Die neue Gaming-Marke von Kingston ist da, die neuen FURY-Produkte ersetzen dabei die mittlerweile verkaufte HyperX-Sparte. Zum Start gibt es drei neue RAM-Serien mit altbekanntem Design, darunter auch die Kingston FURY Renegade RGB mit schwarzem Heatspreader und RGB-Leiste auf der Oberseite. Wir haben uns ein Kit mit 32 Gigabyte Kapazität und 3.600 MHz Taktrate geschnappt und für euch getestet.

Wenn ihr euch jetzt fragt: Moment, den Namen FURY kenne ich doch irgendwoher? Und das Design kommt mir auch bekannt vor! What happened?“. Kingston hat die Gaming-Marke HyperX bereits Anfang dieses Jahres an HP verkauft, Produkte wie Mäuse, Tastaturen sowie Headsets und Mikrofone werden dann von Hewlett-Packard produziert. Speicherprodukte verbleiben jedoch bei Kingston, kommen nun jedoch unter neuer Flagge in den Handel. Neben den FURY Renegade gehen dabei auch die FURY Beast und die kompakten FURY Impact für Notebooks an den Start (hier erfahrt ihr mehr Details).

Kingston Fury Arbeitsspeicher Line-Up

Bild: Kingston

Die Kingston FURY Renegade stellen dabei das neue Topmodell der Reihe dar und sind mit bis zu 256 Gigabyte in einem 8er-Kit erhältlich. Natürlich werden die Riegel aber auch als Einzelmodule oder in einem 2er-Set angeboten. Für unseren Test hat uns Kingston ein 32GB-Kit mit DDR4-3600, CL16-Timings und RGB-Beleuchtung zukommen lassen, welches preislich bei – je nach Anbieter – 150-170 Euro liegt. Ohne Beleuchtung kostet der Arbeitsspeicher etwa 140-160 Euro.

Design & technische Features

Wer die Predator-Riegel noch aus HyperX-Zeiten kennt, dem müssen wir zum Design wohl nicht mehr viel beschreiben. Wir wollen trotzdem ein wenig auf die Highlights eingehen, mit denen die neuen Kingston FURY Renegade RGB Riegel ausgestattet sind. Die Module erhalten schwarze Aluminium-Heatspreader mit einer Lichtleiste auf der Oberseite. Diese – und wie sollte es anders sein – erstrahlen in allerlei Farben.

Ihr könnt die RGB-LEDs entweder über die Kingston CTRL Software (installierbar über den Microsoft-Store) oder ein Tool eures Mainboards einstellen (darunter z.B. ASUS Aura Sync, MSI Mystic Light, etc.). Da die Leiste „milchig“ ist, verteilt sich das Licht sehr gleichmäßig und sorgt besonders bei Farbübergängen für einen schönen Effekt. Vor allem der „Regenbogen“ bringt die beiden Riegel gut zur Geltung. Insgesamt stehen euch fünf Zonen für die Beleuchtung zur Verfügung.

In der Mitte der Oberseite sticht noch das neue FURY-Logo hervor, welches sich auch auf dem Heatspreader wiederfindet. Auf der schwarzen Platine setzt Kingston auf Hynix D-Die Chips, die ab Werk (über ein XMP 2.0 Profil) mit CL 16-20-20-39 bei einer Taktfrequenz von 3.600 MHz  und 1,200 Volt arbeiten. Die Module weisen eine Höhe von 42,2 mm und eine Dicke von ca. 8,3 mm auf – checkt also, ob euer Kühler dann immer noch Platz hat. In unserem Fall kam es mit einem be quiet Shadow Rock 3 White nicht zur Kollision. Die Verarbeitung der RAM-Riegel ist auf einem hohen Niveau, wir konnten keine Mängel oder Unregelmäßigkeiten feststellen.

Leistungstest

Um die Leistung des Arbeitsspeichers zu ermitteln, haben wir das Kit mit zwei Benchmarks und zwei Spielen für euch in den Test-Parcours geschickt. Der Leistungstest wurde dabei mit aktiviertem XMP 2.0 Profil (3.600 MHz) durchgeführt. Darüber hinaus haben wir das 2er-Kit noch etwas übertaktet und konnten die Riegel stabil auf 4.266 MHz (bei CL 20-24-24-45 und 1,350 Volt) bringen – damit haben die Riegel die Benchmarks dann erneut durchlaufen.

Testsystem

    • Prozessor: Intel Core i9-11900K, 3,5 GHz (Rocket Lake), Standard-Boost aktiv, Adaptive Boost deaktiviert, Hyperthreading aktiviert
    • Mainboard: ASUS ROG Maximus XIII Hero
    • Kühler: be quiet! Shadow Rock 3 White
    • Systemlaufwerk: Samsung 960 Pro M.2 SSD
    • Grafikkarte: KFA2 GeForce RTX 3070 SG
    • Betriebssystem: Windows 10 Professional x64
    • Netzteil: ASUS ROG Thor 1.200 Watt, 80PLUS Platinum

Verwendete Software

    • AIDA64 Extreme
    • SiSoftware Sandra
    • Assassin’s Creed: Valhalla
    • Total War: Three Kingdoms

Erklärung zu den Diagrammen: Wenn ihr die Maus auf einen Balken bewegt, wird euch der Produktname und die erreichte Punktzahl angezeigt. Um die Ansicht übersichtlicher zu gestalten, könnt ihr für euch uninteressante Produkte mit einem Klick auf den Produktnamen unterhalb des Diagramms ausblenden.

Benchmarks – AIDA 64





Benchmarks – SiSoftware Sandra







In den synthetischen Benchmarks kann der Kingston FURY Renegade RGB RAM vor allem mit einem Spitzenergebnis in der Speicherverzögerung punkten. Die niedrigen CL-Timings sorgen für eine sehr geringe Latenzzeit. Darüber hinaus erreichte das Kit ein exzellentes Ergebnis beim Cache- und Speicherzugriff, mit der Übertaktung auf 4.266 MHz erreichen die Riegel sogar einen neuen Spitzenwert. Die Speicherbandbreite ist fast auf dem Niveau eines 4000er-Kits, mit den OC-Einstellungen steht der Arbeitsspeicher sogar besser da als ein 4.400 MHz Kit.

Spiele





Bei Spielen zeigen auch die Kingston FURY Renegade RGB, dass eine höhere Taktrate nur bedingt zu einer spürbar besseren Leistung führt. Während wir in Assassin’s Creed Valhalla keinen Unterschied messen konnten, so „springen“ die Riegel mit Übertaktung zumindest bei Total War Three Kingdoms um 0,2 fps nach oben. Natürlich hängen die Ergebnisse jedoch auch von der genutzten Hardware-Konfiguration (CPU, GPU, SSD/HDD) sowie der Displayauflösung ab. Andere Spiele könnten auf höhere RAM-Taktfrequenzen etwas besser ansprechen.

Während der Leistungstests haben wir auch die Temperaturen im Auge behalten. Die Kingston FURY Renegade RGB haben allerdings keine internen Temperatursensoren, wir haben daher zu unserer Wärmebildkamera gegriffen. Hier erreichte das Duo im Stresstest nach 30 Minuten Last maximal 50 °C. Dieses Ergebnis ist jedoch auf unserem Bench-Table ohne großen Airflow entstanden. Mit genug „Durchzug“ im Gehäuse sollten der Arbeitsspeicher ausreichend kühl bleiben.

Preisvergleich:

Fazit

Alles in allem kann der Kingston FURY Renegade RGB Arbeitsspeicher besonders mit dem hochwertigen Design, der schicken RGB-Beleuchtung und der guten Performance überzeugen. Wir konnten das Duo recht einfach von 3.600 MHz auf 4.266 MHz übertakten, mit etwas Feinarbeit ist sicherlich noch ein Quäntchen mehr Leistung drin. Weitere Pluspunkte gibt es für die hochwertige Verarbeitung, die doch vergleichsweise noch kompakten Maße und die übersichtliche CTRL-Software zur Beleuchtungssteuerung. Darüber hinaus ist das 32GB-Kit für knapp 150-160 Euro zu haben, was unserer Meinung nach ein fairer Preis ist.

RAM
Allround-PC.com
10/2021
Kingston FURY Renegade RGB 32 GB (3.600 MHz)
Empfehlung

Pro

  • hochwertiges Design mit schicker RGB-Beleuchtung
  • gute Performance
  • XMP 2.0 Profile vorhanden
  • 10 Jahre Garantie („lebenslang“)

Contra


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