähnliches gibt es beispielsweise schon bei den Philips Fernsehgeräten mit Ambilight.

Als Zusatz bietet Philips die Steuerung der Lampen über einen Sprachassistenten an. Unterstützt wird dafür sowohl Apple’s Siri als auch Google Home oder Amazon Alexa. Über Sprachbefehle wie „Alexa, schalte die Wohnzimmer-Lampe an“ wird dann die passende Leuchte oder der gewünschte Raum beleuchtet. Neben dem simplen Ein- und Abschalten können die Sprachassistenten die Lampen auch dimmen oder Leucht-Szenen aktivieren. Voraussetzung ist dabei eine Hue Bridge ab der 2. Generation.

Zubehör

Darüber hinaus bietet Philips weiteres Zubehör für die Hue-Systeme an. Dazu gehören neben einem autarken Dimmschalter beispielsweise auch ein Bewegungsmelder. Auch ein Einbauspot für Lampen mit GU10-Fassung werden in quadratischer oder runder Form angeboten. Philips bietet außerdem weitere Einzelleuchten, Wandleuchten sowie Deckenleuchten oder auch Tischleuchten in verschiedensten Variationen an. Abgerundet wird das Sortiment von einem Tap Schalter, der wie ein leicht größerer Dimmschalter funktioniert. Hier findet ihr eine Übersicht: Philips MeetHue.

Fazit

Das Philips Hue White & Color Ambiance Starter Set ist besonders für Einsteiger ein guter Anfang, um sich sowohl mit dem Thema Smart Home als auch der Umrüstung auf smarte LED-Lampen zu beschäftigen. Das vernetzte Zuhause ist weiter auf dem Vormarsch, Philips bietet dafür eine breite Palette an smarten Leuchten an, die neben verschiedenen Weißtönen auch Farben mit sich bringen. Die Lampen und die Bridge wirken gut verarbeitet und passen sich gut in die Wohnlandschaft ein. Auf den ersten Blick bemerkt der Nutzer nicht, dass es sich um smarte Lampen handelt.

Mit ca. 150 Euro ist das Set sicherlich kein Schnäppchen, der Nutzer bekommt dafür aber langlebige LED-Lampen, eine smarte Steuerung und einen ersten Anfang das Eigenheim zu vernetzen. Wer beispielsweise schon für smarte Assistenten wie Amazon Alexa schwärmte, sollte sich auch mal die Philips Hue Lampen ansehen. Es ist immer wieder beeindruckend, wenn mehrere Lampen oder gar ganze Räume mit einem kurzen Sprachbefehl beleuchtet werden können.

Am Ende ist es jedem selbst überlassen, ob man sich für leicht teurere Hue Lampen entscheidet oder doch lieber zu den standardmäßigen LED-Leuchten ohne App-Kontrolle greift – sicher ist, dass das Smart Home weiter fortschreitet und es, das müssen auch wir zugeben, viel Spaß macht mit diesen Lampen zu spielen. Für Tech-Enthusiasten quasi schon ein Muss, für alle anderen aber auf alle Fälle eine Überlegung wert! Das hier getestete Starter Set ist übrigens auch bei Amazon.de (Partnerlink) erhältlich.

 

ProContra
  • schlichtes Design
  • hochpreisig
  • gute Verarbeitung
 
  • simple Installation und Bedienung
 
  • App mit vielen Funktionen (Szenen, Entertainment-Feature etc.)
 
  • Steuerung über Sprachassistenten (Alexa, Siri, Google)
 
  • viel Zubehör + einzelne Lampen integrierbar
 

 

 


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Leonardo Ziaja Leonardo Ziaja .. studiert Wirtschaftsinformatik an der Universität zu Köln und ist bei Allround-PC.com neu im Team. Er ist für die Bereiche Smartphones und Gehäuse zuständig, testet aber auch andere Hardware-Neuheiten, wie z.B.: Tastaturen, Mainboards oder Notebooks.

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