Test: Tt eSports Level 10 M Advanced

Level 10 M, die Dritte *klapp*

Geschrieben von Robin Cromberg am 17.09.2016.

Level 10 M Advanced Beitragsbild

Mit der Tt eSports Level 10 M Advanced legt Thermaltake die Gaming-Maus mit dem speziellen Design von BMW DesignworksUSA zum zweiten Mal neu auf. Welche Neuerungen die Advanced-Version jenseits der bekannten Features, wie dem höhenverstellbaren Mausrücken und der offenen Bauweise mitbringt, erfahrt ihr in diesem Test.





Technische Daten

Material Kunststoff, Teflon
Sensortyp Laser (Avago ADNS-9800)
Auflösung 8.200 dpi (bis zu 16.000 im Overdrive Modus)
Polling Rate 1.000 Hz
Tastenzahl 5 programmierbare Tasten inkl. Mausrad, ein 5-Wege-Joystick
Abmessungen (L x B x H) 130 x 87 x 40 mm
Gewicht 126 g
Anschlussart kabelgebunden
Kabellänge 1,8 m
Besonderheiten höhenverstellbarer Mausrücken, 3 RGB-Beleuchtungszonen
Preis ~80 Euro

Lieferumfang

  • Tt eSports Level 10 M Advanced
  • Schnellstartanleitung
  • Inbus-Schlüssel

Level 10 M Advanced

Design & Verarbeitung

Alle Jahre wieder gibt es eine Variante der Level 10 M Gaming-Maus. Nun ja, inzwischen sind es etwa zwei Jahre her, dass wir die Tt eSports Level 10 M Wireless getestet haben, aber ein gänzlich neuer Look scheint den Designern von Thermaltake und BMW DesignworksUSA, die bei der Level-10-Reihe ebenfalls ihre Finger im Spiel haben, seither nicht in den Sinn gekommen zu sein. Ob es nun gut oder schlecht ist, dass dieses spezielle, aber inzwischen traditionelle Aussehen weiterhin beibehalten wird, muss natürlich jeder für sich entscheiden. Die Tt eSports Level 10 M Advanced setzt jedenfalls erneut auf den interessanten High-Tech-Look mit einem rundum offenen Mausrücken und einem Satz wabenförmiger Luftlöcher, durch die ein leuchtendes Tt-eSports-Logo lugt. Inzwischen hat sich Thermaltake vom Kunststoff-Metall-Mix verabschiedet und kleidet die Maus ausschließlich in mattgrauen und anthrazitfarbenen Kunststoff. Somit ist die Maus auch deutlich leichter als ihre Vorgänger. Neu im Vergleich zu diesen ist eine Daumenablage auf der linken Seite. Ebenfalls auf dieser Seite befinden sich zwei hervorstehende Druckknöpfe und ein größerer 5-Wege-Joystick, mit dem sich unter anderem die DPI-Stufe einstellen lässt.

Level 10 M Advanced Daumentasten Level 10 M Advanced Schraube

Die Daumentasten und der kleine Joystick können sehr praktisch, oder eben, aufgrund der breiten Verteilung und der ungünstigen Positionierung, sehr störend wirken (li); Durch die offenen Bereiche sehen wir ein beleuchtetes Logo und ein bewusst freiliegendes Kabel (re)

Diese Daumentasten und gerade der Joystick sind im Grunde eine nette Idee, lösen jedoch relativ schnell aus und können je nach Daumenhaltung durchaus mal im Weg sein, was gerade beim angestrebten Profi-Gaming schnell ins Auge gehen kann. Auch liegen die drei Tasten recht weit auseinander, sodass wir den Daumen für den Steuerknüppel sehr weit zurückziehen, oder gleich die ganze Hand drehen müssen. Weitere Zusatztasten gibt es keine, ansonsten wären da nur das gummierte Mausrad und die beiden Maustasten. Weitere Details, die wir vom Vorgänger kennen sind ein LED-Rahmen auf der linken, sowie eine LED-Anzeige für die DPI-Stufe auf der rechten Maustaste, ein zu Deko-Zwecken freiliegendes Kabel unter dem Mausrücken sowie eine Schraube auf dem Mausrücken. Mit dem beiliegenden Inbus-Schlüssel passen wir hier die Höhe der Maus an unsere Vorlieben an, seitlich kippen lässt sich der Mausrücken nicht mehr. Das 1,8 Meter lange Kabel ist am Ende mit einer Gummikappe für den USB-Anschluss versehen. Die Tt eSports Level 10 M Advanced ist wie ihre Vorgänger sehr gut verarbeitet und wirkt auch ohne deren Aluminium-Gerüst noch sehr hochwertig. Auf der Unterseite befinden sich vier Teflon-Rutschfüße, mit denen die Maus geschmeidig über das Mauspad gleitet.

Eigenschaften

Der verbaute Laser-Sensor vom Typ Avago ADNS-9800 löst im Grunde wie gehabt mit 8.200 DPI auf, per Overdrive werden hier 16.000 DPI erreicht. Im Endeffekt dient dieser Wert natürlich in erster Linie als Werbemittel, da die meisten Nutzer selbst für 8.200 DPI keine wirkliche Verwendung finden und eher auf Sensor-Auflösungen in den unteren Tausender-Bereichen zurückgreifen werden, um überhaupt noch etwas zu treffen. DPI-Einstellung und ähnliches Feintuning nehmen wir in der herunterladbaren Software vor, hier können wir auch die Tastenbelegung verändern und unter anderem die drei Beleuchtungszonen konfigurieren.

Software 1 Software 2

Mit der Software können wir unter anderem die Farben der drei Beleuchtungszonen definieren

Die Bedienung der Tt eSports geht insgesamt leicht von der Hand, zumal wir den Mausrücken je nach Wunsch in eine Position bringen können, die unserer Griff-Weise am ehesten entspricht. Auch das gummierte Mausrad ist deutlich gerastert und ermöglicht präzises Scrollen. Durch die diversen „Luftlöcher“ rund um die Maus kommt die Hand im Idealfall nicht so sehr ins Schwitzen, im Hochsommer macht dieser Designkniff allerdings keinen merkbaren Unterschied.

Fazit

Die Tt eSports Level 10 M Advanced sieht ihren Vorgängern auf den ersten Blick zum Verwechseln ähnlich, bietet aber einige Unterschiede und Neuerungen. Während die künstlich angehobene Sensor-Auflösung vor allem Käufer anlocken soll, wirken sich Änderungen, wie der Verzicht auf Aluminium und die kaum notwendige vertikale Verstellbarkeit nicht nur auf das Gewicht, sondern auch auf den Preis aus. Dieser macht die Level 10 M Advanced zwar noch lange nicht zu einer Budget-Maus, senkt die zuvor dreistellige Summe aber immerhin auf eine vernünftige Zahl. Zumal wir für dafür ein stattliches Gaming-Paket samt RGB-Beleuchtung, Daumentasten und Joystick sowie einer Software erhalten. Auch die Verarbeitungs- und Produktqualität sind von hohem Niveau.

Pro Contra
  • unkonventionelles Design mit Daumentasten und Joystick…
  • …deren Verteilung und Position beim Spiel stören könnte
  • hohe Verarbeitungsqualität
  • künstliche DPI-Erhöhung wenig sinnvoll
  • schicke RGB-Beleuchtung an drei Zonen
 
  • höhenverstellbarer Mausrücken
 
  • Software
 

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Robin Cromberg

Robin Cromberg

... studiert Asienwissenschaften an der Universität Bonn und ist als Redakteur hauptsächlich für das Ressort der Gaming-Peripherie von Allround-PC.com zuständig. Zwischen Roundup-Tests zu neuesten Gaming-Tastaturen und Co. testet er für APC außerdem Smartphones, Notebooks oder Gadgets wie Bluetooth-Speaker.

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