Test: Logitech G403, G213 & G231 Prodigy

Maus, Tastatur und Headset der neuen Gaming-Serie im Test

Geschrieben von Niklas Ludwig am 26.10.2016.

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„Back to the Roots“, so könnte das Motto der neuen Logitech Prodigy-Serie lauten. Anstatt den Anwender mit immer mehr Funktionen zu erschlagen, konzentrieren sich die Prodigy-Produkte auf das Wesentliche. Zu den Produkten zählen die G403 Prodigy Gaming-Maus, die G213 Prodigy Gaming-Tastatur sowie das G231 Prodigy Gaming-Headset, die wir für euch getestet haben.




Logitech G403 Prodigy Gaming Maus

Technische Daten

Material Kunststoff
Sensortyp Optisch (Pixart PMW 3366)
Auflösung 12.000 dpi
Polling Rate 1.000 Hz
Tastenzahl 6 programmierbare Tasten inkl. Mausrad
Abmessungen (L x B x H) 124 x 68 x 43
Gewicht 90 g
Anschlussart kabelgebunden (auch kabellos erhältlich)
Kabellänge 2,0 m
Besonderheiten 2 RGB-Beleuchtungszonen
Preis ~70 Euro (kabelgebunden) / ~120 Euro kabellos

Lieferumfang

  • Logitech G403 Prodigy Gaming Maus
  • Gewicht (10 g)
  • Schnellstartanleitung

Design & Verarbeitung

Die Logitech G403 Prodigy Gaming Maus ist in einer kabelgebundenen sowie kabellosen Variante erhältlich und verzichtet auf unnötigen Schnickschnack: Bis auf die beiden Maustasten bietet sie lediglich zwei Daumentasten und eine Taste, um die DPI-Stufe umzuschalten. Das Mausrad darf ebenfalls nicht fehlen und wird in der Mitte schick illuminiert. Zudem leuchtet das große G auf dem Mausrücken und bringt so etwas Abwechslung in das schlicht gehaltene Design. Die matte, anthrazitfarbene Oberseite wird an den Seiten von gummierten Seitenteilen ergänzt. Dadurch liegt die Maus angenehm und rutschfest in der Hand. Linkshänder schauen allerdings in die Röhre, da die Maus nur für Rechtshänder konzipiert ist.

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Das „G“ auf dem Mausrücken kann in verschiedenen Farben leuchten (li). Über das Gewichtsmanagement lässt sich das Gewicht der Maus anpassen (re).

Auf der Unterseite befindet sich ein kreisrunder Magnetverschluss, der geöffnet werden kann, um ein 10-Gramm-Gewicht in die Maus einzusetzen. Somit lässt sich das Gewicht der Maus von 90 auf 100 Gramm beziehungsweise 107 auf 117 Gramm (Wireles-Variante) anheben. Der Anschluss an den PC erfolgt über ein stoffummanteltes Kabel mit einer Länge von zwei Metern. Bei der kabellosen Variante, der G403 Prodigy Wireless, steht es dem Nutzer frei, ob er die Maus kabellos oder kabelgebunden nutzen möchte. Der Wechsel funktioniert hierbei fließend. Sollten die Batterien leer sein, könnt ihr einfach kabelgebunden weiterspielen und die Maus aufladen.

Eigenschaften

Beim Sensor setzt Logitech auf einen alten Bekannte, den Pixart PMW3366, der beispielsweise auch in der G502 Proteus Spectrum zum Einsatz kommt. Der Sensor löst mit maximal 12.000 DPI auf und kann in 50er Schritte bis runter auf 200 dpi reduziert werden. Das geschieht komfortabel in der Logitech Gaming-Software. Fortan könnt ihr eure bevorzugten Stufen über den dpi-Schalter abrufen. Zudem kann über die Software jeder Taste eine neue Funktion zugewiesen werden. Die Beleuchtung lässt sich selbstverständlich ebenfalls anpassen und beispielsweise mit der G213 Prodigy Gaming-Tastatur synchronisieren.

logitech-g403-prodigy-softwareDie Logitech Gaming-Software ermöglicht unter anderem das Anpassen der DPI-Stufe.

Alle Einstellungen können auch auf dem internen Speicher abgelegt werden, wodurch sich die Maus direkt an einen anderen Rechner nutzen lässt. Die G403 Prodigy Wireless nutzt die Funktechnik der G900 Chaos Spectrum und setzt Befehle daher ohne spürbare Verzögerung um. Sowohl die kabelgebundene als auch kabellose Variante schlagen sich sehr gut, gleiteen grazil über den Schreibtisch und sorgen für ein präzises Gefühl beim Zielen und Schießen.

Fazit

Wer auf der Suche nach einer Gaming-Maus ohne viel Schnickschnack ist, der ist bei der Logitech G403 Prodigy (Wireless) genau an der richtigen Adresse. Sie liegt gut in der Hand und ist mit dem präzisen PMW3366-Sensor ausgestattet. Dank der RGB-Beleuchtung lässt sie sich etwas an den eigenen Geschmack anpassen. Wem die Maus zu leicht über das Mousepad gleitet, der kann die Maus unkompliziert mit dem Gewichtsmanagement beschweren. Schade ist hingegen, dass sie nur für Rechtshänder ausgelegt ist. Zudem kostet sie mit rund 70 Euro genauso viel wie die G502 Proteus Spectrum, die im Onlinehandel bereits zum gleichen Preis erhältlich ist und deutlich mehr Funktionen bietet. Die Logitech G403 Prodigy Wireless schlägt hingegen mit rund 120 Euro zu Buche, wodurch sie eine gute Alternative zur ebenfalls kabellosen G900 Spectrum darstellt. 

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Pro Contra
  • sehr gute Verarbeitung
  • nur für Rechtshänder geeignet
  • schneller Sensor
  • preislich auf dem Niveau der G502 Proteus Spectrum (Onlinehandel)
  • Gewichtsmanagement
 
  • RGB-Beleuchtung
 
  • gute Software
 

Logitech G213 Prodigy

Technische Daten

Schaltertyp Rubberdome
Anti-Ghosting Tastenzahl kA
Abtastrate (Polling) kA
Anzahl Makro-Tasten keine
interner Speicher nein
Kabellänge 1,8 m
Abmessungen (L x B x H) 452 x 218 x 35 mm
Gewicht 1 kg
Preis ~80 Euro

Lieferumfang

  • Logitech G213 Prodigy Gaming Tastatur
  • Kurzanleitung

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Design & Verarbeitung

Logitech setzt bei der G213 Prodigy Gaming-Tastatur auf ein mattschwarzes Kunststoffgehäuse, das an den Seiten in Hochglanzoptik erstrahlt. Praktischerweise ist bei der Tastatur direkt eine Handballenauflage integriert, was sich insbesondere bei langen Gaming-Sessions positiv bemerkbar macht. Im vorderen Bereich der Unterseite befindet sich ein großer Gummistreifen, der in Kombination mit den zwei Antirutsch-Füßen im hinteren Bereich dafür sorgt, dass die Tastatur sich nur mit Kraftaufwand über die Tischplatte schieben lässt. Zudem können zwei Füße ausgeklappt werden, um die Tastatur leicht anzuwinkeln. Im rechten Bereich der Rückseite wird das robust wirkende, stoffummantelte Kabel aus dem Gehäuse herausgeführt.

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Makrotasten sucht man vergebens, dafür hat Logitech der G213 Prodigy separate Multimedia-Tasten spendiert.

Die Rubberdome-Tasten sind mit einer RGB-Beleuchtung ausgestattet, können allerdings nicht einzeln angepasst werden. Stattdessen hat Logitech fünf Zonen vorgesehen, die farblich modifiziert werden können. Während die Beleuchtung insgesamt betrachtet homogen ausfällt, lässt sich bei den einzelnen Tasten erkennen, dass diese nicht immer vollständig ausgeleuchtet werden. Zudem steht lediglich eine Helligkeitsstufe zur Auswahl. Auf Makrotrasten hat Logitech bei der G213 Prodigy Gaming-Tastatur verzichtet, dafür gibt es im oberen rechten Bereich ein kleines Multimedia-Panel. Zudem gibt es eine Taste, mit der die Beleuchtung ein- oder ausgeschaltet werden kann. Links von dieser sitzt die Taste, die den Game-Modus aktiviert, wodurch unter anderem die Windows-Taste gesperrt wird. Die Tastatur ist vor Spritzwasser geschützt und wirkt auch sonst gut verarbeitet.

Eigenschaften

Anstelle von mechanischen Schaltern kommen in der Logitech G213 Prodigy Rubberdome-Tasten zum Einsatz. Diese bieten einen guten Druckpunkt und offerieren ein präzises Tippgefühl. Das Betätigen mehrerer Tasten gleichzeitig stellt kein Problem für die Tastatur dar, wir konnten bis zu 12 Tasten gleichzeitig betätigen.

logitech-g213-prodigy-softwareDie RGB-Beleuchtung lässt sich in fünf Zonen anpassen. Einzelne Tasten können nicht separat ausgewählt werden.

Über die Logitech Gaming-Software können wir nicht nur die Beleuchtung der fünf unterschiedlichen Zonen anpassen, sondern den Tasten auch neue Funktionen zuweisen. Allerdings lassen sich nicht alle Tasten ändern, stattdessen können primär die Zahlen- sowie F-Tasten neu zugewiesen werden. Auch ist es möglich, den Tasten rund um den WASD-Block eine Neuzuweisung zu verpassen.

Fazit

Die Logitech G213 Prodigy Gaming-Tastatur ist gut verarbeitet und verzeiht es einem, sollte man ausversehen ein Glas auf dem Schreibtisch verschütten. Für einen hohen Komfort sorgen die Handballenauflage und das präzise Tippgefühl. Wer jedoch die Rückmeldung von mechanischen Schaltern bevorzugt, sollte lieber einen Bogen um die G213 Prodigy machen. Logitech hat der G213 Prodigy eine RGB-Beleuchtung spendiert, die allerdings nur eine Helligkeitsstufe bietet. Zudem sind die einzelnen Tasten nicht immer vollständig ausgeleuchtet und es kann nicht jede Taste einzeln angepasst werden. Stattdessen lassen sich fünf vordefinierte Zonen farblich ändern. Die Logitech G213 Prodigy ist zu einem Preis von rund 80 Euro erhältlich – und liegt somit in einem Bereich, in dem es bereits mechanische Tastaturen (ohne RGB-Beleuchtung) zu kaufen gibt.

Pro Contra
  • gute Verarbeitung  & Spritzwasserschutz
  • Hintergrundbeleuchtung lässt sich nicht dimmen
  • komfortable Handballenauflage
  • Ausleuchtung der einzelnen Tasten ist unregelmäßig
  • gutes Tippgefühl
  • Beleuchtung nur in 5 Zonen anpassbar
  • RGB-Beleuchtung
 
  • gute Software
 
  • Anti Ghosting
 

Logitech G231 Prodigy Gaming-Headset

Technische Daten

Material

Polster: Textil; Bügel: Stahl

Audiotreiber

40 mm mit Neodym-Magneten

Frequenzbereich

20 – 20.000 Hz

Impedanz

32 Ohm

Empfindlichkeit

90 dB

Verbindung

3,5 mm

Mikrofontyp

Nierenförmig (gerichtet), hochklappbar

Mikrofonfrequenz

50 Hz – 20 kHz

Kabellänge

2 m + 12 cm Y-Splitter

Besondere Features

Abnehmbare Ohrpolster, mit PS4 & Xbox One kompatibel, Kabelfernbedienung

Gewicht

255 g

Preis

~60 Euro

Lieferumfang

  • Logitech G231 Prodigy
  • Y-Splitter

Design & Verarbeitung

Optisch lehnt sich das Logitech G231 Prodigy Gaming-Headset an andere Headsets der Logitech G-Reihe an. Was sofort negativ auffällt, ist der hohe Kunststoffanteil des Headsets. Der Kunststoff knarzt zudem, was die Wertigkeit zusätzlich mindert. Optisch hat sich Logitech für einen Kompromiss aus dezentem Grundauftreten und knalligen Applikationen entschieden. Das Headset ist in einem matten Grau lackiert, lediglich Teile der Ohrmuscheln sowie die Polsterung des Bügels erstrahlen in einem grellen Orange. Die Ohrmuscheln umschließen die Ohren und lassen sich um 90 Grad umklappen. Zudem lässt sich der Metallbügel großzügig in der Größe verstellen.

logitech-g231-prodigy-ohrmuscheln logitech-g231-prodigy-seitenansicht

Einen Vorteil hat der hohe Kunststoffanteil dann doch: durch das geringe Gewicht sitzt das Headset auch nach längerer Tragezeit angenehm auf dem Kopf. Dazu tragen vor allem die komfortablen Textilohrpolster bei, die verhindern, dass das Ohr sich unangenehm aufheizt. Zudem lassen sich die Ohrpolster abnehmen, um sie besser reinigen zu können. Das einklappbare Mikrofon sitzt an der linken Ohrmuschel und lässt sich etwas biegen, um es in die richtige Position zu bekommen – wir hätten uns jedoch mehr Flexibilität gewünscht. An der linken Ohrmuschel wird auch das stoffummantelte Kabel abgeführt, das rund zwei Meter lang ist und sich am Ende in zwei Klinkenstecker für Kopfhörer und Mikrofon aufteilt. Am Kabel selbst befindet sich noch eine Fernbedienung, mit der das Mikrofon stummgeschaltet oder die Lautstärke geregelt werden kann.

Eigenschaften & Klangqualität

Da das Logitech G231 Prodigy Gaming-Headset lediglich per Klinkenkabel an den PC angeschlossen wird, gibt es auch keine Software, mit der wir beispielsweise den Klang anpassen können. Somit kann das Headset direkt nach dem einstöpseln in Betrieb genommen werden. Der Klang ist klar aufs Gaming ausgelegt und bietet die typische Badewannen-Charakteristik. In Spielen profitieren wir von dieser Klangcharakteristik und können Gegner (trotz der Auslegung als Stereo-Headset) gut orten.

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Explosionen werden stark wiedergegeben und lassen unser Trommelfell zittern. Als Gaming-Headset macht das G231 Prodigy seine Arbeit gut. Zum Musikhören ist es ebenfalls geeignet, doch wirkt der Klang etwas flach und komprimiert. Die Sprachübertragung des Mikrofons geht in Ordnung, wir wurden jederzeit gut verstanden. Allerdings könnte die Stimme etwas klarer klingen, zudem werden Nebengeräusche nur mäßig herausgefiltert.

Fazit

Für einen Preis von rund 60 Euro kann man mit dem Logitech G231 Prodigy Gaming-Headset wenig falsch machen. Es sitzt auch bei langen Gaming-Sessions bequem und fängt nicht an unangenehm zu drücken oder die Ohren übermäßig zu erwärmen. Der Klang ist für ein Gaming-Headset typisch bassbetont und stellt die Höhen etwas stärker in den Vordergrund. Wer viel Musik hört und Wert auf eine natürliche Wiedergabe steht, ist hier an der falschen Adresse. Das Mikrofon erledigt seine Aufgabe, ohne dabei besonders zu brillieren. Im Gegensatz zum stoffummantelten Kabel mit integrierter Fernbedienung, fällt die Qualität des Headsets selbst etwas ab. Durch den hohen Kunststoffanteil wirkt es nicht besonders wertig, was durch das Knarzen des Kunststoffes weiter unterstrichen wird.

Pro Contra
  • guter Tragekomfort
  • Mikrofon könnte flexibler sein
  • ordentlicher „Gaming“-Klang
  • leicht unausgeprägter Mitteltonbereich
  • abnehmbare Ohrpolster
 
  • langes Kabel mit Fernbedienung
 
  • solides Mikrofon
 

 

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Niklas Ludwig

Niklas Ludwig

...ist stellvertretender Chefredakteur und zeichnet sich insbesondere für die Tests der Hardwarekategorie verantwortlich und füttert den APC-YouTube Kanal mit neuen Videos zu allerlei Produkten. Stehen keine größeren Hardwaretests an, widmet er sich Produkten der Consumer Electronics-Welt und fühlt neuen Lautsprechern, Kopfhörern oder mobilen Geräten auf den Zahn.

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