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Ein Chat für alle: So soll die Drittanbieter-Interoperabilität von WhatsApp funktionieren

Externe Messaging-Anbieter im separaten Postfach
Meta (Facebook) Themen

Seit mehr als einem Jahr arbeitet WhatsApp an der Interoperabilität mit anderen Messaging-Plattformen. Schon bald sollen Nutzer Nachrichten zwischen verschiedenen Diensten versenden können, wie es der Digital Markets Act der EU vorsieht. Der technische Direktor von WhatsApp verrät nun, wie diese Funktion umgesetzt werden könnte.

„Hast du Whatsapp, Signal oder …?“ Die Frage nach dem bevorzugten Messengerdienst neuer Kontakte könnte bald der Vergangenheit angehören. Dafür sorgt der Digital Markets Act, kurz DMA, mit dem die Europäische Kommission die Vormachtstellung großer Unternehmen in der digitalen Wirtschaft eindämmen will. Im vergangenen Jahr wurden sechs „Gatekeeper“ identifiziert, die über eine solche marktbeherrschende Stellung verfügen. Dazu gehören Alphabet, Amazon, Apple, ByteDance (TikTok), Microsoft und auch Meta, die unter anderem hinter Facebook und WhatsApp stehen.

Bald alle Chats in einer App

Nach der „Ernennung“ zum Gatekeeper haben diese Unternehmen sechs Monate Zeit, die Anforderungen des DMA zu erfüllen und unter anderem die Interoperabilität mit Apps von Drittanbietern umzusetzen. Diese Frist endet am 6. März 2024. Wenige Tage nach der Einstufung als Gatekeeper entdeckte die Seite WABetaInfo, die stets gut über WhatsApp-Neuigkeiten informiert ist, in einer aktuellen Beta-Version des Messengers eine Einstellungsseite für „Drittanbieter-Chats“.

Der technische Direktor von WhatsApp, Dick Brouwer, hat sich nun in einem Interview mit Wired zu den geplanten Änderungen geäußert. Die Kompatibilität mit Chats von Drittanbietern werde sich zunächst nur auf Textnachrichten, das Versenden von Bildern, Sprachnachrichten, Videos und Dateien zwischen zwei Personen konzentrieren. Gruppenchats und Anrufe sollen später folgen.

"Third-party chats" Menüpunkt in Whatsapp-Beta
Bild: WABetaInfo

Die Öffnung für externe Chat-Apps birgt laut Brouwer jedoch nicht nur Vorteile für die Nutzer, sondern auch ein nicht zu unterschätzendes Sicherheitsrisiko: Denn die zahlreichen Messenger-Apps verwenden unterschiedliche Verschlüsselungsprotokolle mit unterschiedlichen Sicherheitsstandards. Da aus diesem Grund bei der Einbindung von Drittanbieterdiensten nicht das gleiche Maß an Privatsphäre und Sicherheit gewahrt werden kann, wird laut Brouwer derzeit überlegt, einen separaten Posteingang für externe Chats einzurichten.

Integration von Drittanbieter-Apps bleibt Nutzern überlassen

Um WhatsApp-Nutzer nicht einfach einem erhöhten Spam- und Betrugsrisiko auszusetzen, wolle man ihnen die individuelle Entscheidung überlassen, ob sie die Integration von Drittanbieter-Chats aktivieren wollen. Darüber hinaus gibt es noch viele offene Fragen, wie z.B. die Sicherheit der Nutzerdaten oder wie Nutzer in anderen Apps gefunden werden können, die nicht wie WhatsApp eine Telefonnummer zur Account-Erstellung verwenden. Die Interoperabilitätsfunktionen befinden sich noch mitten in der Entwicklung und werden in den nächsten Monaten vermutlich noch angepasst. „Niemand weiß genau, wie das funktionieren wird“, räumt Brouwer selbst ein, „wir haben keine Ahnung, wie groß die Nachfrage sein wird“.

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Quellen
Redakteur Robin im grünen Pulli Robin Cromberg

... studiert Asienwissenschaften und Chinesisch an der Universität Bonn und ist als Redakteur hauptsächlich für die Ressorts der Eingabe- und Audiogeräte bei Allround-PC.com zuständig, schreibt aber auch über Produktneuheiten aus vielen anderen Bereichen.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher, weiblicher und diverser Sprachformen (m/w/d) verzichtet. Alle Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

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