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Microsoft: Übernahme von Activision Blizzard rückt ein Schritt näher

Kauf fast abgeschlossen .. oder doch nicht?
Microsoft

Im Streit um die Übernahme von Activision Blizzard hat ein US-Gericht nun verkündet, dass sie den Kauf gestatten. Damit ist Mircosoft einen Schritt näher gekommen, seinen angekündigten Kauf von vor eineinhalb Jahre abzuschließen zu können.

Am Dienstag gab das US-Gericht in Kalifornien im Rechtsstreit zwischen der Federal Trade Commission (FTC) und Microsoft bekannt, dass sie der Übernahme von Activision Blizzard seitens Microsoft grundsätzlich zustimmt. Für die Kartellbehörde (FTC) ist das eine starke Niederlage gegen das Tech-Unternehmen.

Ein Grund für dieses Urteil war, dass es keine grundsätzliche Einschränkung beim Zugang zu Call of Duty zu erwarten gebe. Denn zuvor hatte Microsoft angekündigt, Sony als auch Nintendo ein Lizenzabkommen anzubieten, mit dem die beiden Hersteller weiterhin Call of Duty auf ihren Konsolen für 10 Jahre anbieten dürfen. Sony hatte vorher davon gesprochen, dass die Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft dafür sorgen könnte, dass Sony die Lizenz zu Call of Duty verliert und sich die Spieler zum Konkurrenten wenden würden.

Wie es jetzt weitergeht, ist noch nicht ganz geklärt. Denn auch die britische Competition and Markets Authority (CMA) widerspricht dem Deal von Microsoft. Das Tech-Unternehmen währt sich und hat Rechtsmittel eingelegt, allerdings hat Microsoft-Manager Brad Smith bekannt gegeben, dass die CMA ihr Verfahren pausieren will und über Zugeständnisse verhandeln möchte.

Berufung eingelegt: Die FTC wehrt sich

Seit der Bekanntgabe des Deals ist schon viel Zeit vergangen und laut Vertrag soll der Deal bis zum 18. Juli weitgehend abgeschlossen sein. Andernfalls müsste es zu Nachverhandlungen kommen, die den Preis der Übernahme erhöhen dürften, da der Verkaufserfolg von Diablo 4 dem Unternehmen viel Gewinn einbrachte, was wiederum den Wert des Unternehmens gesteigert hat.

Mittlerweile hat die FTC allerdings angekündigt, in Berufung gegen das Urteil des US-Gerichts zu gehen, um den größten Deal der Videospiel-Branche erneut zu blockieren. Die eingegangene Berufung beim Gericht enthielt allerdings keine Einzelheiten, darüber hinaus gab Microsoft dazu noch keine Stellungnahme. Das Kapitel ist also noch nicht ganz abgeschlossen …

Update [17. Juli 2023]: Berufung abgelehnt, Deal mit Sony

Und schon wenige Tage später wissen wir: Das Berufungsgericht für den neunten Bezirk (United States Court of Appeals for the Ninth Circuit) hat die von der FTC eingereichte Berufung abgelehnt. Zudem hat sich Sony mittlerweile einen Deal mit Microsoft abgeschlossen, der auch zukünftig erscheinende Call of Duty Titel auf der PlayStation sichert – das hat Phil Spencer, Head of Xbox, auf Twitter bekannt gegeben.

Wie lang dieses Lizenzabkommen gilt, ist allerdings noch unklar. Erste Gerüchte sprechen von zehn Jahren, so wie es Microsoft auch mit Nintendo vereinbart hat. Den aktuellen Verträgen zwischen Activision Blizzard und Sony zufolge, werden die nächsten CoD-Titel bis 2024 jedoch noch zuerst auf der PlayStation erscheinen müssen. Ob daraufhin dann die Xbox-Versionen für neue Inhalte wie Karten und Erweiterungen präferiert werden, muss sich zeigen. Nun fehlt nur noch die Zustimmung der britischen Kartellbehörde CMA (Competition and Markets Authority).

Beitrag wurde ursprünglich am 13. Juli 2023 veröffentlicht

Quellen

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher, weiblicher und diverser Sprachformen (m/w/d) verzichtet. Alle Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

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