.e94604 Anzeige
.e94604 .e94604

Cooler Master GA271 im Test: WQHD & 100 Hz besonders günstig

Budget-Monitor für Gaming und Arbeit
Coolermaster Themen
Cooler Master GA271 Monitor auf Schreibtisch zwischen Tastatur, Maus und weißem Desktop-PC.

Der Cooler Master GA271 ist ein 27 Zoll großer Gaming-Monitor der Einsteigerklasse mit WQHD-Auflösung und einer Bildwiederholrate von 100 Hertz. Er kostet nur rund 150 Euro und ist damit das günstigste Modell in diesem Segment. Die Vor- und Nachteile erfahrt ihr im Testbericht.

Mit dem GA271 hat Cooler Master sein Budget-Monitorportfolio erweitert. Der 27-Zoll-Bildschirm ist Ende Juli für knapp 165 Euro erschienen. Zum Testzeitpunkt kostet er 152 Euro, allerdings gab es ihn zwischenzeitlich schon für 149 Euro.

Somit handelt es sich um den derzeit günstigsten WQHD-Monitor dieser Größe mit mehr als 75 Hertz. Er fällt sogar etwas günstiger als viele 75-Hertz-Modelle aus. Vergleichbare Alternativen kosten eher zwischen 170 und 210 Euro, etwa der Acer Nitro VG270U oder der Iiyama ProLite XUB2794QSU. Der vor allem für seine PC-Komponenten bekannte Hersteller Cooler Master bietet seit 2020 auch Monitore an. In Deutschland erschien zuerst der GM34-CW2 (Test), doch seitdem wurde das Bildschirmportfolio stetig erweitert.

Design, Ergonomie und Anschlüsse

Wie bei vielen Monitoren dieser Preisklasse fällt das Design überaus schlicht aus. Abseits vom größeren Cooler-Master-Logo auf der Rückseite gibt es kein Indiz, das den GA271 als Gaming-Modell entlarvt. Das schwarze Gehäuse ist ziemlich dünn und die Seitenränder schmal. Lediglich an der unteren Bildschirmseite existiert eine Rahmenkante, die jedoch dezent ausfällt. Zusammen mit dem Standfuß wiegt das Modell 3,5 Kilogramm und misst 45,6 × 61,3 × 22,5 Zentimeter.

Der Standfuß aus Kunststoff ist sehr kompakt und wird werkzeuglos mit dem Bildschirm verbunden. Für die Wandmontage sind auf der Rückseite vier Gewinde frei zugänglich, daneben befinden sich die Anschlüsse. Geboten werden zweimal HDMI 2.0, einmal DisplayPort 1.4, eine 3,5-Millimeter-Audiobuchse sowie ein Stromanschluss für das externe Netzteil.

Nicht nur beim Design herrscht Minimalismus, auch bei der Ergonomie. Leider lässt sich der Standfuß nur um fünf Grad nach vorne und um 20 Grad nach hinten neigen. Schwenken oder in der Höhe verstellen lässt sich der Monitor leider nicht. Ebenfalls kann man den Bildschirm nicht rotieren. Es gibt definitiv stabilere Standfüße, der Bildschirm wackelt aber nur geringfügig. Es ist offensichtlich, dass Cooler Master hier den Rotstift angesetzt hat, was sich angesichts des Preises aber noch verschmerzen lässt.

Eigenschaften und Bildqualität

Beim GA271 kommt ein mattes VA-Panel mit 27 Zoll Bildschirmdiagonale zum Einsatz. Die Auflösung von 2.560 × 1.440 Pixeln entspricht WQHD und in diesem Fall 109 Pixel pro Zoll – das ist absolut ausreichend und eine beliebte Wahl für Gamer. Inzwischen sind IPS-Panels bei Monitoren üblicher, aber da VA billiger ist, sind VA-Bildschirme im Budgetsegment noch relativ häufig anzutreffen.

Ein Vorteil von VA gegenüber IPS ist abseits des Preises der Kontrast. Laut Herstellerangabe beträgt das Kontrastverhältnis hier 4.000:1. IPS-Technologie punktet dagegen mit kürzeren Reaktionszeiten und meist besseren Farben.

Cooler Master GA271 Monitor von vorn auf Schreibtisch stehend

Cooler Master zufolge deckt der Bildschirm den sRGB-Farbraum zu 95 Prozent ab, was wir bestätigen können. Mit eingestelltem sRGB-Profil ergab unsere Messung eine 96-prozentige Darstellung und ein sRGB-Volumen von 99,3 Prozent. Nach einer Kalibrierung ist der GA271 also genau genug für sRGB-Bildbearbeitung. Im Standard-Modus wird sRGB zu 98,5 Prozent ausgefüllt, doch die Farbdarstellung schießt leicht über einen Großteil des Farbraums hinaus.

Der Bildschirm aktualisiert mit einer in dieser Preisklasse überdurchschnittlichen Frequenz von 100 Hertz und unterstützt Adaptive Sync. Sowohl über DisplayPort als auch über HDMI lässt sich dies bei voller Auflösung erzielen. Erwartungsgemäß schneidet das VA-Panel im UFO-Ghosting-Test nicht sonderlich gut ab: Es zeigen sich bei schnell bewegten Bildschirminhalten Schlieren. Wer reaktionsschnelle Monitore kennt, dem wird das auffallen, ansonsten aber vermutlich nicht.

Mit der Einstellung Motion Clearness lässt sich Ghosting effektiv beheben, doch das Bild wird dabei zu dunkel. Pixel-Overdrive ist standardmäßig schon aktiviert und reduziert die Schlierenbildung leicht. Es sollte jedoch nicht die höchste Overdrive-Stufe aktiviert werden, da dann bereits Artefakte sichtbar werden.

Cooler Master gibt als typische Helligkeit 250 Nits an, was auf dem Markt bis 160 Euro ein gängiger Wert ist. Mit den Bildprofilen Standard, sRGB und HDR (Windows in SDR) wies unser Testmodell bei 100-prozentiger Helligkeitsstufe folgende Werte auf:

BildmodusMaximumDurchschnittBildmitteniedrigster Wert am Rand
Standard/User338 Nits293 Nits306 Nits243 Nits
sRGB337 Nits291 Nits303 Nits241 Nits
HDR342 Nits296 Nits309 Nits245 Nits

Die Herstellerangabe wird also selbst bei der durchschnittlichen Maximalhelligkeit stets nennenswert übertroffen. Rund 300 Nits sind für SDR-Gaming und Alltagsaufgaben definitiv ausreichend hell. Trotz HDR-Modus sollten Nutzer ihren PC allerdings nicht mit diesem Monitor in HDR betreiben. Die Helligkeit ist schlichtweg zu gering für eine sinnvolle HDR-Darstellung, selbst bei Modellen, die DisplayHDR 400 unterstützen.

Stromverbrauch und Bedienung

Das externe Netzteil leistet 48 Watt (12 V / 4 A) und ist angenehm kompakt. Dem Energielabel zufolge fällt das Modell in die Klasse F und verbraucht pro 1.000 Betriebsstunden 26 Kilowattstunden bzw. 28 Kilowattstunden im HDR-Betrieb. Wir haben maximal knapp 30 Watt gemessen, in der Regel waren es bei voller Helligkeit eher 27,5 Watt. Mit der Standardeinstellung ist die Helligkeit auf 80 Prozent eingestellt, weshalb die Leistungsaufnahme nur rund 24 Watt beträgt.

Für die Bedienung setzt der Hersteller auf einen gut erreichbaren Fünf-Wege-Joystick auf Höhe der Anschlüsse. Das On-Screen-Display (OSD) ist klassisch aufgebaut, mit sechs Obermenüs, einer Informationsseite und zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten innerhalb der Menüs.

Begrüßenswert ist das Farbmenü, das die Anpassung des Gammawerts, Farbraums und der Farbtemperatur samt einzelner RGB-Werte erlaubt – in diesem Segment ist das leider nicht immer gegeben. Im Gaming-Menü stehen die üblichen Features zur Auswahl: Overdrive, Adaptive Sync, Motion Clearness (ULMB), eine FPS-Anzeige sowie ein Fadenkreuz-Overlay. Besondere Extras abseits vom Standard weist das OSD nicht auf.

Fazit

Insgesamt erlaubt sich der Cooler Master GA271 keine größeren Fehltritte und sticht für circa 152 Euro in seiner Klasse eindeutig als günstigstes Modell zum Testzeitpunkt hervor. Wem es nur auf die Auflösung und die Bildwiederholrate ankommt, kann hier zugreifen, denn der Monitor ist aufs Wesentliche beschränkt. Dies macht sich vor allem bei der Ergonomie bemerkbar und Extras wie ein USB-Hub fehlen.

Die Auflösung ist auf 27 Zoll scharf genug und die Bildwiederholrate reicht ebenfalls aus für flüssiges Gaming und ruckelfreies Scrollen. VA-typisch sind die Reaktionszeiten jedoch vergleichsweise lang, was in leichten Schlieren resultiert. Im Einsteigersegment ist das aber noch im Rahmen, da man für diesen Preis keine höheren Ansprüche stellen darf. Übrigens existiert auch ein 24-Zoll-Pendant namens GA241 mit Full-HD und 100 Hertz für rund 106 Euro.

Monitore
Allround-PC.com Award
12/2023
Cooler Master GA271
Preis-Leistung

Pro

  • günstigster 27”-Monitor mit WQHD & 100 Hz
  • Helligkeit ausreichend & über Herstellerangabe
  • niedriger Stromverbrauch

Contra

  • spartanische Ausstattung
  • nicht höhenverstellbar
  • lange Reaktionszeiten

Mit * markierte Links sind Affiliate-Links. Mit dem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Verkaufsprovision, ohne dass du mehr bezahlst.

Foto von Tim Metzger Tim Metzger

… schreibt seit 2020 für Allround-PC zu Technik aller Art und hat schon in jedem Ressort Artikel verfasst. Abseits des Redakteur-Jobs studiert Tim Technikjournalismus an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher, weiblicher und diverser Sprachformen (m/w/d) verzichtet. Alle Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

^