Teuerste 5G-Bandbreite der Welt in Taiwan versteigert

152 Mio Euro pro 10 MHz 2 Min. lesen
News  / Robin Cromberg
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In Taiwan haben die Versteigerungen von 5G Mobilfunkfrequenzen ein Ende gefunden. Mit einem Preis von umgerechnet ca. 152,8 Millionen Euro pro 10MHz-Bandbreite im 3,5GHz-Band ist es die bislang teuerste 5G-Bandbreite der Welt.

Das Netz der Zukunft steht vor der Tür

Es wäre noch sehr früh zu behaupten, 5G würde 4G bald ablösen – in Deutschland beispielsweise ist der 4G-Standard noch längst nicht überall verfügbar. Doch die Bandbreiten-Versteigerung des neuen Standards an führende Netzbetreiber ist in vielen Ländern bereits weit fortgeschritten oder abgeschlossen. Die versteigerten Frequenzen sind bei Providern sehr begehrt, welche die Preise bei zahlreichen Auktionsrunden in die Höhe treiben. Technologie-Pionier Taiwan hat bei der 5G-Versteigerung nun den Vogel abgeschossen und den weltweit höchsten Preis pro 10MHz-Bandbreite im beliebten 3,5GHz-Band erreicht.

Ein 5G-Antennenmast (Bildquelle: Telekom)

Nach 261 Runden erreichte die Auktion auf dem kleinen Pazifik-Inselstaat am 16. Januar mit Gesamtgeboten von 138.08 Milliarden NTD (umgerechnet etwas mehr als 4 Milliarden Euro) ein Ende. Der aufgrund seiner hohen Reichweite besonders gefragte 3,5-GHz-Frequenzbereich spielte mit 5,075 Mrd NTD (ca. 152,8 Millionen Euro) den weltweit höchsten Preis pro 10 MHz Bandbreite ein. Der Frequenzbereich um 3,5 GHz wird voraussichtlich in den meisten Ländern zur Verfügung stehen und daher als Basis-Band für 5G eintreten. Weitere 5G-Frequenzbereiche benötigen deutlich mehr Funkmasten, um eine entsprechende Netzabdeckung zu gewährleisten.

Zum Vergleich: Deutschland hat die 5G-Versteigerungen Mitte 2019 beendet und nach 12-wöchiger Auktion beendet und rund 6,5 Milliarden für die Mobilfunk-Lizenzen einspielen können. Das Geld soll für den Sonderfonds Digitale Infrastruktur des Bundes verwendet werden und somit den Breitbandausbau und die landesweite Digitalisierung, etwa an Schulen, finanzieren. Die vier Hauptbietenden waren neben der Deutschen Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland auch 1&1-Drillisch. Mit letzteren erhält Deutschland einen neuen Netzbetreiber, der zuvor die Netzinfrastruktur anderer Unternehmen nutzte. Das eigene Netz von 1&1 ist für 2021 geplant.


Quellen :

Digitimes.com
Maxwireless.de


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