Die Teufel Rockster-Familie erhält Nachwuchs: das neuste Familienmitglied hört auf den Namen Rockster Go und ist der günstigste und kompakteste Bluetooth-Lautsprecher innerhalb der Serie. In unserem Test klären wir, ob er einen gelungenen Einstieg in die Welt des kabellosen Musikvergnügens darstellt.

Übersicht

Bisher war der Teufel Rockster XS der kleinste Spross innerhalb der Rockster-Familie. Der Teufel Rockster Go löst ihn mit einem Preis von 149,99 Euro jedoch als Einstiegsmodell ab und soll zahlreiche Verbesserungen wie einen vollständigen Wasserschutz bieten. Wer es eine Nummer größer mag, sollte sich unsere Tests zum Teufel Rockster durchlesen.

Design & Verarbeitung

Der Teufel Rockster Go besitzt ein Kunststoffgehäuse mit gummierter Oberfläche und roter Umrandung. Das Kunststoffgehäuse wirkt robust und soll den Teufel Rockster Go vor Stürzen aus geringer Höhe schützen. Während unseres Tests fiel der Lautsprecher aus Schreibtischhöhe herunter und funktionierte danach einwandfrei. Damit er auch ohne Sorgen draußen genutzt werden kann, ist der Bluetooth-Lautsprecher nach der Schutzart IPX7 zertifiziert. Er kann somit für 30 Minuten in einer Wassertiefe von einem Meter überleben.

Der Teufel Rockster Go besitzt eine passive Bassmembran, ist aber trotzdem nach Schutzart IPX7 wasserdicht.

Die Lautsprecherabdeckung im vorderen Bereich besteht aus engmaschigem Stoff und wird in der Mitte von einer kreisrunden Aussparung der Passivmembran unterbrochen. Nettes Detail ist das Stoffetikett mit Teufel-Schriftzug am linken Rand des Lautsprechers. Auf der Rückseite lässt sich außerdem eine im Lieferumfang enthaltene Handschlaufe anbringen. Mit Abmessungen von 110 x 210 x 60 mm und einem Gewicht von 700 Gramm lässt sich der Teufel Rockster Go problemlos an der Schlaufe tragen oder in einem Rucksack oder einer Tasche unterbringen.

Mit dieser Handschlaufe kann der Bluetooth-Lautsprecher bequem und komfortabel transportiert werden.

Auf der Unterseite befindet sich ein M4-Gewinde, mit dem der Teufel Rockster Go auf ein Stativ geschraubt werden kann. Laut Teufel ist das Gewinde ein Überbleibsel aus der Entwicklung, da die Lautsprecher für Messvorgänge auf ein Stativ befestigt werden. Auf der rechten Seite befindet sich eine Verschlussklappe, hinter der sich ein Klinkenanschluss und ein Micro-USB-Anschluss befinden. Erstgenannter erlaubt die Nutzung des Rockster Go ohne ein Bluetooth-fähiges Wiedergabegerät.

Auf der Unterseite lässt sich das Gewinde erkennen, mit dem der Lautsprecher auf ein Stativ befestigt werden kann.

Über den USB-Anschluss wird hingegen der Akku aufgeladen, wobei wir Ende 2018 durchaus einen USB C-Anschluss erwartet hätten. Die Bedientasten zur Lautstärkeregulierung und der Wiedergabesteuerung befinden sich auf der Oberseite. Den Einschalt- und Pairing-Knopf hat Teufel hingegen auf der Rückseite untergebracht. LEDs neben dem Einschaltknopf informieren über den aktuellen Akkustand.

Eigenschaften & Klangqualität

Die Bedientasten können bei gemeinsamer Betätigung verschiedene Funktionen erfüllen: Beispielsweise wird das nächste Lied der Playlist durch das Betätigen der „Lautstärke erhöhen“-Taste in Kombination mit der Wiedergabetaste erreicht. Mit der Wiedergabetaste können außerdem eingehende Anrufe entgegengenommen werden, die sich über die integrierte Freisprecheinrichtung des Rockster Go führen lassen. Die Mikrofontaste startet hingegen den Sprachassistenten des Smartphones. Was wir in dieser Preisklasse noch vermissen ist eine App, um Einstellungen am Lautsprecher vorzunehmen oder diesen zu updaten. Beim Konkurrenten JBL unterstützen bereits die Flip-Modelle diese Funktion. Bei der Laufzeit befindet er sich mit etwas mehr als 12 Stunden hingegen ziemlich genau auf dem Niveau des Flip 4.

Die Bedientasten erfüllen zum Teil mehrere Funktionen und können beispielsweise das nächste Lied anwählen.

Der Teufel Rockster Go empfängt kabellos Musik über Bluetooth und unterstützt den aptX-Codec, der eine nahezu verlustfreie Übertragung ermöglicht. Zwei Rockster Go lassen sich auf Wunsch miteinander koppeln, um beispielsweise größere Räume zu beschallen. Allerdings erfolgt die Wiedergabe im Mono- und nicht im Stereo-Betrieb. Im Inneren stecken zwei 50-mm-Breitbandlautsprecher, die laut Teufel einen Frequenzbereich von 60 bis 20.000 Hertz abdecken, was wir mit unserem subjektiven Frequenz- und Hörtest bestätigen können. Angetrieben werden die Treiber von einem Class-D-Verstärker, ein tieferer Bass soll durch den Einsatz der passiven Membran erzielt werden.

Die Anschlüsse befinden sich alle hinter einer wasserdichten Verschlusskappe.

Wir haben uns für den Klangtest den Teufel Rockster XS und den aktuellen JBL Charge 4 mit ins Boot geholt und verglichen, wie der Teufel Rockster Go im Vergleich abschneidet. Nach zahlreichen Musiktiteln steht fest, dass der Teufel Rockster Go für einen Bluetooth-Lautsprecher dieser Größe sehr gut klingt. Das Klangbild ist ausgeglichen, mit einem satten Bass und detaillierten Höhen. Stimmen werden gut abgebildet, haben allerdings eine leicht dumpfe Klangcharakteristik. Im Vergleich mit dem JBL Charge 4 klingt der Teufel Rockster Go weniger voluminös, gerade die Basswiedergabe ist beim Charge 4 stärker. Dafür erscheint die Klangcharakteristik des Teufel Bluetooth-Lautsprechers detailreicher. Außerdem punktet er mit seiner breiteren Bühne, während der Charge 4 seinen Klang stärker nach vorn richtet.

Testvorgang

  • Maximaler Schalldruckpegel: Der Wert des maximalen Schalldruckpegels wurde nicht im Labor gemessen und ist somit keine exakte Messung. Er soll nur eine grobe Richtung vorgeben, an der man sich orientieren sollte. Die Messungen wurden mit einem Meter Abstand zum Lautsprecher in einem schallgedämmten Raum durchgeführt.
  • Reichweite/ Empfang: Die unten aufgeführten Ergebnisse wurden im Freien durch auf dem Boden abgesteckte Abmessungen und der schrittweisen Entfernung von Smartphone zum Bluetooth Speaker ermittelt.

Testergebnisse

Lautstärke

86 dB(A)

Reichweite

29 m

Fazit

Der Teufel Rockster Go schafft das Kunststück, besser als sein indirekter Vorgänger, der Teufel Rockster XS, zu klingen und gleichzeitig günstiger zu sein. Mit der IPX7-Zertifizierung muss man sich außerdem keine Sorgen mehr machen, den Bluetooth-Lautsprecher mit in nasse Umgebungen wie dem Pool zu nehmen. Im Vergleich zu Konkurrenten aus der JBL-Familie hat der Rockster Go das Nachsehen, dass sich maximal zwei Lautsprecher miteinander koppeln lassen. Mehr als zwei Lautsprecher dürften aber wohl die wenigsten Nutzer koppeln wollen. Die Akkulaufzeit entspricht mit 12 Stunden dem, was die meisten Bluetooth-Lautsprecher dieser Größe bieten. Allerdings hätten wir einen USB Typ C-Anschluss zum Aufladen erwartet. Praktisch sind zudem die Bedientasten und die integrierte Freisprechfunktion. Der Teufel Rockster Go ist ab sofort zu einem Preis von 149,99 Euro erhältlich.

 

Pro

  • guter Klang
  • wasserdicht nach IPX7
  • Laufzeit
  • schnelle Suche & Pairing
  • hohe Reichweite
  • zwei Lautsprecher können miteinander gekoppelt werden
  • Freisprechfunktion

Contra

  • kein USB C-Anschluss
  • kein NFC
  • keine App-Steuerung

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