Test: Fractal Design Celsius S24

Im zweiten Anlauf von Erfolg gekrönt

Geschrieben von Niklas Ludwig am 20.06.2017.

Fractal Design Celsius S24 Startbild

Mit der Kelvin-Serie wagte Fractal den Einstieg in den Markt der Kompaktwasserkühlungen. Jetzt legt der schwedische Hersteller mit der Fractal Design Celsius Wasserkühlung nach. Wir haben die Fractal Design Celsius S24 mit 240-Millimeter-Radiator getestet.

Übersicht

In unserem Test konnte uns die Fractal Design Kelvin S24 durchaus überzeugen. Perfekt war die Wasserkühlung jedoch nicht. Vor allem das vergleichsweise laute Betriebsgeräusch der Pumpe ist uns damals negativ aufgefallen. Umso gespannter sind wir, wie sich die Pumpe der neuen Fractal Design Celsius S24 verhalten wird. Finden wir es heraus!

Technische Daten

ProduktFractal Design Celsius S24
Radiatorabmessungen (B x H x T)

284 x 122 x 31 mm

Pumpeneinheit Durchmesser~ 78 mm
Pumpeneinheit Höhe~30 mm
Pumpeneinheit Geschwindigkeit1.950 – 3.150 RPM
Schlauchlänge40 cm
Lüfterabmessungen120 x 120 x 38 mm
Lüftergeschwindigkeit500 – 2.000 RPM
Luftdruck2,3 mm H2O
Maximale KühlkapazitätkA
KompatibilitätIntel: 1150, 1151, 1155, 1156, 1366, 2011, 2011-v3
AMD: AM2, AM2+, AM3, AM3+, AM4, FM1, FM2, FM2+
MaterialRadiator: Aluminium
Pumpeneinheit: Kunststoff / Kupfer
Preis124,90 Euro UVP

Lieferumfang

  • Fractal Design Celsius S24
  • Montagekit für verschiedene Sockel
  • 2x 120-mm-Lüfter
  • Wärmeleitpaste (bereits aufgetragen)
  • Anleitung

Fractal Design Celsius S24 - Lieferumfang

Design & Verarbeitung

Die Fractal Design Celsius S24 besitzt einen Radiator mit schwarz lackiertem Aluminium-Kühlkörper, der 284 mm lang, 122 mm breit und 31 mm hoch ist.

Fractal Design Celsius S24 - VorderansichtRadiator und Pumpe sind über zwei ummantelte Schläuche miteinander verbunden.

An der Unterseite befinden sich zwei G1/4-Zoll-Gewinde-Anschlüsse. Über diese lässt sich der Kreislauf der Wasserkühlung auf Wunsch erweitern. Fractal Design gewährt auch bei Erweiterung des Kreislaufes fünf Jahre Garantie auf die Komponenten der Wasserkühlung.

Radiator mit integriertem Fan-Header

Zwischen den beiden Schlauchanschlüssen befinden sich drei vierpolige Lüfteranschlüsse, über die auf Wunsch die Lüfter betrieben werden können. Durch diesen Kniff müssen die Lüfterkabel nicht separat durch das Gehäuse verlegt werden. Von den G1/4-Zoll-Anschlüssen gehen zwei Stoffummantelte Schläuche mit einer Länge von rund 400 mm ab.

Fractal Design Celsius S24 - Fan HeaderÜber einen integrierten Lüfteranschluss, lassen sich die Lüfter direkt an den Radiator anschließen.

Diese münden in der Pumpeneinheit, deren Oberfläche in schwarzer Hochglanzoptik gehalten ist. Zudem lässt sich auf der Pumpe ein Teil der Fractal Design typischen Schneeflocke erkennen – das Erkennungszeichen des Herstellers.

Diese Pumpe hat den Dreh raus

Der äußere Rahmen der Pumpeneinheit ist mit einer Softtouch-Oberfläche versehen. Dank dieser lässt sich die Pumpe gut greifen. Was erst mal nach einer Nichtigkeit klingt, ist durchaus von Relevanz: der äußere Ring der Pumpe lässt sich drehen, um die Kühlung zwischen PWM- und Auto-Modus umzustellen.

Fractal Design Celsius S24 - PumpeDer äußere Ring der Pumpe kann gedreht werden, um zwischen den Betriebsmodi PWM und Auto zu wechseln.

Bei PWM übernimmt das Mainboard die Pumpen- und Lüftersteuerung, wohingegen der Modus Auto bewirkt, dass diese Werte über die Temperatur des Wasserkreislaufes bestimmt werden.

Pumpe mit Schalldämpfer

Die Unterseite der Pumpe besteht aus Kupfer und wurde von Werk aus bereits mit Wärmeleitpaste versehen. Im Vergleich zur Kelvin S24 fällt auf, dass der Nachfüllstutzen fehlt. Das Innere der Pumpe will der Hersteller mit dem gleichen Dämmmaterial ausgestattet haben, das bereits in den Gehäusen (wie dem Define C) von Fractal Design vorzufinden ist.

Fractal Design Celsius S24 - Pumpe UnterseiteDie Unterseite der Pumpe besteht aus Kupfer, was der Kühlung des Prozessors zugutekommt.

Hinsichtlich der Verarbeitung können wir der Fractal Design Celsius S24 nur Bestnoten ausstellen. Sollte doch ein Defekt auftreten, wird dieser von der fünfjährigen Garantie abgedeckt.

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Montage

Fractal Designs Celsius S24 unterstützt die Sockel AM2, AM2+, AM3, AM3+, AM4, FM1, FM2, FM2+ sowie 1150, 1151, 1155, 1156, 1366, 2011, 2011-v3. Der neue Sockel AM4 für AMDs Ryzen-Prozessoren ist ebenfalls mit dabei. Wir schildern unsere Montage anhand des Sockels LGA 1151: Im ersten Schritt muss die mitgelieferte Kunststoff-Backplate auf die Rückseite des Mainboards gesteckt werden. Anschließend wird diese mit vier Abstandshaltern von der Vorderseite verschraubt.

Fractal Design Celsius S24 - Ohne LuefterIm Lieferumfang sind zwei 120-mm-Lüfter enthalten, die stets angenehm ruhig bleiben.

Die Pumpe wird dann auf die CPU aufgesetzt und über die bereits vormontierte Montagebrücke mit den Abstandshaltern verschraubt. Anschließend müssen nur noch die zwei mitgelieferten 120-mm-Lüfter vom Typ Dynamic X2 GP-12 mit dem Radiator verschraubt und die Pumpe und Lüfter an die entsprechenden Anschlüsse angeschlossen werden. Die Montage lässt sich dank der bebilderten Anleitung und dem durchdachten Konzept schnell und einfach durchführen.

Kühlleistung

Uns interessiert vor allem, wie gut sich die Fractal Design Celsius S24 im Vergleich zu anderen Wasserkühlungen schlägt. Da wir inzwischen einen Intel Core i7-7700K verwenden, ist nur noch eine bedingte Vergleichbarkeit zu anderen Wasserkühlungen, die wir getestet haben, gegeben. Daher haben wir erneut die be quiet! Silent Loop 240 (zum Test der 120er) getestet, die sich in der gleichen Preiskategorie befindet. Um die Temperaturwerte zu ermitteln, verwenden das kostenlose Programm CPU Burn-in, mit dem wir alle Kerne unseres Intel Core i7-7700K auslasten. Anschließend lassen wir das System mehrere Stunden mit voller Auslastung laufen und zeichnen den Temperaturverlauf mit der Software Core Temp auf. Der Test wurde ausschließlich mit der PWM-Einstellung an der Pumpe vollzogen.

Die Fractal Design Celsius S24 schneidet im Vergleich zur be quiet! Silent Loop 240 minimal besser ab und schlägt dieses jeweils um einen Grad Temperaturunterschied. Der Prozessor erreicht Temperaturen von 30 Grad Celsius im Idle und 63 Grad Celsius unter Volllast. Die Lüfter arbeiten jederzeit angenehm leise, doch gerade unter Last lässt sich ein leises Eigengeräusch feststellen, das allerdings in einem geschlossenen Gehäuse nicht mehr wahrzunehmen ist.

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Fazit

Uns hat die Fractal Design Celsius S24 Wasserkühlung sehr gut gefallen, zumal sie einen unserer größten Kritikpunkte der Kelvin S24 ausmerzt: Die laute Pumpe ist endlich Geschichte! Nicht nur die Pumpe arbeitet angenehm leise, auch die Lüfter arbeiten ruhig und stören selbst unter Last nicht. Beim wichtigsten Kriterium, der Kühlleistung, weiß die Celsius S24 ebenfalls zu überzeugen und erreicht einen sehr guten Wert. Gut gefällt uns auch die mögliche Erweiterung des Kühlkreislaufs. Praktisch ist auch der Fan-Header am Radiator, wodurch weniger Kabel im Gehäuse herumhängen. Eine nette Dreingabe ist zudem die Möglichkeit, die Wasserkühlung per PWM oder automatisch nach der Wassertemperatur steuern zu lassen. Der Preis von 125 Euro ist durchaus angemessen, zum nahezu gleichen Preis gibt es auch die be quiet! Silent Loop 240, die noch etwas leiser ist und einen Radiator aus Kupfer vorweisen kann. Wer zudem möglichst wenig Geld für seine Wasserkühlung ausgeben möchte, ist nach wie vor am besten mit der Arctic Liquid Freezer 240 beraten. Noch mehr Kühlleistung verspricht die Fractal Design Celsius S36 mit 360-mm-Radiator, für die der Hersteller nur 10 Euro Aufpreis verlangt.

Fractal-Design-Celsius-S24-Award

ProContra
  • gute Kühlleistung
  • Radiator aus Aluminium (Materialmix)
  • sehr gute Verarbeitung
  • kein Nachfüllstutzen
  • einfache Montage
 
  • hohe Kompatibilität
 
  • erweiterbarer Kreislauf
 
  • Radiator mit Lüfteranschlüssen
 
  • 2 Betriebsmodi an der Pumpe einstellbar
 

 

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Niklas Ludwig

Niklas Ludwig

...ist stellvertretender Chefredakteur und zeichnet sich insbesondere für die Tests der Hardwarekategorie verantwortlich und füttert den APC-YouTube Kanal mit neuen Videos zu allerlei Produkten. Stehen keine größeren Hardwaretests an, widmet er sich Produkten der Consumer Electronics-Welt und fühlt neuen Lautsprechern, Kopfhörern oder mobilen Geräten auf den Zahn.

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