Snapdragon X65: Qualcomm-Modem mit bis zu 10 Gbit/s per 5G

Höhere Geschwindigkeit und mehr Frequenzbänder 2 Min. lesen
News qualcomm  / Tim Metzger
Bild: Qualcomm

Qualcomm hat ein neues 5G-Modem namens Snapdragon X65 vorgestellt, das erstmals eine Übertragungsgeschwindigkeit von zehn Gigabit pro Sekunde im Downstream schafft. Damit ist das Modem deutlich schneller als die Konkurrenz von Samsung, MediaTek und Huawei.

Das neue Snapdragon X65 folgt auf Qualcomms X60, welches im Snapdragon 888 integriert ist. Die Fertigung des X65 erfolgt im Vier-Nanometer-Verfahren und bietet höhere Datenraten sowie weitere Verbesserungen. Im Vergleich zum Vorgänger funkt das Modem mit bis zu 2,5 Gigabit pro Sekunde mehr im Downstream. Angaben zur Geschwindigkeit im Upstream machte der Hersteller nicht. Selbstverständlich unterstützt es 5G im Sub-6- und mmWave-Spektrum und es beherrscht neue Frequenzbänder.

Übersicht der maximalen Übertragungsraten aktueller 5G-Modems:

  • Qualcomm Snapdragon X65: 10 Gbit/s Down, ? Gbit/s Up
  • Qualcomm Snapdragon X60: 7,5 Gbit/s Down, 3 Gbit/s Up
  • Samsung Exynos 2100 (Modem): 7,35 Gbit/s Down, 3,67 Gbit/s Up
  • MediaTek M80: 7,67 Gbit/s Down, 3,67 Gbit/s Up
  • Huawei Balong 5000: 4,6 Gbit/s Down, 2,5 Gbit/s Up

Neu ist außerdem, dass der Chip alle Funktionen des 5G-Protokolls 3GPP Release 16 unterstützt, ein paar Funktionen kommen jedoch erst später per Update. Das Modem ist vorerst für IoT-Geräte, Router, Autos (etwa für V2X), und Notebooks vorgesehen. Frühestens Ende 2021 ist mit einem SoC für Smartphones zu rechnen, der das X65 beinhaltet. Qualcomm treibt damit den technischen Fortschritt bezüglich 5G weiter voran, allerdings sind die maximalen Übertragungsraten noch in keinem 5G-Netz praktisch erreichbar. In Deutschland sind erst seit Januar 2021 öffentliche 5G-Netze im mmWave-Spektrum bei 26 Gigahertz überhaupt möglich.

Erst mit mmWave-Netzen lässt sich das Snapdragon X65 ausreizen. Gerade beim oberen Frequenzspektrum spielen Empfang und Distanz zum Sendemast eine wichtige Rolle. Qualcomm setzt daher auf künstliche Intelligenz, um zu verhindern, dass der 5G-Empfang des Smartphones durch Finger des Nutzers beeinträchtigt wird. Erste Endgeräte mit dem Modem sollen Ende 2021 erscheinen.



Quelle : Qualcomm


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