Patriot bietet mit dem Viper RGB Arbeitsspeicher nicht nur ein schickes Kit inklusive RGB-Beleuchtung an, mit 4.133 MHz sind die Riegel zudem recht leistungsstark und dabei preislich für diese Kategorie überraschend attraktiv. Wir haben uns ein Päckchen mit 16 Gigabyte geschnappt, auf unser neues RAM-Testsystem geschnallt und für euch getestet. Was der Patriot Viper RGB RAM zu bieten hat und wie er sich gegenüber der Konkurrenz schlägt, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Bereits vor zwei Jahren konnten wir mit dem Patriot Viper Steel ein schnelles DDR4-Kit mit bis zu 4.000 MHz testen, seitdem hat sich leistungsfähiger Arbeitsspeicher preislich jedoch deutlich nach unten bewegt. Für unseren Test hat uns Patriot den Viper RGB RAM in Schwarz mit 4.133 MHz zukommen lassen, aktuell gibt es dieses Kit mit 16 Gigabyte für knapp 150 Euro*. Alternativ gibt es den Arbeitsspeicher auch noch in Weiß sowie mit 2.666, 3.000, 3.200 sowie 3.600 MHz (eine Farb- und Preis-Übersicht findet ihr weiter unten).

Design & technische Features

Patriot verpasst dem Viper RGB Arbeitsspeicher einen Gaming-typischen Look mit schwarzen Heatspreadern aus Aluminium und einer auffälligen RGB-Lichtleiste auf der Oberseite. Die Beleuchtung lässt sich dabei in fünf Zonen unterteilen und natürlich auch steuern. Hierfür lassen sich die Riegel einerseits in einer Mainboard-Software (MSI Mystic Light, ASUS Aura Sync, etc.) integrieren oder alternativ über die Viper RGB Software einstellen. Die milchige Leiste sorgt für eine gleichmäßige Lichtverteilung (auf Fotos schlecht darstellbar) und bringt besonders Regenbogen-Effekte sehr anschaulich zur Geltung.

Auf den Seiten hebt sich das Viper-Logo in Chrom hervor, welches beleuchtete Augen über die LEDs auf der Oberseite erhält – ein feines Detail. Auch das Aluminium des Kühlkörpers besitzt eine Anmutung an den Schlangenkopf in Form von „Konturlinien“. Das einzelne Modul erreicht eine maximale Höhe von 45,3 mm (40,7 mm in der Mitte) und eine Dicke von 7,8 mm. Die Verarbeitung gefällt uns insgesamt sehr gut, wir konnten keine Mängel feststellen.

Auf der schwarzen Platine sitzen Samsung B-Die Chips, die ab Werk (über ein XMP 2.0 Profil) mit CL 19-21-21-41 bei einer Taktfrequenz von bis zu 4.133 Megahertz (mit 1,400 Volt) arbeiten. Alternativ gibt es noch ein XMP-Profil mit DDR4-4000, der Basistakt liegt laut Hersteller bei 2.133 MHz (CL 15-15-15-36). Die Kontaktpins auf der Unterseite scheinen vergoldet zu sein, konkret erwähnt Patriot dies jedoch nicht.

Leistungstest

Um die Leistung des Arbeitsspeichers zu ermitteln, haben wir das Kit mit zwei Benchmarks und zwei Spielen für euch getestet. Der Leistungstest wurde dabei mit aktiviertem XMP 2.0 Profil (3.600 MHz) durchgeführt. Ein stabiles Overclocking war uns selbst nach einigen Versuchen und Anpassungen (Timing, Volt, etc) leider nicht möglich.


Links: Spezifikationen (Thaiphoon Burner), Rechts: OC auf 4.200 MHz (CPU-Z)

Testsystem

  • Prozessor: Intel Core i9-11900K, 3,5 GHz (Rocket Lake), Standard-Boost aktiv, Adaptive Boost deaktiviert, Hyperthreading aktiviert
  • Mainboard: MSI MEG Z590 ACE
  • Kühler: be quiet! Silent Loop 2 280 mm AiO-Wasserkühlung
  • Systemlaufwerk: Samsung 960 Pro M.2 SSD
  • Grafikkarte: KFA2 GeForce RTX 3070 SG
  • Betriebssystem: Windows 10 Professional x64
  • Netzteil: ASUS ROG Thor 1.200 Watt, 80PLUS Platinum

Verwendete Software

  • AIDA64 Extreme
  • SiSoftware Sandra
  • Assassin’s Creed: Valhalla
  • Total War: Three Kingdoms

Erklärung zu den Diagrammen: Wenn ihr die Maus auf einen Balken bewegt, wird euch der Produktname und die erreichte Punktzahl angezeigt. Um die Ansicht übersichtlicher zu gestalten, könnt ihr für euch uninteressante Produkte mit einem Klick auf den Produktnamen unterhalb des Diagramms ausblenden.

Benchmarks – AIDA 64





Benchmarks – SiSoftware Sandra







In den synthetischen Benchmarks kann sich der Patriot Viper RGB RAM, wie erwartet, zwischen den Kits mit 4.000 und 4.200 MHz einordnen. Im Kopierdurchsatz können sich die Riegel sogar knapp vor die Thermaltake Toughram XG RGB (Test) setzen. Die Speicherverzögerung liegt darüber hinaus auf einem überraschend guten Niveau. Mit einem Overclocking auf 4.200 MHz hätte sich wohl noch ein bisschen Leistung herauskitzeln lassen, durch die höheren Timings würde sich dabei jedoch wohl die Latenzzeit steigern.

Spiele





Auch beim Patriot Viper RGB Arbeitsspeicher zeigt sich: In Spielen wie Total War: Three Kingdoms oder Assassin’s Creed: Valhalla (jeweils Full-HD, hohe Details) sorgen hohe RAM-Taktfrequenzen nicht unbedingt für mehr Leistung. Die Unterschiede liegen im 1-2 FPS Bereich, was sich als „nicht bemerkbar“ beschreiben lässt. Die Ergebnisse sind jedoch auch von der genutzten Hardware (CPU, GPU und SSD/HDD) sowie der Displayauflösung abhängig.

Während den synthetischen Benchmarks und den Spiele-Tests haben wir auch die Temperaturen im Auge behalten. Leider hat das Duo keine internen Temperatursensoren, weswegen wir auf eine Wärmebildkamera zurückgreifen mussten. Hier erreichte der Arbeitsspeicher auf der Außenseite maximal 43 °C. Mit genug Airflow im Gehäuse sollten die Riegel also durchwegs einen kühlen Kopf bewahren können.

Preisvergleich:

Fazit

Der Patriot Viper RGB Arbeitsspeicher kann mit einem schicken Design, einer gelungenen Beleuchtung und einer guten Leistung punkten. Zwar konnten wir in unserem Test „auf die Schnelle“ kein Overclocking realisieren, doch auch mit aktiviertem XMP-Profil ist das Kit mit 4.133 MHz bereits sehr schnell unterwegs. Weitere Pluspunkte gibt es für die hochwertigen Samsung B-Die Chips und 10 Jahre Garantie. Zwar ist der Heatspreader nicht übermäßig hoch, das Kit zählt jedoch auch nicht zur Low Profile Kategorie – schaut also, ob euer Kühler genug Freiraum bietet. Preislich liegt das von uns getestete Kit mit 16 GB bei aktuell unter 150 Euro*.

RAM
Allround-PC.com
05/2021
Patriot Viper RGB (4.133 MHz)
Empfehlung

Pro

  • schickes Design mit hochwertiger Verarbeitung
  • anpassbare RGB-Beleuchtung
  • gute Leistung
  • zwei XMP 2.0 Profile vorhanden (4.133 & 4.000 MHz)
  • hochwertige Samsung-Chips
  • 10 Jahre Garantie

Contra

  • Heatspreader könnte Kühlern in die Quere kommen

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