Ford Bluecruise: Fahrassistenzsystem erlaubt Fahren ohne Hände am Steuer

Assistenzsystem für ausgewählte Modelle von F-150 und Mustang Mach-E 2 Min. lesen
News  / Jonathan Kemper
Mann sitzt im Auto am Steuer ohne Hände mit Ford Bluecruise Fahrassistenzsystem Bild: Ford

Für Fahrer ganz bestimmter Ford-Modelle und auf bestimmten Straßen in den Vereinigten Staaten wird die Autofahrt künftig vielleicht etwas entspannter. Der Auto-Konzern hat nämlich sein erweitertes Fahrassistenzsystem Bluecruise angekündigt. Dieses hat sogar einen entscheidenden Vorteil gegenüber Teslas Autopiloten.

Vergleichbar ist Ford Bluecruise mit General Motors Super Cruise, denn bei beiden handelt es sich um Fahrassistenzsysteme der Stufe zwei. Sie erlauben auf einigen Highway-Abschnitten freihändiges Fahren. Ford wirbt mit 160.000 Straßenkilometern, auf denen in den USA Bluecruise unterstützt wird. Zur Einordnung: Die USA haben mit rund 4,3 Millionen asphaltierten Straßenkilometern (Stand 2012) das weltweit größte Netz.


Augen werden per Infrarot überwacht

Beide Assistenzsysteme vertrauen auf eine adaptive Geschwindigkeitsregelung, einen Spurhalteassistenten und Sensoren, die tote Winkel, Fußgänger und Stoppschilder erkennen sollen. Per Infrarot wird der Fahrer überwacht, ob dessen Augen weiterhin auf die Straße gerichtet sind, damit rechtzeitig ein Brems- oder Lenkmanöver eingeleitet werden kann.

Im Gegensatz zu Teslas Autopiloten, der den Fahrer dazu ermahnt die Hände am Steuer zu lassen, ist das bei Ford Bluecruise nicht notwendig. Laut Ford wurde Bluecruise mit zehn Fahrzeugen auf einem 110.000 Meilen (ca. 177.028 Kilometer) langen Roadtrip durch 37 Staaten und fünf kanadische Provinzen bei allen möglichen Straßenverhältnissen ausgiebig getestet.


Update kostet 600 Dollar

Grundsätzlich sollen die 2021er-Modelle des Pickups Ford F-150 und des Elektro-SUVs Mustang Mach-E mit Bluecruise ausgestattet und das Softwareupdate Over-the-Air an diese Fahrzeuge verteilt werden. Alle Fahrer werden jedoch nicht in den Genuss kommen. Voraussetzung ist beim F-150 zum Beispiel das Paket Ford Co-Pilot 360 Active 2.0, das für 1.600 Dollar beim Autokauf hinzugebucht worden sein muss. Dann ist Bluecruise für 600 Dollar zusätzlich erhältlich. Bei Besitzern des Mustang Mach-E ist zuvor ein Aufpreis von 3.200 Dollar für das Komfort- und Technikpaket fällig, worin dann Bluecruise standardmäßig enthalten ist. Ford rechnet mit 100.000 Bluecruise-unterstützten Fahrzeugen, die im Laufe des ersten Jahres verkauft werden sollen.


Quellen :

Ford (Pressemitteilung)
The Verge
Golem


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