5G: Seehofer fordert Verschiebung von Mobilfunknetz-Auktion

Unterstützung seitens CDU-Abgeordneter 1 Min. lesen
News  / Alexander Lickfeld
Funkmast Bild: Tony Stoddard auf Unsplash

Der Bundesinnenminister Horst Seehofer möchte die 5G-Frequenzvergabe Anfang 2019 verschieben, bis auch die ländlichen Regionen ausreichend berücksichtigt werden.

SU-Chef Seehofer  kritisiert in einem Brief an die Bundesnetzagentur, dass die bisherigen Vergabekriterien unfair gegenüber den ländlichen Regionen wären. Laut dem derzeitigen Plan würden 15 bis 20 Prozent des Landes nicht mit 5G-Verbindungen versorgt werden. Ein Großteil von diesem Bereich würde die ländlichen Gebiete in Deutschland betreffen. Er fordert daher, dass die Frequenzvergabe verschoben wird, bis die Bund-Länder-Komission „Gleichwertige Lebensverhältnisse“ ihre Besprechungen im Mai nächsten Jahres beendet hat.

5G Auktion

Die Vergabe für die 5G-Frequenzen soll in Deutschland Anfang nächsten Jahres stattfinden (Bild: Qualcomm)

Unterstützung bekommt er außerdem von dem CDU-Abgeordneten Stefan Rouenhoff und weiteren Unionsparlamentariern, die bereits eine Unterschriftenaktion gestartet haben. In dem Schreiben an die Fraktion heißt es: „Gleichwertiger Ausbau urbaner und ländlicher Regionen, um so eine flächendeckende Infrastruktur für die digitale Zukunft unseres Landes sicherzustellen.“ Schon in einem Monat will die Bundesnetzagentur ihren finalen Plan für die 5G-Frequenzvergabe für Anfang 2019 präsentieren.

Wirtschaftsministerium will alte Fehler verhindern

Auch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und Wirtschaftsminister Peter Altmaier forderten in einem Treffen die Bundesnetzagentur auf, den 5G-Mobilfunk auch in ländlichen Gebieten zu gewährleisten. Das Wirtschaftsministerium will die Fehler aus vorherigen Versteigerungen unbedingt vermeiden: „Wir brauchen klare Vorgaben an die Netzbetreiber, damit wir die Versorgungslücken schließen und die Zukunft der Kommunikation nicht verschlafen“, heißt es dort. Laut deren Plan sollen Anbieter in weniger dicht besiedelten Regionen ein gemeinsames 5G-Netz aufbauen und miteinander teilen. Nur so könnte in kurzer Zeit eine großflächige 5G-Abdeckung, ohne hohe Kosten, entstehen. 



Quelle : Golem


Tags:
Teilen:

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.