China verbietet seinen Behörden ausländische Computer und Software

Bis 2022 Austausch durch chinesische Alternativen 2 Min. lesen
News  / Robin Cromberg
Intel Ice Lake Beitragsbild

Die chinesische Regierung verbietet ihren Behörden die Nutzung ausländischer PCs und Software, welche bis 2022 vollständig durch heimische Produkte ersetzt werden sollen. Der Handelsstreit zwischen den USA und China erreicht damit offenbar die nächste Stufe.

Chinas „3-5-2 Direktive“ erfordert umfangreiche Änderungen in Behörden

Im Handelsstreit zwischen den USA und China dreht sich vieles nicht zuletzt um eine technologische Vormachtstellung, wie unter anderem am Beispiel Huawei deutlich wird. Die Amerikaner warfen dem chinesischen Unternehmen Spionage vor, der Endverbraucher bekommt die Langzeitfolgen spätestens beim Kauf der nächsten Huawei-Smartphones zu spüren, wenn sich das Unternehmen nach Google-Alternativen umsehen muss. Zwar spricht Huawei-Gründer Ren Zhengfei davon, die Zusammenarbeit mit Google, auf dessen Android-Betriebssystem die Huawei-Smartphones zurückgreifen, auch in der Zukunft weiter aufrecht zu erhalten. Doch man sehe sich auch nach Alternativen um, denn Huawei sei nicht auf Google angewiesen, so der 75-jährige Unternehmer.

Bild: Huawei

Nach Alternativen umsehen, dies scheint auch für die chinesische Regierung eine geeignete Maßnahme in der Auseinandersetzung mit der Trump-Regierung zu sein. Denn die Führung in Peking soll nun ihren Behörden den Gebrauch ausländischer Computer und Software untersagt zu haben. Dieses Verbot sieht eine vollständige Umstellung auf chinesische Produkte innerhalb der nächsten Jahre vor.

Die neue Richtlinie „3-5-2“ erfordert einen sukzessiven Austausch der Technik in regierungsnahen Behörden sowie infrastrukturellen Einrichtungen wie Telekommunikationsunternehmen. 2019 sollen so 30 Prozent der verwendeten Produkte durch heimische Alternativen ausgetauscht werden, 2021 weitere 50 Prozent und 2022 die verbleibenden 20 Prozent. Bis zu 30 Millionen auf ausländischer Technik basierende Geräte müssten in den staatlichen Einrichtungen Chinas für dieses Vorhaben ausgetauscht werden. Betroffen sind dabei unter anderem PCs und Betriebssysteme von Microsoft und Apple, die auch in China weit verbreitet sind, sowie Hardware unter anderem von Intel.


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