Neue Feststoff-Akkus sollen dreimal höhere Energiedichte bieten

Durch Glas und Keramik besser als Lithium-Ionen-Batterien 2 Min. lesen
News  / Niklas Ludwig
Feststoff-Akku Bild: Hydro Québec

Der kanadische Stromversorger Hydro-Québec hat sich die Lizenz an der dritten Generation von Feststoff-Akkus gesichert. Die neuen Stromspeicher sollen 2022 marktreif sein und höhere Kapazitäten sowie schnellere Ladevorgänge als Lithium-Ionen-Akkus ermöglichen. Sie sollen sich zudem nicht entzünden können und somit sicherer sein.

Keramik oder Glas mit Alkalimetallen

Entwickelt wurden die Feststoff-Akkus von Maria Helena Braga und John Goodenough, dem Miterfinder des Lithium-Ionen-Akkus. Bei der neuen Art der Energiespeicher fungiert Glas oder Keramik als Elektrolyt. Die meisten herkömmlichen Batterien nutzen hingegen flüssigen Elektrolyt, wodurch bei Beschädigung die Gefahr einer Entzündung besteht. Ein Feststoff-Akku soll sich hingegen nicht entzünden können.

Samsung Galaxy S5 - AkkuDie Batterien sind seit Jahren ein Schwachpunkt von Smartphones, die häufig nur einen Tag abseits der Steckdose durchhalten.

Batterien mit Lithium-Ionen-Technologie haben das Problem, dass die Ionen Elektrolyt bei geringen Temperaturen schlechter durchdringen können. Es steht weniger Energie zur Verfügung, als eigentlich vorhanden wäre, sodass zum Beispiel bei Elektroautos die Reichweite im Winter sinkt. Feststoff-Akkus sind temperaturbeständiger, funktionieren also auch bei niedrigen und hohen Temperaturen gut.

Höhere Haltbarkeit & schnellere Ladevorgänge

Weitere Vorteile sind eine dreimal höhere Energiedichte gegenüber Lithium-Ionen-Akkus, außerdem sollen die neuen Akkus ihre Kapazität über eine längere Zeitspanne halten können. Zudem sollen Ladevorgänger schneller vonstattengehen, es ist die Rede von Minuten statt Stunden.

Mercedes-Vision-AVTRDie geringere Reichweite von Elektroautos hält viele Menschen vom Kauf ab. Mit den neuen Feststoff-Akkus dürften deutlich höhere Reichweiten möglich sein.

Es werden regelmäßig Erfolgsmeldungen aus der Batterieforschung bekanntgegeben, doch bis zur Marktreife vergehen meistens noch Jahre, wenn nicht sogar ein Jahrzehnt. Die Feststoff-Akkus sind laut Hersteller hingegen schon 2022 marktreif. Der kanadische Stromversorger Hydro-Québec hat die Technologie lizensiert und will mit Industriepartnern Akkus fertigen.

Der Energieversorger arbeitet zudem in Kooperation mit Daimler an Lithium-Feststoff-Akkus, die laut Hydro-Québec die aktuell zweite Generation darstellen. Elektrode und Elektrolyt bestehen auch bei dieser Generation aus festen Stoffen. Die Vorteile sollen ähnlich wie bei der dritten Generation sein,


Quellen :

Hyro Québec
T3n


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