Test: HyperX Alloy FPS

Wirklich nur für First-Person-Shooter geeignet?

Geschrieben von Niklas Schäfer am 04.05.2017.

Kingston will Freunden von Ego-Shootern mit der HyperX Alloy FPS eine perfekt auf das Genre zugeschnittene Tastatur liefern. In unserem Test klären wir, ob sich die Gaming-Tastatur auch für andere Genres eignet.

Übersicht

Kingston bietet mit der HyperX Alloy FPS eine mechanische Gaming-Tastatur an, die vor allem für Ego-Shooter optimiert ist. Hochwertige Switches von Cherry, eine rote Beleuchtung und zusätzliche Tastenkappen gehören zu den Merkmalen der Tastatur.

Technische Daten

Material

Aluminium, Kunststoff

Schaltertyp

mechanisch, Cherry MX-Brown 

Anti-Ghosting Tastenzahl

N-Key-Rollover

Multimediapanel

Nein

Abtastrate

1.000 Hz

Onboard-Speicher

k.A.

Anzahl dedizierte Makro-Tasten 

Keine

Handballenauflage

Nein

Abmessungen

442 x 129 x 36 mm

Gewicht

1049 g (mit Kabel)

Kabellänge

1,8 Meter

Besonderheiten

Ladeanschluss für Smartphone, rote Beleuchtung

Preis

~120 Euro

Lieferumfang

  • HyperX Alloy FPS Gaming-Tastatur
  • USB-Kabel 1,8 Meter
  • Rote Tastenkappen für 1234 (glatt) & WASD (profiliert)
  • Keypuller
  • Transportbeutel

Design & Verarbeitung

Kingston setzt bei der HyperX Alloy FPS auf die Grundfarbe Schwarz. Für Akzente sorgen die rote Hintergrundbeleuchtung und die ebenfalls roten Tastenkappen, die optional für die Zifferntasten ein bis vier und die WASD-Tasten eingesetzt werden können. Die kompakte Tastatur entspricht dem DE-Layout und verfügt über einen Nummernblock. Unter den freistehenden, hohen Tasten verbergen sich mechanische Schalter von Cherry. Genauer gesagt handelt es sich um MX-Brown-Switches mit taktiler Rückmeldung und 55 Gramm Betätigungsgewicht. Der Umschaltpunkt wird erreicht, sobald die Taste zwei Millimeter eingedrückt worden ist.

Während die Oberseite aus Aluminium glänzt, sind die Tasten matt gehalten.

Die Oberseite der Tastatur ist komplett aus Aluminium gefertigt. Obwohl das schwarze Metall leicht glänzt, ist es gegen Fingerabdrücke resistent. Durch die glänzende Oberfläche wird die Hintergrundbeleuchtung zudem sehr schön reflektiert. Im rechten hinteren Bereich erspähen wir zwei Anschlüsse: In den ersten gehört das Verbindungskabel mit dem PC. Die zusätzliche USB-2.0-Buchse kann zum Aufladen eines Smartphones verwendet werden, solange beide USB-Stecker im Computer eingesteckt sind.

Extras, wie dedizierte Makrotasten oder ein Multimedia-Panel, gibt es nicht, weil der Funktionsumfang auf das Spielen von First Person Shootern beschränkt wurde. Über Tastenkombinationen können Musik und Lautstärke trotzdem gesteuert werden. Mit Fn + F12 lässt sich der Gaming-Modus einschalten, der ein versehentliches Austreten aus dem Spiel zum Beispiel durch die Windows-Taste verhindert.


Die typischen Shooter-Tasten können ausgetauscht werden (li). Das Smartphone lässt sich beim Spielen aufladen (re).

Die Verarbeitung der Tastatur ist dem Preis von knapp 120 Euro entsprechend sehr gut. Die gesamte Tastatur wirkt sehr robust, vor allem die matten Tastenkappen fühlen sich sehr stabil an. Auch die Oberflächenbeschaffenheit des Metalls lässt nichts zu wünschen übrig. Sowohl die Rutschfestigkeit der ausklappbaren Füße als auch die homogene Ausleuchtung gefallen uns sehr.

Eigenschaften

Wir haben das Modell mit braunen MX-Schaltern von Cherry für euch getestet. Wer von den ausbalancierten Schaltern absehen möchte, kann die HyperX Alloy FPS auch mit MX-Blue- und Red-Switches bestellen. Sollte die Tastatur hauptsächlich zum Spielen verwendet werden, raten wir zu den roten Schaltern, da diese etwas früher auslösen und weniger Betätigungsgewicht erfordern. Für eine alltägliche Nutzung bieten sich die beiden anderen Schaltertypen an. Genauere Infos findet ihr in unserem Gaming-Tastatur-FAQ.

In unserem Fall sorgen Cherry MX-Brown für ausreichenden Komfort.

Kingston hat die HyperX Alloy FPS für den Einsatz in Ego-Shootern ausgelegt. Eine Handballenauflage fällt komplett weg, weil die Befehle möglichst schnell umgesetzt werden sollen. Eine zu entspannte Haltung würde zu einer leicht verzögerten Betätigung der Taste führen und könnte unter Umständen den Tod der eigenen Spielfigur bedeuten. Für Spieler keineswegs uninteressant sind die Abtastrate von 1.000 Hertz und das N-Key-Rollover. In Kombination mit dem 100-prozentigen Anti-Ghosting geht keine Eingabe im Eifer des Gefechts unter und wird verzögerungsfrei weitergegeben.

Im Lieferumfang befinden sich ein Keypuller und mehrere Tastenkappen, die sich durch eine rote Beschichtung hervorheben. Durch eine Profilierung lassen sich die WASD-Tasten leichter ertasten. Haptisch heben sich die vier Bewegungstasten sehr gut hervor, allerdings sind sie leider etwas rutschiger als die glatten Tasten.

Insgesamt fällt das Design der Alloy FPS recht schlicht aus, leistet in FPS-Games allerdings sehr gute Dienste.

Kingston stellt den Komfort bei der HyperX Alloy FPS bewusst an zweiter Stelle. Ein Ego-Shooter verlangt schließlich nach ständiger Bereitschaft und bestraft gemütliche Spieler schnell. Wer sich für die roten Schalter ohne taktile Rückmeldung entscheidet, könnte nach längerer Nutzung eine leichte Ermüdung feststellen. Unser Modell mit braunen Schaltern erweist sich hingegen als alltagstauglich, weil der Schalter von Grund auf für erhöhten Komfort ausgelegt ist.

Eine LED zeigt an, ob der Gaming-Modus aktiv ist. Dieser verhindert, dass wir bei Betätigung der Windows-Taste aus dem Spiel geworfen werden.

Einen speziellen Treiber oder eine extra Software benötigt die HyperX Alloy FPS nicht. Die Konfiguration der Beleuchtung erfolgt komplett über Tastenkombinationen via Fn und einer der Pfeiltasten: Pfeil nach oben und unten regeln die Helligkeit, während mit den beiden anderen Tasten verschiedene Beleuchtungseffekte durchgeschaltet werden können. Darunter fallen die herkömmlichen Modi wie eine Welle von links nach rechts oder ein Pulsieren. Bei starkem Tageslicht sagt uns nur die einheitliche Beleuchtung zu, weil die Helligkeit etwas zu schwach ausfällt. Mit Eintreten der Dämmerung kann problemlos zu den ausgefalleneren Effekten gewechselt werden, weil sie unter gedämpftem Licht besser zur Geltung kommen. Makros fehlen komplett, allerdings lohnt es sich in FPS-Games ohnehin weniger diese zu nutzen. Wer hin und wieder ein Rollenspiel startet, könnte das ein oder andere Makro jedoch vermissen.

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Fazit

Kingston richtet die HyperX Alloy FPS darauf aus First-Person-Shooter perfekt zu meistern. Die optionalen Tastenkappen für die am häufigsten verwendeten Tasten erweisen sich als nützlich, während die hohen Tasten und die ausbleibende Handballenauflage einen sehr aktiven Spielstil erfordern. Der Komfort und Zusatzfunktionen wie Makros oder ein Multimediapanel sind dieser konsequenten Ausrichtung jedoch zum Opfer gefallen. Wer die Tastatur auch außerhalb des Genres verwenden möchte, sollte von den weniger ergonomischen MX-Red-Schaltern absehen und einen der anderen beiden Schaltertypen wählen. E-Sport-Profis oder Anwärter dürfen natürlich gern zum roten Schalter greifen. Uns konnte die HyperX Alloy FPS überzeugen, solange sie in ihrem Jagdgebiet belassen wird. Wer ein universelles Modell sucht, ist mit dieser Tastatur hingegen nicht optimal beraten. Im Vergleich mit ähnlichen Modellen wie der Roccat Suroa FX steht die HyperX Alloy FPS wegen ihres etwas geringeren Preises von rund 120 Euro ein bisschen besser dar, bietet jedoch nur eine einfarbige Beleuchtung und kein Makropanel.

HyperX-Alloy-FPS

ProContra
  • hochwertige mechanische Schalter
  • vor allem für FPS, jedoch weniger universell einsetzbar
  • schlankes, portables Design
 
  • angemessener Preis
 
  • einfarbige, homogene Beleuchtung
 

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Niklas Schäfer

... ist hauptsächlich für den Bereich "Gaming" zuständig und widmet sich den neusten Tastaturen, Headsets und Mäusen. Zusätzlich inspiziert er Consumer Electronics wie Audioprodukte, Smartphones und Speicherprodukte. Immer häufiger ist Niklas auch auf dem YouTube-Kanal von Allround-PC zu sehen.

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