Nicht nur Intel-Prozessoren von Sicherheitslücke betroffen, Hersteller arbeiten gemeinsam an Lösung

Meltdown und Spectre offenbar schon länger bekannt
News  / Robin Cromberg

Intel hat in einer offiziellen Stellungnahme die Sicherheitslücke bei hauseigenen Prozessoren bestätigt. Dabei stellt sich jedoch nicht nur heraus, dass branchenweit auch andere Hersteller betroffen sind, sondern das Problem bereits seit letztem November bekannt ist.

 Intel hat eingeräumt, dass die eigenen Prozessoren von den Sicherheitslücken namens „Meltdown“ und „Spectre“ betroffen sind. Gleichzeitig weist Intel jedoch darauf hin, dass auch andere Hersteller angreifbar sind, etwa entgegen deren Angaben AMD und auch ARM, deren Prozessorarchitekturen vor allem in Android-Geräten zum Einsatz kommen. Intel, AMD und ARM arbeiten gemeinsam an der Beseitigung dieser Sicherheitslücken, so sollen entsprechende Updates für Windows 10 noch diese, für Windows 7 und 8 nächste Woche ausgegeben werden. Google-Geräte sollen nach eigenen Angaben bereits mit Patches versorgt sein. Mit den Patches soll es besonders bei älteren Prozessoren wohl vorerst zu Leistungsverlusten kommen.

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Nicht nur Intel-Prozessoren sind von der Sicherheitslücke betroffen (Bild: Intel)

Diese Leistungseinbußen lassen sich unter anderem durch einen Lösungsansatz für den Meltdown Bug erklären, welcher zwar über das Betriebssystem geschlossen werden kann, aber einen entsprechenden Tribut fordert. Dieser soll sich besonders bei Servern und älteren CPUs bemerkbar machen, zumal Meltdown alle Modelle seit Pentium MMX von 1995 betrifft. Die Spectre-Sicherheitslücke hingegen bedarf einer Hardware-Anpassung oder einer zusätzlichen Schutzsoftware. Meltdown ermöglicht Angreifern uneingeschränkten Zugriff auf Speicher und Daten, während Spectre die Trennung zwischen Programmen aufhebt und Angreifern Zugriff auf deren Daten erlaubt. Beide Sicherheitslücken sind offenbar bereits seit mindestens November vergangenen Jahres bekannt, was allerdings auch vor Augen führt, wie sehr der Schaden bisweilen eingedämmt und die Sicherheitslücke angegangen wird.


Quellen :

Intel
PCGH


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