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ZTE Hyperbox 5G im Test: 5G als Alternative zu DSL- & Kabelanschluss?

Der aktuell günstigste 5G-Router!

Egal ob für Home-Office, Gaming oder Streaming: Ohne schnelles Internet ist man heutzutage oft aufgeschmissen. Allerdings hakt es hierzulande beim Glasfaser-Ausbau, denn gerade einmal acht Prozent aller Haushalte sind an das Glasfasernetz angeschlossen. Dort, wo das Netz vorhanden ist, kostet der Anschluss vergleichsweise viel. Eine Alternative könnte daher der Wechsel zum 5G-Mobilfunknetz sein.

Inzwischen verfügen große Teile des Landes über eine 5G-Abdeckung, wobei vor allem in den Ballungsräumen ausgebaut wird. Aber auch auf dem Land verbessert sich die Abdeckung allmählich, wodurch dort ebenfalls höhere Internet-Geschwindigkeiten zum Standard werden. Teilweise werden dabei die Transferraten des Kabel- oder DSL-Netzes sogar übertroffen. Dementsprechend stellt sich die Frage, ob man überhaupt noch einen klassischen Internetanschluss benötigt. Besonders in der Zeit von unlimitierten Datentarifen ein interessanter Gedanke.

Es gibt bereits einige Hersteller, die 5G-Router für das Heimnetzwerk anbieten. Hierzu zählt unter anderem der chinesische Hersteller ZTE mit der Hyperbox 5G. Der Router wird zu einer UVP von 299 Euro angeboten, der Straßenpreis liegt bei etwa 260 Euro. Zusätzlich wird eine 5G-fähige SIM-Karte benötigt, um den Router nutzen zu können.

Rechtliche Situation

Bevor wir mit dem Test anfangen, wollen wir zunächst ein Wort zur rechtlichen Situation verlieren. Wer einen Unlimited-Tarif bei einem der bekannten Mobilfunkanbieter hat, wird eventuell die Beschränkungen in den AGBs kennen. Demnach ist der Einsatz nur mit Geräten vorgesehen, die eine „mobile Nutzung unabhängig von einem permanenten kabelgebundenen Stromanschluss ermöglichen“. LTE- und 5G-Router werden somit in der Theorie explizit ausgeschlossen. 

Anfang Mai hat der Bundesgerichtshof (BGH) nach einer Klage des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (vzbz) entschieden, dass solche Klauseln jedoch unwirksam sind. Begründet wurde die Entscheidung damit, dass entsprechende Regelungen gegen die EU-Verordnung zur sogenannten Endgerätewahlfreiheit verstoßen. Als Folge dessen ist die Nutzung einer normalen SIM-Karte in Kombination mit einem Mobilfunkrouter problemlos möglich.

Snapdragon X55 als Basis

Nach dem kurzen rechtlichen Exkurs wollen wir uns mit der Hardware der ZTE Hyperbox beschäftigen. Im Inneren kommt ein Qualcomm Snapdragon X55 5G-Modem zum Einsatz, das ebenfalls im Snapdragon 870 genutzt wird. Der Chip ermöglicht theoretische Download-Geschwindigkeiten von bis zu 3,4 GBits/s, während im Upload bis zu 255 MBit/s möglich sind. Genutzt wird außerdem 5G-non-Standalon (NSA), das auf das bestehende LTE-Netz zugreifen kann. 5G-Standalone (SA) wird ebenfalls unterstützt, hierzulande fehlt jedoch das entsprechende Netz.

5G-Mast in Sichtweite

Neben dem eigentlichen 5G-Chip gibt es einen Single-Core-Prozessor mit ARM-Cortex-A7-Kern und 1,5 GHz. Dazu verbaut der Hersteller 4 GB Arbeitsspeicher sowie internen Flash-Speicher. Für die WiFi-Abdeckung ist ein 2×2-MIMO-Antennensystem zuständig. Unterstützt wird WiFi 6 mit bis zu 1,775 Gbit/s, wobei bis zu 30 Geräte gleichzeitig verbunden sein können.

Unauffälliges modernes Design 

Äußerlich wirkt der Router besonders im Vergleich zu anderen Modellen eher schlicht und minimalistisch. ZTE setzt hier auf ein schmales und hoch bauendes Gehäuse, dessen Grundfläche oval ist. Die Oberfläche ist in drei farbliche Abschnitte unterteilt, bei denen jeweils ein leicht anderer Weißton genutzt wird. An der Ober- und Unterseite befinden sich Lüftungsschlitze, die vergleichsweise dezent eingearbeitet sind. Der Hersteller macht sich mithilfe des Designs den Kamineffekt zunutze, um eine möglichst effiziente Wärmeabfuhr zu ermöglichen. Ein aktiver Lüfter zur Kühlung kommt nicht zum Einsatz. Mit 7 x 18,2 x 12,4 (B x H x L) fällt die Hyperbox zudem sehr kompakt aus. 

Auf der Vorderseite lassen sich insgesamt sechs Status-LEDs finden, mit denen unter anderem die Signalstärke verdeutlicht wird. Optional kann das Licht über die Benutzeroberfläche abgeschaltet werden. Die Rückseite beherbergt einige Schnittstellen, darunter zwei Gigabit-LAN-Ports, einen Stromanschluss sowie zwei RJ45 Antennen-Anschlüsse. Wer mehr LAN-Ports benötigt, kann den Router um einen Switch erweitern. Das SIM-Kartenfach befindet sich auf der Unterseite zusammen mit einem USB-C-Anschluss, der allerdings nur für Service-Zwecke dient.

Insgesamt macht der 5G-Router einen sehr hochwertigen Eindruck, auch die Anschlüsse sind weitestgehend sauber eingearbeitet, einige sind dabei durch eine zusätzliche Abdeckung geschützt. Einzig die Antennen-Anschlüsse wirken weniger robust. Es empfiehlt sich also vorsichtig zu arbeiten, wenn zusätzliche externe Antennen angebracht werden sollen.

Benutzeroberfläche mit Telekom-Branding

Vor der erstmaligen Inbetriebnahme muss der Router eingerichtet werden. Als Erstes muss die nano-SIM-Karte eingesetzt werden, danach wird der Router eingeschaltet. Sobald dieser gestartet ist, muss ein Gerät per WiFi oder per LAN verbunden werden, um die Benutzeroberfläche aufzurufen. Die benötigte IP-Adresse sowie das Passwort befinden sich auf der Unterseite des Routers.

Die Einrichtung verläuft anschließend relativ schnell und unkompliziert. Unerfahrene User sollten hiermit also keine Probleme haben. Zwar lässt das Telekom-Branding in der Software zunächst aufhorchen, SIM-Karten von anderen Providern sind aber problemlos nutzbar. Auf der 5G-Konfigurationsseite muss der drahtlose Breitbandmodus ausgewählt werden, damit eine Verbindung mit dem Mobilfunknetz hergestellt werden kann. Nach wenigen Minuten ist der Router dann einsatzbereit.

Allgemein zeigt sich die Benutzeroberfläche modern und übersichtlich. Bereits auf den ersten Blick wird ersichtlich, wie viele Geräte aktuell verbunden sind und ob eine Verbindung mit dem Mobilfunknetz vorhanden ist. Daneben gibt es einige Router-typische Einstellmöglichkeiten sowie die Option, den Datenverbrauch einzuschränken. SMS lassen sich ebenfalls hierüber einsehen.

In den WLAN-Einstellungen kann das Passwort sowie der Name des Netzwerkes geändert werden. Daneben sind ebenso tiefergehende Einstellungen vorhanden, unter anderem lassen sich der Netzwerkmodus oder etwa die Kanalbreite anpassen. Normale User werden sich höchstwahrscheinlich kaum in diese Menüs verirren.

Situationsabhängige Performance

Maßgeblich für die Performance des Routers ist die Positionierung sowie die Entfernung vom nächsten Sendemast. In unserem Fall wurde die Hyperbox direkt am Fenster platziert, um eine möglichst schnelle Verbindung herzustellen. Der nächstliegende Mast war etwa 80 Meter (Luftlinie) entfernt. Kombiniert wurde der Router mit einem o2 Unlimited Max Tarif, bei dem ein maximaler Download von 500 Mbit/s und ein Upload von 50 Mbit/s möglich ist.

Im Schnitt konnten wir eine Download-Geschwindigkeit von 200 Mbit/s erreichen, bestenfalls waren es sogar bis zu 280 Mbit/s. Es gab jedoch auch Momente, in denen die Geschwindigkeit drastisch abfiel. Besonders bei schlechten Witterungsverhältnissen kann es dazu kommen, dass der Download-Speed stark schwankt. Ähnlich verhält es sich bei einer kurzweiligen Überlastung der Funkzelle, wenn eine große Anzahl von Geräten eingewählt ist. In der Regel sind diese Schwankungen allerdings von nur kurzer Dauer.

Letztlich lag die niedrigste von uns gemessene Geschwindigkeit bei etwa 60 Mbit/s. Im Vergleich dazu schwankt die Upload-Rate kaum, im Regelfall konnten wir 50 Mbit/s stets ausreizen. Interessant ist zudem ein Blick auf den Ping. Dieser lag meist bei etwa 25 ms, was zwar noch immer solide ist, bei kompetitiven Spielen aber zu Verzögerungen führen kann.

2×2-MIMO sorgt für ausreichende Abdeckung

Im Vergleich zu anderen Routern fällt die WiFi-Performance etwas schwächer aus, das 2×2-MIMO-System liefert dennoch eine ordentliche Abdeckung. In einer etwa 40 m² großen Wohnung gab es keine nennenswerten Performance-Abbrüche, die maximale Geschwindigkeit konnte überall annähernd erreicht werden. Gegebenenfalls ist in einer größeren Wohnung der Einsatz eines WiFi-Repeaters trotz allem sinnvoll.

Insgesamt war das Internet schnell genug für parallele Streams, Gaming und natürlich auch zum Surfen. Zumindest im Gaming-Bereich gibt es eine Einschränkung, denn besonders in Peer-to-Peer-Multiplayer-Spielen kann es zu Verbindungsproblemen kommen. Grund hierfür ist das Fehlen einer öffentlichen IP-Adresse, die im Normalfall vom Service-Provider gestellt wird. Im Fall des von uns genutzten Tarifs ist hierfür eine einmalige und kostenpflichtige Freischaltung notwendig. Anschließend lassen sich diese Dienste wie gewohnt nutzen.

Fazit

ZTE bietet mit der HyperBox 5G ein durchaus empfehlenswertes Gesamtpaket an, das vor allem durch den vergleichsweise niedrigen Einstiegspreis überzeugt. Mit einer UVP von 299 Euro handelt es sich um den derzeit günstigsten, in Deutschland erhältlich 5G-Router. Trotz allem muss man hier auf kaum etwas verzichten, lediglich die maximal mögliche Geschwindigkeit fällt im Vergleich zu teureren Modellen geringer aus. Abseits davon punktet der Router mit einer sauberen Verarbeitung sowie mit seiner schlichten und zurückhaltenden Optik. Gleichermaßen überzeugt die Performance des Antennensystems, wenngleich die Geschwindigkeiten schwanken können.

Letztlich steht die Frage im Raum, ob 5G eine echte Alternative zu DSL und Kabel darstellt. Darauf können wir leider keine allgemeingültige Antwort geben, da es sehr auf die lokalen Umstände ankommt. Es gibt einige Situationen, bei denen sich der Umstieg lohnen kann. Falls man bereits einen unlimitierten 5G-Vertrag besitzt, kann das Mobilnetz vor allem eine kostengünstige Alternative darstellen. Besonders wenn das Netz ausreichend schnell ist, lässt sich hiermit bereits nach kurzer Zeit ordentlich Geld sparen.

Außerdem lohnt sich der Umstieg für Haushalte, die bisher nicht durch den Breitbandausbau profitiert haben. In diesem Fall kann das 5G-Netz ein deutliches Upgrade in Sachen Geschwindigkeit mit sich bringen. Allgemein empfiehlt es sich, im Vorfeld Geschwindigkeitsmessungen mit dem eigenen Smartphone durchzuführen, da das reine Vorhandensein einer 5G-Verbindung kein Garant für hohe Geschwindigkeiten sein muss.

Gadgets
Allround-PC.com Award
06/2023
ZTE HyperBox 5G
Empfehlung

Pro

  • Preis
  • schlichte Optik
  • 5G-Geschwindigkeit
  • einfache Einrichtung
  • Wifi 6

Contra

  • Telekom branded Software
  • fragile Antennenanschlüsse

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Arian Krasniqi Profilbild Arian Krasniqi Redakteur

Seit 2021 schreibt er News und Artikel für Allround-PC und kommt ursprünglich aus dem Bereich der Hardware-Komponenten. Inzwischen berichtet er aber auch über verschiedene Gadgets, Smartphones sowie Tablets und informiert als ehemaliger Umwelt­ingenieursstudent über Neuheiten im Bereich der PV-Technik.

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