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Philips AquaTrio 9000 im Test: Dem Schmutz auf der Spur

Praktisches Gadget für jeden Zweck!

Bis vor wenigen Jahren gab es noch eine klare Trennung zwischen verschiedenen Reinigungsgeräten im Haushalt. Seit einiger Zeit verwischen diese Grenzen jedoch peu à peu, da immer mehr Kombi-Geräte auf den Markt kommen. Wurden zunächst nur Hand- und Staubsauger für mehr Flexibilität kombiniert, folgten kurz danach Modelle mit integrierter Wischfunktion. Doch wie gut reinigt so ein Nass-Trocken-Sauger wirklich? Wir haben mit dem Philips AquaTrio 9000 einen interessanten Kandidaten für euch getestet.

Philips vereint beim AquaTrio Cordless 9000 Series (XW9383/01), eine Wisch- und Saugfunktion. Das mag auf den ersten Blick nicht ganz so besonders klingen, da Philips schon länger solche Kombinationen anbietet, allerdings handelt es sich hierbei um das erste Modell, welches sich selbst reinigen kann.

Wir wollen uns im Folgenden anschauen, wie sich der modulare Sauger im Alltag schlägt. Aktuell gehört das Modell mit einem Kostenpunkt von knapp 800 Euro zu den eher teureren Staubsaugern. Auf der Philips-Seite wird zudem ein Bundle mit zweitem Akku für 900 Euro angeboten.

Im Lieferumfang befinden sich die Staubsaugerbasis, die LED-Düse (Saugen), AquaSpin-Düse (Saugen & Wischen) sowie eine Reinigungs- und Aufbewahrungsstation. Dazu kommen noch eine Mini-Turbo-Saugbürste, eine lange Fugendüse sowie eine Reinigungsbürste, eine Wandhalterung und eine Bodenreinigungsflüssigkeit.

Design & Verarbeitung

Bei der Optik setzt Philips auf ein eher schlichtes aber modernes Design. Die Basis des Stabsaugers wird hauptsächlich durch anthrazitfarbene und schwarze Elemente geprägt und kann wahlweise auf die Saugdüse (gräuliche Behälter) oder die AquaSpin-Düse (bläuliche Behälter) zum Wischen gesetzt werden. Dazu gibt es noch kleinere Akzente in Kupfer.

Wer mit dem Kauf liebäugelt, sollte die Maße zumindest im Auge behalten. Effektiv benötigt der AquaTrio 9000 mehr Platz, als die aktuellen Staubsaugroboter-Boliden. Mit einer maximalen Höhe von 118 Zentimeter (Saugkonfiguration) macht sich der zusätzliche Platzbedarf schnell bemerkbar, denn der Sauger lässt sich nicht einfach unter einem Tisch platzieren.

In Sachen Verarbeitung macht die Staub-Wisch-Kombi einen weitestgehend guten Eindruck, der Nass-Trocken-Staubsauger wirkt robust und wertig. Ein nettes Detail ist die angeraute Grifffläche, die mit einem schicken Muster daherkommt. Einzig die obere Abdeckung mit ihrer Klavierlack-Optik ist zu kritisieren, denn hierbei handelt es sich um einen wahren Fingerabdruckmagneten. Eine matte Optik rund um das dort befindliche Display wäre wohl die bessere Wahl gewesen.

Positiv hervorzuheben ist der Befestigungsmechanismus des Akkus. Zunächst einmal sind die Kontaktschienen deutlich steifer und robuster als bei günstigeren Modellen. Dadurch braucht ihr keine Angst haben, die Kontakte beim Einsetzen des Akkus zu verbiegen. Allgemein sitzt der Akku relativ fest in seiner Halterung, lässt sich jedoch jederzeit komfortabel entnehmen.

Bedienung

Direkt zu Anfang die Entwarnung: Ihr benötigt keine spezielle Philips-App oder dergleichen, um den Sauger zu nutzen. Ihr könnt das Smartphone oder Tablet getrost in der Ecke liegen lassen, wenn ihr den Sauger aufbaut. Wie bei einem klassischen Staubsauger gilt das Motto: „Einschalten und loslegen“. Hierfür muss lediglich der untere Button gedrückt werden.

Informationen zum Akkustand oder zum ausgewählten Modus erhält man über das integrierte Display. Die Auswahl erfolgt über einen durchgängigen Knopf mit zwei Druckpunkten, wobei eine Bedienung während des Saugvorgangs eher nicht empfehlenswert ist. Eine Einhandbedienung beim Putzen ist sowohl durch das Gewicht als auch durch die Positionierung der Knöpfe eher schwierig.

Leistung & Modularität

Ein Highlight des AquaTrio ist der modulare Aufbau, wodurch der Sauger an den jeweiligen Einsatzzweck angepasst werden kann. Das Herzstück bildet stets die eigentliche Saugeinheit mit ihrem Hybrid-Power-Motor. Dessen genaue Leistung ist zwar nicht bekannt, doch dafür gibt Philips zumindest den maximal möglichen Luftdurchsatz mit 840 Litern pro Minute an.

Die Basiseinheit mit ihrem Motor lässt sich nun auf zwei Düsen setzen. Wenn ihr gleichzeitig Saugen und Wischen möchtet, sozusagen die Paradedisziplin des Nass-Trocken-Saugers, wählt ihr die AquaSpin-Düse (erkennbar an den leicht bläulichen Behältern). Ganz konkret sitzen hier ein Frischwasserbehälter mit einer Kapazität von 450 ml sowie einen Schmutzwasserbehälter mit 400 ml. Beim Putzen stehen euch dann zwei Wassermengeneinstellungen (Standard & Intensiv) zur Verfügung, um verschiedene Schmutzarten besser reinigen zu können.

Doppelbürste zum Wischen oder LED-Düse zum Saugen

Unten befinden sich zwei Mikrofaser-Bürsten in Blau, die sich mit bis zu 4.500 Umdrehungen die Minute drehen und so Staub, Schmutz und bis zu 99,9 Prozent aller Bakterien auf Hartböden entfernen sollen. Durch die hohe Geschwindigkeit wird der Schmutz dabei direkt in die Saugeinheit befördert, wodurch die Bürsten selbst nur wenig verschmutzen sollen. Laut Philips ist es dadurch nicht notwendig, die Bürsten zu reinigen. Stattdessen sollen diese alle sechs Monate ausgetauscht werden.

Zum reinen Staubsaugen wird die Saugerbasis auf die LED-Düse gesetzt, die über eine Hauptbürste mit Borsten verfügt. Davor sitzen einige Gummilamellen, die seitlich von zusätzlichen Borsten begleitet werden. Durch LEDs auf der Front werden Staub und Krümel schneller sichtbar gemacht. Eine Volumenangabe zum Staubbehälter gibt es zwar nicht, doch zumindest lässt sich der integrierte Filter bei Bedarf sehr leicht herausnehmen und austauschen.

Darüber hinaus lässt sich der Philips AquaTrio, wie der Name verrät, als Drittes noch mit den zusätzlichen, mitgelieferten Bürsten wie ein Handsauger nutzen. Hierfür könnt ihr dann beispielsweise einfach das lange Rohr mit dem LED-Aufsatz entfernen und direkt loslegen. Für etwas mehr Präzision bietet sich die lange Fugendüse an, in einem Haushalt mit Haustieren ist besonders die Mini-Turbo-Saugbürste von Vorteil.

Reinigungsstation mit Autoclean-Funktion

Sobald der Sauger in der Aufbewahrungsstation abgestellt und an den Strom angeschlossen wird, kann die automatische Selbstreinigungsfunktion gestartet werden. Dieser Vorgang empfiehlt sich nach jeder Nutzung, um unangenehmen Gerüchen vorzubeugen. Hierbei werden nicht nur die Bürsten, sondern auch das Saugrohr gereinigt. Der Autoclean-Prozess dauert etwa vier Minuten, wobei ein Abbruch jederzeit möglich ist.

Die Station verfügt über ein herausnehmbares Abtropfbecken, in dem sich Restwasser sammeln kann. Das Becken wird nebenbei für die korrekte Ausführung der Autoclean-Funktion benötigt. Abseits davon handelt es sich bei der Station lediglich um eine schlichte Aufbewahrungsmöglichkeit aus einer Kunststoff-Aluminium-Kombination mit verschiedenen Zubehör-Halterungen. Zudem gibt es eine Trocknungsmöglichkeit für die Mikrofaserrollen.

Geladen wird der Sauger über die Station allerdings nicht, so wie es beispielsweise beim Dreame H12 (hier im Test) der Fall ist. Zudem liegen die zusätzlichen Aufsätze etwas lose in der Station und können schnell mal in der Gegend rumfliegen.

Praxiserfahrung: (Fast) alles wird sauber

Insgesamt macht der AquaTrio 9000 von Philips im Alltag eine durchaus gute Figur. Die reine Saugfunktion hinterlässt besonders im Turbo-Modus einen guten Eindruck. Krümmel, Staub und andere Verschmutzungen werden problemlos aufgesaugt und entfernt. Lediglich dem Standard-Modus fehlt es etwas an Kraft, denn hier ist es ggf. notwendig, mehrmals über die entsprechenden Stellen zu saugen.

Das volle Potenzial wird erst mit der AquaSpin Düse entfaltet. Vorweg kann gesagt werden, dass das Wischen hiermit wirklich Spaß macht. Man braucht sich also nicht mehr vor dem verfluchten Putztag fürchten. Im Vergleich zu einem klassischen Mopp oder Wischer benötigt man deutlich weniger Kraft zum Lösen von Verschmutzungen. Nach dem Putzen darf man sich auf einen reinen Boden freuen, der jedoch noch etwas feucht ist. Ein weiterer Pluspunkt ist außerdem der flexible und flache Aufbau, durch den man sogar unter Möbeln problemlos reinigen kann.

Bevor wir es vergessen: Gereinigt wird natürlich nicht nur mit Wasser, sondern auch mit einem Bodenreiniger. Im Lieferumfang befindet sich bereits ein Fläschchen mit 250 ml Reinigungsmittel, wobei etwa 10 ml für eine Wasserladung benötigt werden. Natürlich ist der Einsatz nicht zwingend notwendig, allerdings soll der Reiniger bei der Entfernung von öligen, fetthaltigen und klebrigen Verschmutzungen helfen. Nach dem Putzen hinterlässt das Putzmittel einen wohlduftenden Geruch.

Häufiges Neubefüllen notwendig

Das Schmutzwasser wird durch die zwei rotierenden Bürsten zuverlässig in den entsprechenden Behälter verfrachtet. Dieser umfasst ein ähnliches Volumen wie der Frischwassertank, sodass man den Sauger parallel entleeren und auffüllen muss. Während des Praxistests mussten wir den Frischwasserbehälter innerhalb einer Akkulaufzeit viermal neu befüllen. Die Behälter lassen sich leicht über einen Klickverschluss lösen und herausnehmen.

Ganz perfekt ist aber auch der Philips AquaTrio 9000 nicht und zeigt kleinere Schwächen. Bedingt durch die breiten Räder der AquaSpin Düse erreicht der Sauger zum Beispiel nicht alle Ecken. Auf beiden Seiten konnten wir einen Abstand von etwa 1 cm zwischen Rand und Rolle messen. Vor allem Schmutz an Möbelkanten oder an Fußleisten stellt ein Problem dar. Bei der LED-Düse ist dies weniger problematisch, da hier zusätzliche Bürsten am Rand angebracht sind.

Ganz ohne Muskelkraft geht es dann aber doch nicht, denn mit 4,2 Kilogramm ist der AquaTrio definitiv kein Leichtgewicht. Besonders längere Reinigungs-Sessions können dadurch auf die Arme gehen. Ein Grund hierfür ist mitunter das ungleich verteilte Gewicht, bedingt durch die Saugeinheit am oberen Ende. Immerhin sinkt das Gewicht bei der Verwendung der LED-Düse auf etwa 3 Kilogramm, wodurch die Handhabung etwas angenehmer wird. Über einen automatischen Vortrieb, wie man ihn beim Dreame H12 vorfindet, verfügt das Philips-Modell nicht.

Akkulaufzeit

Philips gibt die Laufzeit der Saug-Wisch-Kombination im Standard-Modus mit etwa 25 Minuten an. Wenn ausschließlich der Saugmodus genutzt wird, sollen bis zu 45 Minuten Reinigungsspaß drin sein. Dies reduziert sich im Turbo-Modus jedoch auf rund 25 Minuten. Tatsächlich decken sich diese Werte mit unseren Praxiserfahrungen. Wir konnten beim Saugen im Turbo-Modus rund 26 Minuten Laufzeit messen. Beim Wischen fällt die Laufzeit ähnlich aus, hier waren bis zu 27 Minuten möglich.

Damit werden zwar solide Werte erreicht, wirklich hervorstechen kann der AquaTrio aber nicht. Günstigere Modelle wie etwa der Dreame H12 bieten eine durchschnittliche Laufzeit von mehr als 30 Minuten. In einem ähnlichen Bereich bewegt sich zudem der Roborock Dyad (Test) mit einer Laufzeit zwischen 25 und 35 Minuten.

Falls man einen Ersatzakku zur Hand hat, kann dieser flott eingesetzt werden, um den Reinigungsvorgang fortzusetzen. Andernfalls muss der 2.250 mAh starke Akku über die Saugeinheit aufgeladen werden, da sich der Ladeport nicht direkt am Akku befindet. Dadurch muss die Station entweder in der Nähe einer Steckdose positioniert werden, oder man muss die komplette Saugeinheit zum Laden abnehmen.

Fazit

Philips beweist, dass Putzen keine ungeliebte Aufgabe sein muss. Stattdessen macht es wirklich Spaß, mit dem AquaTrio Cordless 9000 die Wohnung oder das Haus zu reinigen. Der Sauger ist für so ziemlich alle Einsatzzwecke gewappnet und reinigt auch hartnäckige Verschmutzungen problemlos. Letztlich hat es der Hersteller geschafft, den klassischen Wischmopp, den Staubsauger und einen Handsauger in einem praktischen Gadget zu vereinen.

Getrübt wird das ansonsten positive Gesamtbild nur durch wenige Punkte. Etwas störend ist, dass Kanten und Ecken nicht ganz so zuverlässig gereinigt werden können, hier muss also nochmals händisch nachgeholfen werden. Deutlich stärker fällt aber der Preis ins Gewicht: Mit einer UVP von knapp 850 Euro gehört der AquaTrio zu den wohl teuersten Haushaltshelfern. Darüber hinaus ist das Zubehör, etwa in Form eines Extra-Akkus (knapp 150 Euro), vergleichsweise teuer. Trotz allem kann der Sauger mit seinen vielfältigen Funktionen glänzen.

Wischsauger
Allround-PC.com Award
05/2023
Philips AquaTrio 9000 Cordless
Empfehlung

Pro

  • Hohe Saugkraft im Turbomodus
  • Modularer Aufbau
  • Flexibel einsetzbar
  • Selbstreinigungsfunkiton
  • Reinigungsleistung

Contra

  • Preis
  • ungleich verteiltes Gewicht
  • Randbereiche werden nicht vollständig gereinigt

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Arian Krasniqi Profilbild Arian Krasniqi Redakteur

Seit 2021 schreibt er News und Artikel für Allround-PC und kommt ursprünglich aus dem Bereich der Hardware-Komponenten. Inzwischen berichtet er aber auch über verschiedene Gadgets, Smartphones sowie Tablets und informiert als ehemaliger Umwelt­ingenieursstudent über Neuheiten im Bereich der PV-Technik.

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