Anfang des Jahres haben wir den Arctic Freezer 33 eSports One CPU-Kühler getestet. Inzwischen hat der Hersteller mit dem Arctic Bionix P120 einen neuen Lüfter mit erhöhtem statischen Druck auf den Markt gebracht. Wir haben getestet, ob sich die Kühlleistung des Freezer 33 eSports One mit dem neuen Lüfter steigern lässt.

Übersicht

Der Arctic Freezer 33 eSports One ist mit einem 120-mm-Bionix-Lüfter ausgestattet und konnte uns bereits in dieser Konfiguration mit einer guten Kühlleistung bei geringer Lautstärkeentwicklung überzeugen.

Lieferumfang

  • Arctic Freezer 33 eSports One
  • Montagematerial
  • Wärmeleitpaste
  • Bionix P120 Lüfter

Design & Eigenschaften

Arctic verwendet beim Freezer 33 eSports One einen Kühlkörper, der mit einer thermischen Beschichtung versehen wurde. Diese soll Mikro-Turbulenzen erzeugen, wodurch eine erhöhte Kühlleistung erzielt werden soll.

Arctic Freezer 33 eSports One VorderansichtBisher wird der Arctic Freezer 33 eSports One mit dem Bionix F120 Lüfter ausgeliefert.

Der Kühlkörper setzt sich aus 49-Aluminium-Lamellen mit einer Dicke von 0,5 Millimeter und sechs Kupfer-Heatpipes zusammen. Diese sind an der Unterseite abgeschliffen und bilden die Kontaktfläche zu der CPU.

Arctic Freezer 33 eSports One HeatDie Heatpipes sind an der Unterseite abgeschliffen und stehen im direkten Kontakt mit der CPU.

Arctic nutzt standardmäßig den F120 aus der Bionix-Serie, im Test haben wir jedoch den neuen 120-mm-Lüfter Bionix P120 verwendet. Dieser kann statt dem bisherigen Drehzahlbereich von 200 bis 1.800 Umdrehungen pro Minute auf bis zu 2.100 Umdrehungen geregelt werden. Des Weiteren wird ein komplett neu entwickeltes Lüfterdesign verwendet, das laut Hersteller für einen hohen statischen Druck optimiert wurde.

Arctic-Freezer33-eSportsOne-Bionix-P120-3Der neue Bionix P120 Lüfter soll einen höheren statischen Druck aufweisen und somit eine bessere Kühlleistung erzielen.

Der Lüfter wird mit vier Gummiringen entkoppelt, um Vibrationsgeräusche auf ein Minimum zu reduzieren. Des Weiteren soll der Lüfter deutlich effizienter als der Standardlüfter arbeiten. Anstelle von 2,4 Watt soll der Arctic Bionix P120 lediglich 1,56 Watt bei maximaler Drehzahl benötigen. Designtechnisch hat sich jedoch nichts im Vergleich zum F120 getan und Arctic setzt wieder auf ein schwarzes Gehäuse mit weißen Elementen.

Leistung

Die Kühlleistung überprüfen wir, indem wir den Arctic Freezer 33 eSports One auf den Intel Core i9-7900X unseres Testsystems montieren. Zum Vergleich ziehen wir den Arctic Freezer 33 eSports One mit Standardlüfter (Bionix F120) heran. Zunächst haben wir beide Lüfter vom Mainboard regeln lassen, da die wenigsten Nutzer die Lüfter mit fester Drehzahl betreiben dürften. Anschließend haben wir beide Lüfter mit festgelegten 1.500 Umdrehungen pro Minute gegeneinander antreten lassen.

Werden die Lüfter über das PWM-Signal des Mainboards gesteuert, hat der Bionix P120 deutlich das Nachsehen. Die CPU erwärmt sich auf 67 Grad Celsius, während bei Verwendung des Standardlüfters nur 63°C erreicht werden. Per PWM-Steuerung läuft der P120 unter Last mit lediglich 1.300 rpm, während der F120 mit 1.600 rpm betrieben wird. Das Blatt wendet sich allerdings, wenn eine feste Drehzahl festgelegt wird. Werden beide Lüfter mit 1.500 Umdrehungen pro Minuten betrieben, kann sich der Bionix P120 einen Vorsprung von 4°C Grad erkämpfen und lässt die CPU 64°C warm werden. Beim standardmäßig im Lieferumfang enthaltenen Bionix F120 steigt die Temperatur auf 68°C. Beide Lüfter überzeugen mit einer hohen Laufruhe und sind auch bei hoher Drehzahl nicht laut.

Fazit

Der Arctic Freezer 33 eSports One kann in Kombination mit dem Bionix P120 Lüfter eine deutlich bessere Kühlleistung erreichen. Voraussetzung hierfür ist allerdings eine angepasste Lüfterkurve, damit der Lüfter sein Potenzial entfalten kann. Im normalen PWM-Betrieb fiel die Kühlleistung 4°C schlechter aus als bei Verwendung des Bionix F120. Bei fester Drehzahl konnte der neue Lüfter hingegen das Rennen für sich entscheiden. Zudem überzeugt der Bioni P120 Lüfter mit einer geringen Lautstärkeentwicklung und hohen Laufruhe. Mit einem Preis von rund 15,99 Euro für den Lüfter und 29,99 Euro für den Kühler bietet der Arctic Freezer 33 eSports One seine sehr gute Kühlleistung zu einem fairen Preis.

Pro

  • verbesserte Kühlleistung
  • leiser Betrieb
  • schnelle und einfache Montage
  • gute Verarbeitung

Contra

  • ohne Anpassung der Lüfterkurve schlechtere Kühlleistung im PWM-Modus

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2 Kommentare

  • Roadrunner

    Gibts auch einen Grund für die schlechtere Leistung bei PWM (Vollast)? Drehzahl, Pumpgrenze oder ähnliches?

    • Niklas Ludwig

      Hallo,

      im PWM-Modus ist der F120 rund 300 RPM schneller als der P120. Wir haben es noch mal zur besseren Verständlichkeit im Text ergänzt 🙂

      Viele Grüße
      Niklas

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