E-Personalausweis ab September auch als Smartphone-App

Elektronischer Perso soll alltagstauglicher werden 1 Min. lesen
News  / Robin Cromberg
Smartphone-Beispiel-Beitragsbild Bild: NordWood Themes via Unsplash

Ein Gesetzesentwurf sieht vor, dass der E-Personalausweis ab September auch auf dem Smartphone gespeichert und online vorgezeigt werden kann. Die Entwicklung ist mit einigen Sicherheits-Hürden verbunden und soll besonders im laufenden Betrieb recht kostspielig werden.

Bereits seit zehn Jahren gibt es den elektronischen Personalausweis, doch kaum niemand nutzt ihn, geschweige denn weiß von dessen Existenz. Um das zu ändern, möchte die Bundesregierung die Online-Funktionen des E-Persos alltagstauglicher machen – über das Smartphone.

Ab September 2021 sollen die Ausweisdaten auch auf dem Smartphone gespeichert und online vorgezeigt werden können. Um die Personalausweis-App auf dem Smartphone nutzen zu können, müssen die Bürger zunächst einen Ausweis mit eID-Funktion besitzen. Dieser Chip ist seit 2017 in jedem Personalausweis enthalten.


Anlass für diesen Digitalisierungs-Vorstoß ist das Online-Zugangsgesetz. Dieses schreibt Bund und Ländern vor, die Verfügbarkeit ihrer Verwaltungsleistungen bis Ende 2022 auch im Internet sicherzustellen.

Balance zwischen Sicherheit und Nutzerfreundlichkeit

Eigentlich sollte eine solche E-Perso-App bereits im Juni 2021 verfügbar sein, doch nach aktuellen Plänen wird erst im Juli der Testbetrieb beginnen und die fertige App im September starten. Bis dahin seien „notwendige technische Vorbereitungen vorzunehmen“, so der Wortlaut im Gesetzesentwurf. Darunter fallen vermutlich auch umfangreiche Vorkehrungen hinsichtlich Datenschutzes und IT-Sicherheit. Dabei soll nach Möglichkeit eine Balance zwischen Sicherheit und Nutzerfreundlichkeit gefunden werden. Schließlich ist das Ziel des neuen Entwurfs, die Online-Funktionen für eine größere Zahl Bürger zugänglicher zu machen.

Das Bundesinnenministerium schätzt die Entwicklungskosten dieser E-Personalausweis-App auf über 19 Millionen Euro. Diese Summe wirkt jedoch vergleichsweise gering im Vergleich zu den jährlichen Ausgaben, mit denen die Bundesregierung rechnet: Rund 26 Millionen Euro sollen die Betriebskosten in den kommenden Jahren betragen, Geschäftsmodelle zur Finanzierung sollen bis 2023 entwickelt werden.


Quellen :

Bundesinnenministerium
Tagesschau
Golem


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