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Samsung Smart Monitor M7 & M5 mit 32 Zoll im Test

Samt Fernbedienung und praktischen Funktionen
Samsung Smart Monitor M5 und M7 32 Zoll Monitor Test Review

Samsungs Smart Monitor M7 zählt derzeit zu den beliebtesten Monitoren in Deutschland. Das Alleinstellungsmerkmal des 32 Zoll großen UHD-Bildschirms sind die zahlreichen Smart-Funktionen, wie man sie von Fernsehern kennt. Wir haben den M7 getestet und auch mit dem günstigeren M5 verglichen.

Im Jahr 2020 hat Samsung seine Smart-Monitor-Serie in Form des M5 (27/32 Zoll) und M7 (32 Zoll) veröffentlicht. Darauf folgten 2021 weitere Varianten mit 24 Zoll (M5) und 43 Zoll (M7), die 2022 dann vom 32 Zoll großen und weitaus teureren M8 ergänzt wurden. Ruft man bei den Vergleichsplattformen Idealo und Geizhals die beliebtesten Monitore auf, taucht schnell der Smart Monitor M7 mit 32 Zoll auf, der zum Testzeitpunkt knapp 290 Euro in Schwarz und rund 300 Euro in Weiß kostet. 

Der Hersteller hat uns ebenfalls die 32-Zoll-Variante des M5 geschickt, deren Preis knapp 200 Euro beträgt – die kleineren Versionen sind höchstens 15 Euro günstiger. Das mindestens 449 Euro teure M8-Modell bietet uns gegenüber dem M7 zu wenig Neuerungen, weshalb wir es nicht getestet haben.

Lieferumfang

Design, Ergonomie und Anschlüsse

Auf den ersten Blick sehen der M5 und M7 zum Verwechseln ähnlich aus. Einzig anhand der Fernbedienungen und Anschlüsse lassen sich die Monitore optisch auseinanderhalten. Beim M7 liegt stets eine weiße sowie kompaktere Fernbedienung mit USB-C bei, während die schwarze Fernbedienung des M5 zwei zusätzliche Tasten und AAA-Batterien aufweist. Sie können als Universalfernbedienungen (Infrarot) konfiguriert werden.

Smart Monitor M5

Die Ergonomie-Eigenschaften sind in beiden Fällen dürftig, da sich die Bildschirme lediglich um zwei Grad nach vorn und um 22 Grad nach hinten neigen lassen. Zumindest eine Höhenverstellbarkeit könnte man erwarten. Alternative Standfüße oder eine Wandhalterung können gemäß VESA 100 × 100 montiert werden. Der mit drei Schrauben zu befestigende Standfuß nimmt wenig Platz ein, jedoch fängt der große Bildschirm leicht an zu wackeln. Erwähnenswert sind übrigens die Lautsprecher, die anders als bei den meisten Monitoren wirklich gut klingen. Man darf keinen Soundbar-Klang erwarten, aber das Niveau ist vergleichbar mit normalen Fernsehern.

Smart Monitor M7

Zweimal HDMI, einer davon mit ARC-Unterstützung, und zwei USB-2.0-Ports sind stets vorhanden. Der M7 bietet zusätzlich noch einen weiteren USB-A-Port sowie einmal USB-C mit Uplink-Funktion, Videoübertragung und 65-Watt-Laden (Power Delivery). Des Weiteren unterstützen die Monitore Video-Streaming ab Windows 10 über WLAN sowie AirPlay 2. Auch ganz ohne Computer oder Smartphone kann man sie für vieles nutzen, aber mehr dazu im Abschnitt „Smart-Funktionen“. 

Eigenschaften und Bildqualität

Bei den getesteten Modellen kommt jeweils ein mattes VA-Panel mit 32-Zoll-Diagonale und 16:9-Format zum Einsatz. Der M8 löst in UHD mit 3.840 × 2.160 Pixeln auf, der M5 hingegen in Full-HD mit 1.920 × 1.080 Pixeln. Mit einer Pixeldichte von rund 69 Pixeln pro Zoll liegt der M5-Bildschirm deutlich unter dem empfohlenen Mindestwert von 100 – beim M7 sind es circa 138 Pixel pro Zoll. Entsprechend sieht Text auf unserem M5-Modell recht verwaschen aus. Bei Videos fällt dies weniger störend auf, allerdings ist die UHD-Auflösung des M7 spürbar klarer und für die Bildschirmgröße angemessen.

Die Bildwiederholrate beträgt je 60 Hertz, was für das UHD-Modell M7 angesichts des Preises noch verschmerzbar ist, aber in der Preisklasse des M5 existieren bereits Full-HD-Monitore mit 240 Hertz. Für Videos mag dies irrelevant sein, nur bewirbt Samsung die Smart-Monitore ebenso für Produktivität und Gaming. Der Hersteller gibt die Grau-zu-Grau-Reaktionszeit der getesteten Modelle mit VA-typischen vier Millisekunden an. Im UFO-Ghosting-Test machten sich in der Standardeinstellung leichte Schlieren bemerkbar, die mit den zwei Overdrive-Stufen nur geringfügig besser wurden. Selbst auf der höchsten Overdrive-Stufe waren immerhin keine störenden Artefakte ersichtlich.

Hinsichtlich der Helligkeit stehen 250 Nits im Datenblatt des M5 und 300 Nits beim M7. Wir haben maximal 329 und durchschnittlich 295 Nits beim M5 gemessen. Die Maximalhelligkeit unseres M7-Modells beträgt 333 Nits und die Durchschnittshelligkeit 310 Nits. Unser M7 Testmuster wies leider sichtbare Lichthöfe am unteren Rand sowie einen Pixelfehler und zwei Fremdkörper hinter der obersten Bildschirmschicht auf.

Die Kontrastangabe von 3.000:1 liegt auf Standard-Niveau für VA-Panels. Informationen zur Farbraumabdeckung gibt es nicht, jedoch befindet sich in den Einstellungsmenüs des M7 ein Kalibrierungsbericht, zudem lässt sich der M7 mit unterstützten Android- und iOS-Geräten manuell über die SmartThings-App kalibrieren.

Smart-Funktionen

Die Smart-Monitore sind mit Samsungs Tizen-Betriebssystem für Fernseher ausgestattet. Lediglich ein TV-Tuner fehlt und es gibt einige Extras wie das Workspace-Menü. Dort stehen Schnellzugriffe für Samsung DeX, kabelloses PC-Streaming und Microsoft 365 zur Auswahl. Besonders letztere Funktion ist praktisch, da man nur mit der Fernbedienung oder auf Wunsch mit Bluetooth-Peripherie kurzerhand Excel-, Word-, Powerpoint-Dateien oder etwa Outlook ohne weiteres Gerät auf dem Monitor öffnen kann.

Zudem sind Streaming-Apps wie Netflix, Prime Video, Disney+ und Apple TV vorhanden, auch Spotify und Google Meet sind bei Bedarf installiert. Durch das kostenlose und registrierungsfreie Samsung TV Plus besteht außerdem Zugriff auf zahlreiche Internet-TV-Sender (CNN, Terra X etc.) und eine kostenlose Filmbibliothek.

Beim Game-Hub-Menü findet man Spiele-Streamingdienste wie Xbox Cloud Gaming und GeForce Now. Ist der Spielemodus aktiviert, lässt sich über das Schnellmenü die Anzeige sogar zu einem Ultrawide-Format (21:9) auf Kosten der effektiven Bildfläche umstellen. Die Multi-View-Optionen erlauben unter anderem das Streamen von YouTube- oder TV-Inhalten (Samsung TV Plus) und die gleichzeitige Streaming-Anzeige eines Windows-PCs. Leider wird kein vollwertiges Picture-by-Picture geboten, also die simultane Darstellung mehrerer angeschlossener Videoquellen.

Stromverbrauch und Bedienung

Ohne Verwendung der USB-C-Ladefunktion verbraucht der Smart Monitor M7 bei voller Helligkeit rund 48 Watt, bei 50-prozentiger Helligkeit wiederum 35 Watt. Im Fall des M5-Modells sind es 32 beziehungsweise 28 Watt. Übrigens regeln beide Bildschirme die Helligkeit optional adaptiv mittels Umgebungslichtsensor. Im Datenblatt gibt Samsung den M7-Verbrauch mit 40 bis 57 Watt und den M5-Verbrauch mit 27 bis 39 Watt an.

Die Bedienung ist dank der Fernbedienung und Tizen-Oberfläche überaus angenehm im Vergleich zu den meist umständlichen Monitortasten und On-Screen-Menüs. Falls man die Fernbedienung mal verlegt hat oder sie leer ist, gibt es notfalls das Steuerkreuz unter dem vorderen Samsung-Logo.

Tastaturen, Mäuse, USB-Webcams und Controller können mit den Bildschirmen verbunden werden. Senderwechsel, Lautstärke und Apps sind alternativ beim M7 über das eingebaute Fernbedienungs-Mikrofon mit Alexa oder Bixby steuerbar. Der M5 muss sich diesbezüglich mit der Möglichkeit einer Smartphone-Steuerung per SmartThings-App begnügen.

Fazit

Samsung füllt mit der Smart-Monitor-Serie eine Marktlücke: relativ günstige Monitore, die auch als Smart-TV dienen können. Sie richten sich an jene, die keinen Platz für einen Fernseher haben oder sich am Schreibtisch einen Entertainment-Bildschirm für Unterhaltung ohne zusätzliche Geräte wünschen. 

Wer nicht stets erst sein Notebook für Office-Apps oder Netflix anschließen möchte, sollte sich die Smart-Modelle näher ansehen. Obendrein gibt es mehr Smart-Funktionen als bei Fernsehern dieser Preisklasse. Für Leute mit Desktop-PC oder höheren Gaming-Ansprüchen lohnt sich eher ein gewöhnlicher Monitor, der mehr als 60 Hertz bietet. 

Preislich wirkt der M7 mit 32 Zoll aus unserer Sicht wirklich attraktiv, die Beliebtheit ist nicht unbegründet. Die 32-Zoll-Variante des M5 hat jedoch für rund 50 Euro weniger zu viele Abstriche, vorrangig die geringe Auflösung. Da die kleineren Varianten ebenso circa 200 Euro kosten, würden wir zum M5 nur raten, wenn 32 Zoll aus Platzgründen zu groß sind. 

Der M7 verdient mit seiner Kombination aus guten Bildeigenschaften, soliden Lautsprechern und den diversen Funktionen für unter 300 Euro unsere Preis-Leistungs-Empfehlung. Wünschenswert wäre bei kommenden Modellen eine höhere Helligkeit für brauchbares HDR, eine höhere Bildwiederholrate sowie HDMI 2.1.

Monitore
Allround-PC.com Award
03/2023
Samsung Smart Monitor M7 32″
Preis-Leistung

Smart Monitor M7 (32 Zoll)

Pro

  • USB-C mit PD und Hub-Funktion
  • gute Bildschärfe und Helligkeit
  • Tizen OS und zahlreiche Smart-Funktionen
  • praktische Fernbedienung mit Mikrofon und USB-C
  • brauchbare Lautsprecher

Contra

  • schlechte Ergonomie
  • Standfuß dürfte stabiler sein
  • nur 60 Hertz

Smart Monitor M5 (32 Zoll)

Pro

  • Helligkeit über der Herstellerangabe
  • Tizen OS und Smart-Funktionen
  • praktische Fernbedienung
  • brauchbare Lautsprecher

Contra

  • Pixeldichte zu niedrig
  • kein USB-C
  • schlechte Ergonomie
  • nur 60 Hertz
  • kaum günstiger als M7

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Foto von Tim Metzger Tim Metzger Redakteur

Schreibt seit 2020 für Allround-PC zu Technik aller Art und hat schon in jedem Ressort Artikel verfasst. Abseits des Redakteur-Jobs studiert Tim Technikjournalismus an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher, weiblicher und diverser Sprachformen (m/w/d) verzichtet. Alle Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

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