Es wird schneller: BOE zeigt erstes Notebook-Display mit 600 Hz

Wie viel Herz sind nicht genug?

Inzwischen überschlagen sich die verschiedenen Display-Hersteller mit immer höheren Bildwiederholraten. Im Notebook-Bereich bietet Dell die derzeit wohl schnellsten Displays an – mit 480 Hz stellen das Alienware m17 R5 und x17 R2 die Konkurrenz in den Schatten. BOE hat nun das erste Display mit stolzen 600 Hz vorgestellt.

Das klassische 60 Hz-Panel hat bereits lange ausgedient: In den letzten Jahren setzten sich Monitore mit höheren Bildwiederholraten immer stärker durch. Immerhin sorgt eine höhere Refreshrate für einen geringeren zeitlichen Abstand zwischen den einzelnen Bildern. Dies sorgt für eine reduzierte Schlierenbildung sowie für eine flüssigere Darstellung. Besonders in schnellen Spielen kann das vom Vorteil sein. Letztlich kann eine hohe Bildwiederholrate auch dazu genutzt werden, um etwa die volle Rohleistung einer GeForce RTX 4090 auszunutzen.

Bisher erreichen die schnellsten verfügbaren Displays im Desktop-Bereich 360 Hz, während einige Alienware Notebooks sogar 480 Hz erreichen. Nun geht das Rennen um das schnellste (Notebook-)Display in die nächste Runde, denn BOE hat das erste 600-Hz-Panel vorgestellt. Hierfür setzt der chinesische Hersteller auf eine Metalloxid-Backplane-Technik, welche laut eigenen Aussagen die Grundlage für solche Geschwindigkeiten bildet. Im Januar hatte BOE bereits einen 27-Zoll-Monitor mit dieser Technik vorgestellt, der allerdings „nur“ 500 Hz bietet.

Bild: IT Home

Leider hat sich der Hersteller nicht zu den weiteren Spezifikationen des Displays geäußert. Zudem ist nicht klar, wann das Panel erstmals in einem kaufbaren Produkt zum Einsatz kommen könnte. Auch der 500-Hz-Monitor ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht frei erhältlich. Daneben wurde ebenfalls ein Ultrawide-Modell mit 34 Zoll, HDR-1000-Zertifizierung und 165 Hz angekündigt.

Quellen
Arian Krasniqi

…ist seit 2021 Teil des Teams und befasst sich vor allem mit Hardware-Komponenten sowie mit weiteren technischen Neuheiten. Auch aktuelle Spiele auf PC und Konsole gehören zu seiner Leidenschaft. Neben der Arbeit studiert Arian an der RWTH Aachen Architektur.

^