Studie legt Mangel an E-Ladesäulen in Deutschland offen

Hohe Nachfrage nach öffentlichen Ladepunkten in Ballungsgebieten
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E-Auto steht an Straßenrand und wird geladen Bild: Andrew Roberts/Unsplash

Nicht zuletzt wegen der gestiegenen Kraftstoffpreise und der staatlichen Subventionen steigen viele auf ein elektrisch aufladbares Fahrzeug um. Der Ausbau der Ladeinfrastruktur in Deutschland hinkt laut einer KfW-Studie jedoch hinterher und besonders in dicht besiedelten Gebieten mangele es an öffentlichen Ladesäulen.

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat eine Studie zur deutschen Ladeinfrastruktur veröffentlicht und kommt zu dem Ergebnis, dass der Ausbau zu langsam und ineffizient erfolge. Die Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen sind in den Jahren 2020 und 2021 in die Höhe geschnellt, die Ladepunkte nahmen wiederum weniger schnell zu. Auf einen Ladepunkt kamen 2021 bereits 23 Elektrofahrzeuge – ursprünglich visierte die EU zehn an.

Quelle: KfW

Wachsende Nachfrage und wenig Lademöglichkeiten in Großstädten

Den Daten der staatlichen Förderbank zufolge sei offenbar ein eher gleichmäßiger Ausbau der öffentlichen Ladestationen erfolgt. Neue E-Ladesäulen würden vor allem in Ballungsräumen beziehungsweise Großstädten benötigt, denn dort sei die Nachfrage am größten und es gebe prozentual nur etwa halb so viele Haushalte mit E-Auto, die verglichen mit Haushalten in ländlicheren Regionen privat laden können.

Ein fehlender Stellplatz mit Lademöglichkeit sei in städtischen Regionen laut einer KfW-Umfrage zu rund 43 Prozent der Grund gegen ein Elektroauto, wohingegen dies auf nur etwa 25 Prozent der befragten Haushalte in ländlichen Regionen zutreffe. In der Umfrage gaben insgesamt mehr als 50 Prozent der Haushalte, welche sich bislang die Anschaffung eines E-Autos nicht vorstellen können, eine unzureichende öffentliche Ladeinfrastruktur als Grund an.

Sollte sich das Ungleichgewicht zwischen Elektrofahrzeugen und Ladepunkten in Deutschland so fortsetzen, könnte es der Studie zufolge die Praxistauglichkeit der Elektromobilität gefährden. Aufgrund der steigenden Anzahl an Elektrofahrzeugen werde es wichtiger, beim Ausbau mehr auf die potenzielle Nachfrage zu achten. Dies sei entscheidend für das Ziel der Bundesregierung von 15 Millionen elektrisch betriebener Fahrzeuge bis 2030. Die KfW hat bei der Umfrage repräsentativ etwa 4.000 Haushalte in Deutschland befragt.

Quellen
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Tim Metzger

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