Test: Corsair Vengeance M90 im Test: Die MMO-Maus?

Geschrieben von Luca Höveler. Veröffentlicht in Eingabegeräte.

Corsair LogoGegensätzlich zur auf Ego-Shooter ausgerichteten M90 Gaming-Maus eignet sich die neue Vengeance M90 von Corsair eher für MMORPG’s, wie beispielsweise World of Warcraft. Aufgrund ihrer hohen Anzahl an Tasten und dem damit verbundenen Spielkomfort soll sie Gamern einen Vorteil gegenüber ihren Mitstreitern verschaffen. Wie sich die Vengeance M90 im Test schlägt, lesen Sie auf den folgenden Seiten.

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Technische Details

Sensor Avago ADNS-9500 5700 dpi LaserStream
Wiederholungsrate 125 Hz / 250 Hz / 500 Hz / 1000 Hz
Tracking-Rate bis zu 165 Zoll/s
Beschleunigung bis zu 30 G
Sensor Lift konfigurierbar in 5 Stufen
Tasten 15
Speicher 48 KB On-Board
Profile 6
 

Lieferumfang

  • Vengeance M90
  • Kurzanleitung
  • Garantieschein

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Design & Verarbeitung

Auf den ersten Blick wirkt die M90 sehr massig, was auf die breite Handballenauflage zurückzuführen ist. Diese ist mit einer schwarzen Gummierung überzogen, welche die Hand vor ungewolltem Abrutschen bewahrt. Auch das Corsair-Logo befindet sich hier, bei Betrieb ist dieses sogar weiß beleuchtet. Neben den zwei Haupttasten befindet sich auf der Oberseite das Mausrad sowie die Taste zur Auswahl zwischen den sechs Profilen, welche dank der Software individuell eingerichtet werden können. Außerdem befinden sich im vorderen Bereich neben der linken Haupttaste zwei Knöpfe zur Regulierung des Sensors. Hier können DPI-Werte von bis zu 5700 dpi in Hunderterschritten ausgewählt werden. On-The-Fly kann auch im Spiel zwischen den Werten gewechselt werden, was gerade bei professionellen Nutzern mehrerer Spielcharaktere eine Zeitersparnis ausmacht. Zum besseren Komfort, aber auch für ein optisch schöneres Bild, sind die drei Zusatztasten sowie das Alu-Mausrad durch blaue Beleuchtung hinterlegt. Somit werden die Tasten auch bei dunkler Atmosphäre nicht verfehlt.

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Die linke Seite der Vengeance M90 bietet den ersten, wirklich starken Kontrast zur M60. Dort, wo bei dem Vorgänger lediglich ein Fire-Button angelegt wurde, befinden sich bei unserem Testmodel neun frei-programmierbare Makro-Tasten, welche bei MMORPG’s, aber auch bei anderen Genres natürlich von immensem Vorteil sein können. Egal ob hier diverse Ausrüstungsgegenstände oder Aktionen hinterlegt werden: Der Vorteil im Spiel ist gesichert. Damit hier nicht der Überblick verloren geht, steht auf der Corsair-Webpage ein Download bereit, der die besten Profile für zwölf aktuelle Spiele via Word-Dokument verrät:

  • Team Fortress 2
  • SWTOR
  • Portal 2
  • L.A. Noire
  • F.E.A.R. 3
  • ES V Skyrim
  • Deus Ex
  • Dead Space 2
  • COD MW3
  • Bulletstorm
  • Batman Arkham Asylum
  • Assassin’s Creed Revelations
Word-Dokument

Auf einem Metallrahmen befindet sich bei der Vengeance M90 ein Indikator, welcher Auskunft über das aktive Profil gibt. Die blauen LEDs sind mit höchster Verarbeitungsqualität in den besagten Rahmen eingelassen, welcher sich auch auf der Unterseite fortsetzt. Wo sich bei anderen Mäusen Kunststoff befindet, finden wir bei diesem Nager eine geschliffene Aluminiumplatte vor, die lediglich über eine Aussparung für den Avago Gaming-Sensor verfügt und vier Glide-Tapes beherbergt. Diese entfalten sofort ihren vollen Funktionsumfang und sorgen dadurch für ein ausgezeichnetes Gleiten über das Mousepad. Wir empfehlen an dieser Stelle ein hartes Modell, da sich die Maus hierauf noch besser verhielt, als auf einem weichen Stoffmauspad. Ein Kritikpunkt ist jedoch, dass das mittelmäßige Gewicht der Maus, welches bei ca. 130 g liegt, aufgrund der massiven Bodenplatte nicht reduziert oder gar aufgestockt werden kann.

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Die rechte Seite des Nagers wurde nicht mit einer weichen Beschichtung versehen, sondern angeraut, was jedoch einen noch besseren Effekt zu erzielen scheint: Die Finger kommen später ins Schwitzen und rutschen auch hier nicht ab. Schade ist jedoch, dass es keine Auflage für den kleinen Finger gibt, was auf die ergonomisch nicht optimale Form der M90 zurückzuführen ist. Der kleine Finger kann somit bei großen Händen schnell einmal über das Mousepad rutschen, womit das Gleitverhalten der gesamten Maus wiederum negativ beeinflusst wird.

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Kommen wir zur Inbetriebnahme der Vengeance M90. Diese wird über einen vergoldeten USB-Stecker an den PC angeschlossen, welcher mittels beschichtetem Light-Weight-Cable mit der linken Maushälfte verbunden ist. Hierdurch kommt die Asymmetrie des Nagers zur Geltung, was wir sehr begrüßen können.

Technik

Die Vengeance M90 ist in diesem, technikbezogenen Zusammenhang sehr gut bestückt: Ein 5700 dpi-Avago ADNS-9500 LaserStream Gaming-Sensor kommt hier zum Einsatz und lässt sich in seiner Auflösung in Hunderterblöcken abstufen. Somit sollte für jeden Gamer die richtige Sensibilität konfigurierbar sein. Außerdem ist auch die Reaktionsrate in vier Schritten zu wählen: Hier stehen 125 Hz, 250 Hz, 500 Hz sowie 1000 Hz zur Auswahl. Der 48 KB On-Board-Storage lässt das Speichern von bis zu sechs Profilen zu, welche sich vor allem für das Spielen unterschiedlicher Charaktere oder gar Spiele eignen. Des Weiteren ist eine Tracking-Rate von bis zu 165 Zoll pro Sekunde möglich, was einer Beschleunigung von 30 G entspricht: Geschwindigkeits-Junkies steht hier also nichts im Wege. Zur Genauigkeit lässt sich aber auch der Sensor in fünf Schritten dem Untergrund anpassen. Hier werden nahezu alle Fehlerquellen ausgemerzt. Damit der Anschluss keinen Flaschenhals bietet, ist dieser zur besseren Übertragung sogar vergoldet, wie es im oberen Gaming-Produktsegment üblich ist.

Software  Software

Zur optimalen Konfiguration steht auf der Seite des Herstellers eine Software zum Download bereit, welche sowohl übersichtlich, als auch umfangreich ist. Hier lässt sich die gesamte Technik kinderleicht einstellen und an die persönlichen Bedürfnisse anpassen.

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Fazit

Die Vengeance M90 überzeugt durch eine großartige Umsetzung der aktuellen Technik sowie der ergonomischen Anordnung der neun Makrotasten auf der linken Seite. Auch das Design, aber vor allem die exzellente Verarbeitung, konnte unser Team auf die Seite des Nagers ziehen. Nicht zuletzt die Software, welche das kinderleichte Konfigurieren der Technik ermöglicht, führt zu einer Empfehlung unsererseits. Wer also mit der fehlenden Ablage des kleinen Fingers sowie dem unveränderlichen Gewicht auskommt, der wird mit Sicherheit gut mit der M90 klarkommen. Auch der Preis von rund 60 Euro ist, unter anderem durch die hochwertige Verarbeitung der Aluminium-Details, gerechtfertigt.

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Pro
  • Design
  • Verarbeitung
  • Technik
  • Software
Contra
  • fehlende Gewichtsanpassung
  • kleiner Finger wird ergonomisch nicht berücksichtigt

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Luca Höveler

Luca Höveler

...ist nun seit drei Jahren als Redakteur auf ehrenamtlicher Basis bei Allround-PC.com tätig. In seiner Freizeit beschäftigt er sich mit zahlreichen Sportarten sowie als Trainer, wobei das Schwimmen unter besonderem Fokus steht. Beruflich ist Luca momentan als Au Pair in den USA einzuordnen und wird im kommenden Jahr voraussichtlich wieder nach Deutschland reisen und Allround-PC.com weiterhin mit spannenden News aus der Technikwelt versorgen.

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